Strom TV

Wenn das Stromnetz mitdenkt

10.11.2009

Um die Stromversorgung zu optimieren werden weltweit vermehrt sogenannte Smart Meters eingesetzt und zu Smart Grids verbunden. Mit diesen schlauen Stromzählern und Stromnetzen können sowohl Versorger wie auch Verbraucher Geld sparen. Strom TV hat bei Experten unter anderem nachgefragt, ob das Stromnetz bald auch in der Schweiz mitdenken kann.

Kommentare (13)
  • Joachim Wiedemann 25.02.2010

    @CV

    Nun, etwas Schlechtes mit noch etwas Schlechterem zu vergleichen, ist wohl die bequemste Art sich die Zukunft einfach zu machen. UND ich möchte nicht den ersten Stein gegen die Schweiz werfen... Aber was Abfalltrennung betrifft ist die Schweiz ein Entwicklungsland (abgesehen von Metallen und Glas) und die Verbrennung von Abfällen, ohne dass man die Verbrennungsenergie grossartig nutzt, das ist auch keine Ausnahme. Im Gegenteil, man muss noch Energie zuführen.

    Mit dieser Einstellung werden wir es auf jeden Fall nicht schaffen, den Chinesen ihre geplanten 500 Kohlekraftwerke auszureden.

  • CV 25.02.2010

    @Joachim Wiedemann

    Ihr Bezug auf die BHKW Diskussion in D ist leider etwas irreführend. Solange in Deutschland etwa Braunkohle-Grosskraftwerke ohne Wärme-Kraft-Kopplung mit Wirkungsgraden von (überwiegend) 30 bis (selten) 40 % den Strom erzeugen, würde ich mir von einem Energieversorger niemals vorschreiben lassen, dass ich meinen BHKW-Strom bitte niemals unter 50-60% Wirkungsgrad erzeugen soll. Vergleichbares zum Grosskraftwerks-Kühltum im Sommer kann ich auch - via Swimmingpool etc.

    In der Schweiz mag man das differenziert sehen, wo neue fossile Grosskraftwerke nur mit Wärmeauskopplung gehmigt werden.

  • Joachim Wiedemann 03.02.2010

    @rainer.abersold
    Sehr geehrter Herr Aebersold
    Eigentlich ging es bei der Diskussion weder um die Energieerzeugung noch um die Technologie.

    Ich möchte Sie auch keinesfalls von Ihrer irrwitzigen Meinung abbringen, die Ihnen von der Industrie eingepflanzt wird. Ich würde es nämlich nicht schaffen.
    Trotzdem erstmal... es gibt keinen Wirkungsgrad der über 100% liegt, das ist reine Rechnungsklauberei, die sich die Industrie bereits für die (Oel)-Brennwerttechnik ausgedacht hat. Dabei wird unterschieden zwischen Wirkungsgrad Brennwert und Kesselwirkungsgrad. Fälschlicherweise wird der eingesparte Kaminwärmeverlust einfach dem Wirkungsgrad zugeschlagen, weshalb es zu einem Wirkungsgrad über 100% kommen kann. Absolut wahnwitze Rechnungsweise!
    Blockheizkraftwerke gibt es in D schon in einigen Komunen, das ist nichts Neues. Dass aber jeder seinen eigenen VW-Motor im Keller betreiben soll, macht eigentlich keinen Sinn, wenn es vielleicht auch so kommen sollte. Einerseist sind grössere Anlagen einfacher zu warten, anderseits steigt mit der Grösse der Anlage der Wirkungsgrad. Und was macht man im Sommer, wenn praktisch kein Wärmebedarf existiert... Die Erzeugung des eigenen Stromes ohne den Wärmebedarf nutzen zu können, ist für einen Normalhaushalt absolut ineffizient, weil der Strom
    mindestens 3x so teuer kommt, als vom Energie-Lieferanten! Uebrigens auch Kraftwerke arbeiten mit Wärmekraftkopplung, das aber sehr effizient. Ob die Wärmekraftkopplung im Grossen nur einen Wirkungsgrad von 30% umfasst, oder ob es 10000 Kraftwerklein mit 30% sind, ist Wirkungsgradtechnisch und Rechnerisch dasselbe. Hingegen umwelttechnisch eine grössere Katastrophe, weil die von Ihnen favorisierte Mini-Blockheizkraftwerke mit Diesel oder Benzin gefüttert werden... CO2-Ausstoss und das in jedem Haushalt. Da kann man gleich bei der Brennwerttechnik bleiben und warten bis kein Oel / Gas mehr vorhanden ist. Klar Kohlekraftwerke gehören sofort abgestellt. Aus Sicht Natur, gehören wiedererneuerbare Energien (keine Solarzellen) klar in den Focus, das Verhindern von Müllverbrennung etc. etc.
    Und vielleicht rettet uns später einmal die Kernfusion, aber bis dann, deckt der Atomstrom, die Gezeitenkraftwerke und Wasseranlagen unseren Grundbedarf.

