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Kernenergie und Umwelt

02.12.2009

Ist die Kernenergie gut oder schlecht für die Umwelt? Ende November suchten in Lausanne Experten an einer Veranstaltung des Nuklearforums Schweiz und der Fédération romande pour l'énergie (FRE) Antworten darauf. Mit dabei waren Antonio Hodgers (NR, Präsident Grüne Genf), Bruno Comby (Präsident Vereinigung Umweltschützer für die Kernenergie, F) und Jacques Neirynck (NR und Prof. ETH Lausanne).

Kommentare (14)
  • marbea 14.02.2010

    pit vom 6.12.

    der drehstrom ermöglicht uebertragung grosser leistung ohner die spannung zu erhoehen.deshalb habe ich ihn in usa 1963/64 vermisst.marbea

  • marbea 12.02.2010

    an pit falke betr drehstrom:wie schon anderswo geschrieben,hatte ich 1963/64 in new jersey damit zu leben,dass der in europa gebraeuchliche drehstrom nicht zur verfuegung stand fuer den betrieb von roentgengeneratoren.man konnte in kurzer zeit,die wegen der sogenannten bewegungsunschaerfe bei den roentgenaufnahmen genauso wie beim fotografieren eine rolle spielt,nur schwerlich die notwendige energie bereitstellen ohne drehstrom.die einzige moegliche loesung bestand in der erhoehug der aufnahmespannung, was wiederum den charakter der strahlung,die damit haerter wird,und damit auch den bildkontrast in unerwuenschter weise veraendert.man muss eben stets kompromissbereit und flexibel sein,daher faellt es mir heute leicht,veraenderungen im dispositiv der stromerzeugung,des transportes und der verwendung mit vermehrter anwendung von gleichstrom zu fordern.beste wuensche von marbea aus san francisco mit wechselnd sonnenschein und schon fast warmen regen bei plus 10 centigraden.

  • Pit Falke 12.02.2010

    Ist meine technische Frage vom 6. 12. 2009 in diesem Forum falsch platziert?

  • marbea 12.02.2010

    antwort an leitlein vom 14.1.Fragen sie einmal eine Institution, welche von einer gewissen Energieerzeugung abhängig ist, nach ihren Forschungsmethoden. Es wird das Ergebnis auch von der Art der Fragestellung abhängen. Wer die Antworten vorwegnehmen möchte, muss nur die Methoden entsprechend wählen, mit denen er zum gewünschten Ergebnis kommt.ich habe frueher auch feldversuche der pharmaindustrie begleitet und muss ihnen leider weitestgehend zustimmen.noch etwas: die elektrowirtschaft und elektroindustrie sind eine kapitalistische institution:immer mehr umsatz,immer mehr gewinn,immr mehr bonus.das zeigte sich schon frueh in den zahlreichen patenten der siemens brueder,eines edison,eines westinghouse.sie alle wollten die industrie mit energie beliefern und dabei etwas verdienen,was alles an sich nichts verwerfliches ist,gewinne braucht man zum blossen ueberleben und fuer die finanzierungdes fortschritt.aber leider mit dieser mentalitaet fehlt es vielleicht an der notwendigen foerderung eines sparwillens.mein schwiegervater,meine frau und ich sind uebrigens aktionaere der alpiq und sehen derzeit gar nichts unmoralisches dabei..

  • Danny John 29.01.2010

    ich kann dazu immer nur auf diese Seite verweisen: <a href="http://www.100-gute-gruende.de/">www.100-gute-gruende.de/index.xhtml</a> und diese Aktion unterstützen!

  • Leitlein 14.01.2010

    Angenommen sie fragen einen Räuber nach seinem kürzlichen Einbruch, werden sie eine ehrliche Antwort bekommen? Es hängt doch davon ab, wer fragt und mit welchen Konsequenzen zu rechnen ist.
    Fragen sie einmal eine Institution, welche von einer gewissen Energieerzeugung abhängig ist, nach ihren Forschungsmethoden. Es wird das Ergebnis auch von der Art der Fragestellung abhängen. Wer die Antworten vorwegnehmen möchte, muss nur die Methoden entsprechend wählen, mit denen er zum gewünschten Ergebnis kommt. Atomstrom besteht eben nicht nur aus der Kernspaltung, wie viele Vergleichsstudien immer wieder veröffentlichen.
    Es muss erstens der gesamte Zyklus bis in 1000 Jahren betrachtet werden und es sollte doch auch das
    alternative Potential an Ersatzmöglichkeiten für die Investitionssumme betrachtet werden.
    Diese selektiven Arrangements führen doch nur zu den bestellten Ergebnissen.

  • Pit Falke 06.12.2009

    Warum wird Elektrizität heute noch mit 3-fachem technischem Aufwand - als Drehstrom - umhertransportiert, wo doch eine 1-fache Leitung genügt?

