Strom TV

Weniger Energie für mehr Wohlstand?

09.03.2010

Angesichts des drohenden Klimakollapses und der zur Neige gehenden fossilen Energieträger wird nach Wegen gesucht, den Energieverbrauch sowie den CO2-Ausstoss zu senken. Möglich machen soll dies die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft bzw. der 1-Tonnen-CO2-Gesellschaft. Strom TV hat Experten zu diesen zwei Ideen befragt.

Kommentare (7)
  • marbea 15.07.2010

    Unverwüstliche Natur-Menschen, die unbedingt eine 2000 Watt Gesellschaft wie zur Steinzeit haben möchten können diese jedoch dank der Gen- Technologie ohne weiteres erreichen - wenn dies unbedingt gewünscht wird (wozu?) und freiwillig sein muss ! ja,so ist es.ich habe den zweiten weltkrieg mit diversen einschränkungen bei den konsumgütern erlebt,da wurde nicht gefragt,ob uns dies passt oder nicht.auch der sich höher entwickelnde mensch wird mit viel weniger energie auskommen müssen,es sollen schon ganze nicht ausreichend flexible tierarten ausgestorben sein. die kernenergie vermag nur interimistisch einen teilbedarf zu decken und soll vor allem unsere sparanstrengungen nicht beeinträchtigen.

  • H.Scheuber 15.07.2010

    möglicher Weg zur 2-kW Gesellschaft über Genetik :

    Der "normale" Weg der Evolution der heutigen Gesellschaft kann gar nicht zur 2000 Watt Gesellschaft führen, da der Mensch innert 200 Jahren gut 20 cm grösser, kräftiger und energieverbrauchender geworden ist. Der Druck der Mode, der
    standesgemässen Umweltbedingungen (Informationstechnik, Raumbedarf,
    Roboter-Notwendigkeit, Verweichlichung, Druck der 3.Welt zur Immigration und weitere Vergrösserung und Verschwendung lässt den Energiebedarf weiter
    wachsen, so dass bald alle angereicherten Kernwaffen wieder zur Energiegewinnung abgereichert werden müssen und die Kerntechnologie aus der Kriegstechnologie hin zur Kernfusion führen muss, sodass als einzige Energiequelle nur noch Elektrisch
    bleibt - neben der stets unzuverlässigen, netzfreien Alternativ-Energie Wind und Sonne. Von Menschenhand wird kein Feuer mehr gemacht und das CO2-Klima-Problem existiert nicht mehr.
    Unverwüstliche Natur-Menschen, die unbedingt eine 2000 Watt Gesellschaft wie zur Steinzeit haben möchten können diese jedoch dank der Gen-Technologie ohne weiteres erreichen - wenn dies unbedingt gewünscht wird (wozu?) und freiwillig sein muss !
    Die Genetik zur 2000 Watt-Gesellschaft mit über 10 Mia Individuen würde zwangsmässig über Murmeltier-Chimären verlaufen, was jedoch nur in England gestattet ist. Dann hätte man nur 5 Monate Energie-Verbrauch und 7 Monate erholsamen Schlaf! Andersweitig führt kein Weg dazu, da die von der energiebenötigenden Technik unwissenden Menschen von damals, die sich stets durch Kriege dezimieren mussten nicht mehr zur Verfügung stehen.
    Aber nur so liesse sich auf das Jahr gerechnet mit 2000 Watt Leistung pro Klein-Individuum auskommen; ob dies dann ein menschenwürdiges Leben für die grosse Masse bedeutet (die viP's, die die grosse Masse gerne bei 1,9 kW leben sehen, leben sicher
    nicht so aber provitieren von den Kleinen!), ist nicht vorstellbar und nur denkbar, wenn vor lauter Energiesparen keine Evolution mehr stattfinden soll.

  • Peter Bachmann 13.03.2010

    Kürzlich erschreckte mich eine Studie über Facebook; Ich hatte mir letztes Jahr kurz ein FB-Profil zugelegt, konnte darin nichts brauchbares ausmachen und löschte das hartnäckige Dubeliprogramm wieder. Doch im Schatten der Studie stellte ich eine einfache Rechnung an: 1,8 Mio FB-Nutzer x 25 Min x etwa 35 Watt, macht 27 MWh pro Tag! Darum fordern Leute wieder Kernkraftwerke und rundum müssen Unternehmen solche unnötigen Internetseiten sperren.