  • rain22@gmx.ch 03.02.2010

    die zukunft liegt in alternative wärmrkraftkoppelung, mit kombination wärmepumpen das gibt höchste wirkungsgrade, (grösser als 160 bis 300%) im einzelnen häuser oder wie in helsinki sauberste stadt in kalten jahreszeiten ) in kontäner für mehere häuser, (auch mehrfamilienhäuser) wo die wärme und elekterisch für wärmepumpen gebraucht werden können, das ersetzt mehr als alle atomkraftwerke zusammen, zu schauen ist das es mit pelett oder holzschnizel betrieben wird, für geo und bioanlagen muss auch die wärme und nicht nur elekterisch gebraucht werden, mit oel betriebene wärmekraftkoppelung ist zwar veraltet, ist aber noch besser als atomstrom. (im übertragene sinn, sie würden auch nicht 3 kg zucker kaufen damit sie 2 kg wegwerfen können, so ist der wirkungsgrad eines atomkraftwerkes, kohlekraftwerke ohne abnahme der wärme. so wäre ein leichtes ohne atom oder kohlekraftwerk auszukommen.

    wichtig ist das diese wärmekraftmaschienen, das sie inteligent geschaltet werden können via fernbedinung der elektrizitätswerke, die den spitzenstrom verwalten, diese können sie nur machen, wenn die wärmekraftmaschienen einen speicher haben damit der strom von den ews verwaltet werden können und längere laufzeiten haben. so werden grosse kraftwerke klein werden (ews werden manager) und kleine hauskraftwerke inteligent gesteuert gross werden,

    viele autohersteller kommen ab nächstes jahr mit kleinen wärmekraftkoppelung anlagen auf den markt, es ist mit oel und gas betrieben, meines achtens veraltet, wäre vor 20 jahren gut gewesen, aber immer noch besser als atomkraftwerke, kohlekraftwerke ohne abnahme der wärme, mit etwas mehr als 1/3 wirkungsgrad haben.

    ich bin auch nicht unbedingt für sonnenkraftwerke in afrika, ich finde gut für afrika, aber wir werden wie beim oel abhängig,
    besser alle alternativen besonders windmühlen (wasserkraftwerke sind auch schön oder unschön) in dem bergen und windige gegend, photovoltaki gezeiten und wellenkraftwerke, wasserwerke, tunelwärme usw. zu fördern.

    nicht zu vergessen isolieren der häuser, ständbi strom alle geräte ausschalten macht auch 1 atomkraftwerk weniger

    die neuen elektroautos müssen, wenn sie nicht fahren an der steckdose bleiben so das sie ein riesiger stromspeicher werden, das hat viel mehr wirkungsgrad als speicherpumpwerke.
    Rainer ebersold

  • Peter Bachmann 01.01.2010

    Tja, Politiker und mitdenken?
    Auf dem Rückflug las ich, dass die EU unsere gute alte Glühlampe verbieten will. Zu Hause angelangt, was ist kaputt: 2 Stromsparlampen, welche seit 2 Monaten nicht im Betrieb waren. Letztes Jahr musste ich nur solche "Sondermüllampen" ersetzen mitsamt den Fassungen!
    Glücklicherweise sind in Malaysia noch normale Glühlampen erhältlich! Ich werde auf meine nächste Heimreise in die Schweiz einen Koffer voll davon mitnehmen;-)

