Strom TV

Was ist Band- und Spitzenenergie?

05.01.2010

Für eine reibungslose Stromversorgung unseres Landes braucht es ein ausgeglichenes Stromnetz. Um dies zu erreichen wird sogenannte Band- und Spitzenenergie eingesetzt. Jörg Aeberhard, Leiter hydraulische Produktion bei Alpiq erklärt auf Strom TV, wann jeweils welche Energie zum Einsatz kommt und welche Kraftwerke welche Energie liefern können.

Kommentare (8)
  • Einstein 20.01.2010

    Im Ausland erlebten wir, dass Strom nur während ein paar Stunden im Tag verfügbar ist. Hier wird dies noch durch Lastabwurf über Netzkommando verhindert.
    Um jedoch auch grössere Strompannen wie "Lothar" zu überbrücken, baute ich in unserer Alters-WG eine USV ein, welche z.B. die Kühlgeräte versorgt. Zudem sind auf jedem Stock orange Steckdosen (Sondernetz) installiert, wo im Notfall wichtige Geräte angesteckt werden können. Auch die PV-Anlage kann bei Netzausfall DC-seitig zugeschaltet werden. Bleibt zu hoffen, dass in naher Zukunft die Bleibatterien durch moderne Speicher ersetzt werden können.

  • Peter Bachmann 11.01.2010

    Um beim heute funktionierenden Stromversorgungsnetz zu bleiben: Für die stationäre, kurzzeitige Überbrückung von Stromausfällen wie z.B. eines Computers mag eine Akkubestückte USV von einigen hundert Watt nochgerade gut sein. Doch schon die Speicherung im kWh-Bereich bringt unverhältnismässige Kosten und Gewicht mit sich.
    Solch schwere Energiepakete mobil mit sich herumzuschleppen liegt noch jenseits aller Vernunft. Darüber hinaus spricht man bei Kraftwerken von Gigawattstunden und Drehstrom.

  • Benedikt Jorns 11.01.2010

    ... Die Rechtschreibeprüfung meines PC scheint doch noch nicht ganz meine Erwartungen zu erfüllen.

  • Benedikt Jorns 11.01.2010

    @ Peter Bachmann

    Und plötzlich geht es schneller, als man denkt …

    Meine erste Meinung über Computer musste ich z.B. nach wenigen Jahren gründlich revidieren. Bei den Elektroautos sind offenbar heute wesentlich leistungsfähigere Lithium-Ionen-Batterien verfügbar und man erwartet offenbar schon in den kommenden Jahren weitere Verbesserungen. Ihr Preis scheint zwar noch etwas hoch zu sein. Um Marktanteile zu gewinnen, wird man jedoch alles versuchen, für den Kunden finanziell tragbare Übergangslösungen zu finden. Zudem rechnen die Automobilhersteller mit umweltbewussten Kunden, welche davon überzeugt sind, der notwendige Strom könne mit sehr kleiner CO2-Belasung produziert werden.

    Hier nur ein Beispiel unter vielen: Ende 2010 erfolgt die Markteinführung des i MiEV von Mitsubishi in der Schweiz. Besichtigen kann man ihn schon im März beim Automobilsalon von Genf. Reichweite: 144 km, Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h, starke Beschleunigung, Ladezeit: 7 Stunden (200V, 15A), Schnellladung an der „Tankstelle“ möglich (ca. 30 Minuten), Lithium-Ionen-Batterie (88 Zellen, Gewicht ca. 160kg), gemäss Hersteller tiefe Unterhaltskosten.

    Ich bin selber gespannt, ob sich die Sicht der Sicht der Automobilhersteller und vieler Experten bestätigen wird.

  • Peter Bachmann 11.01.2010

    Seit der Solarmobil-WM 1990 in Australien finde ich Elektromobile eine Utopie und tatsächlich ist noch heute, 20 Jahre später kein wirklich brauchbares Fahrzeug erhältlich. (Das Beste, der EV1 wurde 2006 von GM eingestampft!?) Daran ändern auch Hybrids nichts. Dass unser Stromnetz dereinst interaktiv mit E-Mobilen kommuniziert werde ich nicht mehr erleben. Jede Speicherung von Strom ist leider unwirtschaftlich. Der Wirkungsgrad eines Stromaustausches mit Akkus liegt schätzungsweise unter 0,5%. Anstrengungen müssen deshalb in Richtung Produktion = Verbrauch gehen.

  • Benedikt Jorns 10.01.2010

    Mit den aufkommenden Akkus (z.B. in Elektrofahrzeugen) werden in Zukunft die tageszeitlichen Schwankungen im Stromverbrauch kein Problem mehr sein. Die Preisschwankungen im Tagesablauf werden deutlich kleiner. Hingegen wird mit dem zu erwartenden grossen Zuwachs von leistungsfähigen Windkraftanlagen (besonders Offshore) der heute schon zu beobachtende Stromüberschuss bei grossen Luftdruckunterschieden in Europa noch stark anwachsen. Die über Tage oder sogar Wochen dauernde Überproduktion wird ein entsprechend langes Absinken des Strompreises mit sich bringen. Dies wird wiederum der finanzielle Anreiz sein, die überschüssige Energie mit geeigneten Anlagen (z.B. Stauseen) zu speichern.

  • Urs Wittwer 08.01.2010

    Die Verantwortlichen bei Alpiq scheinen technisch nicht up-to-date zu sein, wenn sie die Unregelmässigkeit regenerativer Energiequellen immer noch als Problem betrachten. Mit einem regenerativen Kombikraftwerk kann der Ableich von Strombedarf und -produktion genauso sicher geregelt werden, wie mit einem Grosskraftwerk, bzw. noch sicherer, da der Ausfall einzelner Kraftwerkkomponenten in einem dezentralisierten und diversivizierten Verbund ungleich geringere Konsequenzen hat, als der Ausfall eines Grosskraftwerkes. Mein Tipp: www.kombikraftwerk.de besuchen und lernen! Und sich den Kommentar von Peter Bachmann bezüglich Smart Grids zu Herzen nehmen. Vielleicht geht dann auch Alpiq endlich ein erneuerbares Licht auf.

  • Peter Bachmann 07.01.2010

    Da Strom nicht beliebig speicherbar ist, muss der Verbrauch entsprechend gesteuert werden. Dies geschieht im Haushalt z.B. indem Leistungen ab- oder zugeschaltet werden. Das muss jedoch nicht beim Elektroboiler enden, sondern könnte durchaus auch andere Verbraucher betreffen wie z.B. Gefrier- und Kühlgeräte.
    In Gewerbe und Industrie sind diese Kontingente noch ungleich höher, aber die Netzbetreiber halten solche Anstrengungen unter dem plombierten Deckel.
    Dabei ist die Infrastruktur mit hochenergetischen Netzkommandoanlagen durchaus vorhanden. Geeignete Empfänger könnten dem Stromkunden zugänglich gemacht werden, so wie man im Laden Steckerschaltuhren kauft.
    Es ist zu hoffen, dass der von der ETH entwickelte Hochvolt-Chip endlich seinen Weg in die Elektrowirtschaft findet.

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