  • Gian Schelling 05.12.2009

    Kernenergie gut für die Umwelt? Nicht, wenn wir Menschen als Teil der Umwelt begreifen, wie websites nur wenige klicks entfernt zeigen:
    - Gerichtliche Anerkennung von Krebs- und anderen Erkrankungen aufgr. Uranabbau in Deutschland: 3.000 von 10.000 Anträgen (Stand: Dez. 2008)
    - Halbwerts- also Atom-Risiko-Zeit Plutonium 239: 24.000 Jahre oder ca. 300 Generationen
    - Plutonium-Abfall eines 1300 MW-Reaktors nach 40 Jahren Betriebszeit: ca. 1200 Tonnen.
    - Plutoniummenge in Hiroshima-Bombe: 64 Kg.
    - Grösse der Tschernobyl-Sperrzone: 10.000 m2.
    - Geschätzte Tschernobyl-bedingte Krebserkrankungen in Europa bis 2065: 41.000 ) (IARC)
    - Umgesiedelte Menschen nach Tschernobyl: >400.000
    - Kosten eines zweiten Super-GAUs in Europa: Bis zu 5.400 Mrd. Euro (Prognos, Basel)

  • Pit Falke 05.12.2009

    @H. Burri
    Vielen Dank für die kompetente Antwort.

  • marbea 04.12.2009

    in oftringen liefert die kehrichtverbrennung wärme an einen verbund, heute beginnt man darüber endlichnachzudenken,bei der früheren planung der ersten akw war dies in zeiten des ueberflusses noch gar kein thema und keinen gedanken wert.,man scheute den aufwand und war dazu noch nicht "teamfähig".

  • H.Burri 04.12.2009

    @Pit Falke

    Ich war über 30Jahre im Engineering von Energieprojekten tätig.

    Sie stellen eine sehr intelligente Frage, welche meines Erachtens in der Schweiz viel zu wenig oft gestellt wird, aber wirklich von der Bevölkerung intensiv diskutiert werden müsste (beispielsweise auch im Zusammenhang mit dem Bau eines Ersatz-KKWs).

    Die Antwort darauf ist im Grunde sehr einfach, wenn auch extrem unbefriedigend. Das einzige nennenswerte und realisierte Projekt bei welchem Abwärme für die Fernwärmeversorgung von Haushalten aus einem KKW ausgekoppelt worden ist, ist REFUNA (KKW Beznau) im untern Aaretal. Bei einem solchen Projekt geht es halt nicht ohne Anschlusszwang. Dies ist der entscheidende Punkt. Vor dem Bau muss dieses Problem gelöst sein. Es gibt kein Menu a la carte. Beim Strom stellt sich diese Frage nie, bei der Fernwärme halt schon (bei uns).

    Anders ausgedrückt: Genau dieser Anschlusszwang hat dazu geführt, dass das Projekt TRANSWAAL (Auskoppelung von 2 GW Wärmeleistung !! für Fernwärme aus dem KKW Leibstadt) nie über die Phase der Grobplanung hinauskam. Mit dieser Wärmeleistung, welche kontinuierlich im Kühlturm verbraten wird könnte eine sehr grosse Menge von Haushalten versorgt werden. Die Einsparung von Heizöl wäre beträchtlich.

    Schweizer denken halt oft viel zu individuell, meine ich. Wirklich gute Gründe gegen eine Nutzung sehe ich überhaupt nicht. Heute wäre diese nicht gebaute Fernwärmeversorgung vielleicht möglich.

    Ausgekoppeöte Fernwärme aus KKWs war beispielsweise von anfang an in Schweden und in Finnland überhaupt kein Problem (auch für die Papierindustrie in Finnland). Nordländer stehen dieser Wärmequelle aus naheliegenden Gründen halt völlig positiv gegenüber.

    Von völlig unüberlegtem Denken bei uns zeugt auch die Tatsache, dass bei uns zwar oft die Rede von nutzlos vergeudeter Wärme die Rede ist, aber gleichzeitig eben doch niemand ein ausgedehntes Fernwärmenetz möchte. Eine total schizophrene Haltung wie ich meine.

    Die ausgekoppelte Wärme aus KKWs bei uns ist äusserst bescheiden. Das KKW Gösgen beliefert eine Kartonfabrik, das KKW Leibstadt ein Gewächshaus !!

  • Pit Falke 03.12.2009

    Warum verdoppelt man nicht den Wirkungsgrad von AKW's, indem man konsequent die Abwärme in ein weiträumiges Wärmeverbundsystem leitet und Konsument wie Produzent damit beglückt?

  • Kurt Köhl 03.12.2009

    Die Zukunft liegt einzig bei den erneuerbaren Energien. Kernenergie ist nicht erneuerbar und beinhaltet grosse aktuelle und zukünftige Risiken. Von den erneuerbaren Energien kann die Schweiz besonders die Wasserkraft, die Geothermie und die Sonnenenergie nutzen. Bei der Wasserkraft muss die Wirtschaft umdenken und die Mehrfachnutzung des Wassers vorantreiben, d.h. Pumpspeicherwerke erstellen. Hier liegt noch ein grosses Potential für wertvolle Spitzenenergie auf die ganz Europa wartet..

  • marbea 03.12.2009

    kernenergie produziert kein co2,aber die radioaktiven erze werden bald auch zur mangelware und die abfälle zum permanentem aergernis.das wärmegleichgewicht zwischen erde und weltall wird durch die freisetzung von jeder art von energie aus früheren epochen der erdgeschichte jetzt gestört, klimaveränderungen werden deswegen schon seit über 100 jahren vorausgesehen, jetzt sind sie unübersehbar und auch annäherungsweise m it mathematischen modellen aus der experimentalphysik berechenbar. vordringlich sind die optimierung von transport und verbrauch von wärme und elektrizität,das mittelalter in der elektrotechnik der früheren grossen pioniere muss jetzt endlich ausgeläutet und mit neuen konzepten ersetzt werden.

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