  • Joachim Wiedemann 30.12.2009

    @Peter Bachmann
    Ausbildung ist immer gut. Trotzdem hat auch Einsicht die Welt an den Punkt gebracht, den wir heute haben.
    Es geht leider nur über den Geldbeutel. Und wenn der Papa die Dauerlauf-XBox nicht mehr bezahlen kann, dann wird auch die Jungmanschaft hellhörig werden.
    Und über die EU-Vorschriften äussere ich mich nicht, denn das sind ohnehin politische Fallstricke.
    Das gleiche gilt auch für Klimagipfel, wo 15'000 'Experten' (weiss gar nicht wo die alle auf einmal herkommen) anreisen + 5000 Journis und alle warten nur auf einen Mann, der seine Weisheit am letzten Tag des Gipels mitteilt, dabei hätte er auch gleich nur eine Handvoll Regierungschefs per Handy informieren können. -lach mich tot-

  • Peter Bachmann 28.12.2009

    Einverstanden. Nur werden Konsequenzen relativ, wenn z.B. Kinder vom eigenen Handy, über Fernseher, X-Box bis Laptop alles frei verfügbar und kostenlos in ihrer Bude haben und ihnen niemand erklärt, sie mögen doch das Licht löschen, wenn sie in die Schule gehen. Oder wenn die Sekretärin nach Feierabend achtlos ihre gesamte EDV laufen lässt; -ist ja nicht mein Strom.
    Aber auch die EU erliess eine Vorschrift, wonach in den Liftkabinen rund um die Uhr Licht brennen muss...

  • Joachim Wiedemann 28.12.2009

    @Peter Bachmann

    Genau gleich wenig, wie beim Sexualunterricht funktioniet es mit dem Stromverbrauchsunterricht. Fast niemand interessiert sich dafür, solange er die Konsequenzen nicht spürt.
    Folglich funktioniert Stromsparen nur über den Preis.
    Aber das hat mit dem vorgestellten Gerät nichts zu tun, denn es ist ein Schnickschnack, der den Endverbraucher nur unnützlich Kosten verunsacht.

  • Peter Bachmann 27.12.2009

    In unserer Wohngemeinschaft stelle ich fest, dass oft achtlos Fenster oder Türen offen bleiben, man Lichter brennen lässt, den Dampfabzug vergisst, oder Fernsehschläft...
    Niemand hat gelernt, wieviel Strom es braucht, um eine Pfanne "Härdöpfel zu bloderen." Ich schätze, dass 90% der Bevölkerung keine Ahnung haben, wo in einem Haushalt wieviel Strom verbraucht, geschweige denn, wie dieser erzeugt wird. Deshalb ist auch das Energiesparen für die meisten von uns zu weit weg. Da hilft auch kein Stromspargerät, weil die Erziehung fehlt. Vielmehr sollten solche Kenntnisse vor allem der jungen Generation in einem Schulfach vermittelt werden, wie der Sexualunterricht.

  • RePao 27.11.2009

    von mir aus dürften Sie diese Daten sammeln bei mir, unter einer Bedingung: die Daten müssen auch mir kostenlos zugänglich und uneingeschränkt nutzbar sein.
    (Webinterface oÄ)
    coole Sache!

  • Joachim Wiedemann 18.11.2009

    @antonio meyer

    Es handelt sich nicht um ein Stromspargerät, konkret gibt es so etwas nicht. Das Gerät misst den Stromverbrauch und die Nutzungsgewohnheiten und kann vom Strombetreiber und anderen Berechtigten übers Internet abgefragt werden.
    Aber mit den Informationen, die dieses Gerät liefert, sollte man selber in der Lage sein, die Gewohnheiten so zu ändern, dass man Strom sparen kann.

  • antonio meyer 18.11.2009

    Wie oder Wie viel kostet mit dem Strom Spar apparat usw

  • Joachim Wiedemann 18.11.2009

    Teures Spielzeug! Die Versorger kennen heute schon den Verbrauch und auch den Netzausbau sowohl bei Leistungsverbrauchern, als auch beim Privat-Nutzer.
    Schlussendlich funktioniert das Sparen nur über den Geldbeutel und genau darauf ziehl SmartMeetering ab, indem man Messinformationen schafft. Aber ist das nicht bereits eine Bevormundung, wofür man 'seinen' Strom verbraucht?

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