  • marbea 12.03.2010

    es geht um die zentrale fragen:wieviel energie braucht der mensch,und auf welche weise stellt er diese bereit.auf uns muss beim verbrauch ein sparzwang kommen. die energielieferanten sind aber wie die verbraucher wachstumsorientierte kapitalistische gesellschaften, denen eine umsatzverminderung wider heilige grundprinzipien verstösst.historisch gesehen empfiehlt sich das studium z.b.der geschichte der brüder siemens,edison, westinhouse,alles vielfache patenttinhaber auch mit dem ziel,damit geld zu verdienen.daher tun es ihre nachfolger auch heute noch mit dem sparen so schwer.in unserer wohlstands-und anspruchgesellschaft liegt noch ein sehr grosses,mit neuer technik auszuschöpfendes brachliegendes sparpotential,die sachkundigen entscheidungsträger haben aber nur ein beschränktes interesse daran.der weggang von fossilen co2 erzeugern zum strom aus atomenergie kann nur eine vorübergehende teillösung sein, die unsere dringende forschung nach grundlegend neuen wegen nicht überflüssig macht..

  • H.Burri 11.03.2010

    @Peter Bachmann

    Als ETH-Ingenieur bin auch ich ziemlich unglücklich über den Begriff der 2000 W-Gesellschaft (der bekanntlich an der ETH "erfunden" worden ist).

    Wenn man der Bevölkerung erst erklären muss um was es genau geht so kann etwas sicher nicht stimmen. Man hat es mit einem grösseren Kommunikationsproblem zu tun.

    Also für alle: Man meint damit den totalen jährlichen Energieverbrauch eines jeden einzelnen, beispielsweise ausgedrückt in physikalischen Energieeinheiten, wie Joule, kcal, etc. (für Nahrung, Fortbewegung, Wärme, Strom, und einiges mehr). Energie wird allerdings genau genommen nie "verbraucht" sondern immer nur umgewandelt,

    Dieser "Energieverbrauch" wiederum wird dann eben ausgedrückt in 2000 W * 8760 h. Dies wären dann 17520 kWh, welche pro Jahr als "Verbrauch" von jedem von uns anzustreben sind. Ueber die 2000 W-Gesellschaft an sich will ich an dieser Stelle aber gar nicht erst diskutieren.

    Die Leitung der ETH hat sich schon vor einiger Zeit von dem Ausdruck distanziert, aber er wurde natürlich von gewissen Kreisen geradezu aufgesogen. Man bringt ihn nicht mehr aus der Welt.

    Der ETH-Präsident spricht daher davon, dass man den Begriff der "2000 W-Gesellschaft" in erster Linie als Metapher sehen soll.

    Von viel grösserer praktischer Bedeutung ist das Ziel einer Emission von 1t CO2/Kopf (heute in der Schweiz ca. 5 t CO2/Kopf). Man hat dieses viel vernünftigere und wesentlich anschaulichere Ziel nachgeschoben.

    Dazu kommt, dass man die beiden Ziele eigentlich gar nicht gleichzeitig erreichen könnte. Grund: Wenn man fossile Energieträger (und damit CO2) sinnvollerweise reduzieren will so geht dies in Zukunft primär eigentlich nur über eine enorme Substitution von Oel und Gas durch die Schlüsselenergie Strom (Beispiel. Elektrofahrzeuge der Zukunft, Wärmepumpen, etc.).

    Damit wird es in der Praxis aber enorm schwierig von der heutigen 6000 W-Gesellschaft erheblich weg zu kommen.

  • Urs Neuhaus 11.03.2010

    Diese sogenannte 2000-Watt-Gesellschaft wäre innerhalb relativ kurzer Zeit mit einer altbekannten Technologie (Steamreforming) realisierbar, wenn endlich jemand etwas Geld in die Finger nehmen würde, um dieses Verfahren grosstechnisch auf Biomasse und organische Abfallstoffe zu adaptieren und die entstehende Energie (Wasserstoff) mit Brennstoffzellen umgesetzt würde.
    http://www.bio-wasserstoff.de/h2/Effizienz/effizienz.html
    http://www.eee-info.net/cms/

  • Peter Bachmann 11.03.2010

    6000 Watt pro Jahr gibt es nicht, genausowenig wie man mit 1 Tonne CO2 etwas anfangen könnte. Es wäre an der Zeit, dass sich Fachleute endlich Gedanken machten über die richtige Verwendung physikalischer Grössen. Auch Klima- oder Temperaturerwärmung gibt es nicht, weil die Temperatur ein Teil des Klimas ist. Aber noch herrscht ja in Europa tiefer Winter. Vielleicht tauen danach ein paar Gelehrte auf. Vielleicht?

Das Abgeben von Kommentaren auf der Dialogplattform erfordert eine gültige E-Mail-Adresse.

Bitte lösen Sie die Rechenaufgabe. Diese dient uns dazu Spam-Kommentare zu verhindern.

Embed

RSSRSS Feed

Digg Mr. Wong Yahoo Facebook Google Del.icio.us