Welche Energien schonen das Klima wirklich?
Die Weltgemeinschaft rang am diesjährigen UN-Klimagipfel einmal mehr um das Klima. Wegen ihrer sehr guten Treibhausgasbilanz bezeichnet der Weltklimarat der UNO die Kernenergie – zusammen mit den erneuerbaren Energien - ausdrücklich als eine Schlüsseltechnologie zur Linderung des Klimaproblems.
Heute ist die Stromproduktion in der Schweiz mit fast 60 Prozent Wasserkraft (CO2-Ausstoss: 4 Gramm/kWh Strom) und 40 Prozent Kernenergie (8 Gramm/kWh Strom) nahezu CO2-frei und somit zukunftsweisend für die Klimapolitik.
Mit der vermehrten Einführung von Windenergie (17 Gramm CO2/kWh) und Sonnenenergie/Photovoltaik (78 Gramm CO2/kWh) wir der CO2-Ausstoss in der Schweiz aber langfristig eher zu- als abnehmen. Ist das mit den Klimazielen des Bundes vereinbar?



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Willi Höhener 22.12.2009
Ausstieg aus dem Atomstrom = Erhöhung des CO2 Ausstosses
Wollt ihr der Umwelt wirklich grossen Schaden zufügen?
Wer etwas von Energiegewinnung und Energieverbrauch versteht und zur Umwelt sorge tragen möchte kann im heutigen Zeitpunkt niemals gegen den Ersatz der heutigen AKWs sein. Es ist nach wie vor, neben der Wasserkraft, die umweltfreundlichste Energie, die in grossen Mengen erzeugt werden kann. Um Stromlücken zu füllen sind Gas- und Kohlenkraftwerke ganz sicher keine Alternative. Solarenergie ist sehr teuer (ca. 4x so teuer wie Atomstrom) und nur an wenigen Std. pro Tag und nicht alle Tage mit einem guten Wirkungsgrad verfügbar. Für ca. 5’000 GWh pro Jahr (1/5 der heutigen KKW) kann der Ausgleich zwischen Solarstrom-Produktion und Verbrauch mit den bestehenden Wasserkraftwerken (Pumpspeicher- und Flusslaufwerke) ausgeglichen werden. Möchten Sie eines der geplanten neuen AKW durch Solarstrom ersetzen benötigen sie Solarinstallationen im Betrag von ca. 30 – 45 Milliarden SF (AKW incl. Entsorgung der Abfälle ca. 8 Milliarden SF.) Zudem benötigen sie noch ca. 6 – 10 Pumpspeicherwerke wie das Grimselwerk für den Ausgleich von der Produktion zum Verbrauch. Die Betriebskosten dieser Speicherwerke belaufen sich auf ca. 60 Rp/kWh. Somit beträgt dann der kWh Preis von Solarstrom ca. Fr. 1.10. Ganz ehrlich, sind die „Grünen“ bereit diesen Preis zu bezahlen. Einspeisevergütungen vermögen die hohen Erzeugungskosten nicht zu reduzieren sie belasten nur die Steuerzahler oder die Wirtschaft mit hohen Abgaben. Wo wollen sie die Pumpspeicherwerke erstellen?
Wir sollten Heizöl einsparen. Wir sollten so viel wie möglich Elektroautos einsetzen. Das gibt einen Mehrbedarf von Elektrizität. Beispiel: Der Ersatz von 50 % Erdöl zu Heizzwecken durch Wärmepumpen benötigt ca. 10 – 12'000 GWh was wiederum der Leistung eines neuen KKW entspricht. Der Ersatz von 20% der Autos durch Elektroautos benötigen ein zusätzliches AKW. Die Förderung von Solar- und Windenergie ist absolut vernünftig. Wenn wir erreichen dass wir den Mehrbedarf an Elektrizität in den nächsten Jahren durch Alternativenergien decken können dürfen wir sehr zufrieden sein. Für Windkraftanlagen ist die Schweiz weitgehend ungeeignet da die Windverhältnisse nur an ganz wenigen Orten optimal sind.
Sprüche von Energieeinsparungen durch den Ersatz der Glühlampen oder den Ersatz von alten Wäschetrocknern durch Wärmepumpentrockner sind leider weitgehende Lügen und sind nur dazu da um das Volk zu blenden. Dieser Ersatz verringert zwar den Stromverbrauch, erhöht jedoch in sehr vielen Fällen den CO2 Ausstoss da die Verlustenergie, um die Raumtemperatur zu behalten, durch die herkömmliche Ölheizung erzeugt werden muss.
Also, zusammenfassend: Nur wer zu Gutgläubig ist und selber nicht rechnen kann wird gegen die Erneuerung der AKW und damit zum Ausstieg aus der Kernkraft sein. Oder können sie mich eines bessern belehren, mit klaren Fakten nicht mit Illusionen. Das konnte bis heute keiner der noch so klugen „SP und Grünen“.
Freundlich grüsst:
Willi Höhener
François Gaydou 22.12.2009
Für mich als Anhänger der Kernenergie sind Ihre Argumente schlagend richtig. Nur bin ich davon überzeugt, dass Sie damit keinen einzigen Kernenergiegegner umstimmen werden. Diese Leute sind häufig fachlich ausserstande Sicherheit, Nutzen und Notwendigkeit der Kernenergie zu beurteilen. Sie haben gehört oder gelesen, dass ein Kernreaktor ungeheuer riskant und die Entsorgung der Abfälle ungelöst ist und damit basta. Wenn Sie nüchterne Fakten und Zahlen vorbringen, dann ist es wie wenn Sie einem gehörlosen und blinden Menschen einen Vortrag über das Thema halten. Diese Leute bringen mich in Verzweiflung. Obwohl ich schon alt bin, mache ich mich schwere Sorgen über meine Zukunft und die Zukunft der Menschen überhaupt. Wie wollen wir eine steigende Zahl von Menschen ernähren und ihnen ein dezentes Leben ermöglichen wenn der Bau von Kernkraftwerken politisch sabotiert wird und die Verwendung von Gen modifizierten Pflanzen gesetzlich verboten ist? Haben die Leute noch nie davon gehört, dass die Erdölreserven langsam und sicher zur Neige gehen und dass der Kohlevorrat auch nicht unendlich ist? Wir betreiben einen ungeheueren Raubbau an den Grundstoffen dieser Erde, vor allem ist der Metallverbrauch viel zu hoch. Wir wollen Elektroautos verwenden. Schön. Haben wir soviel Lithium für die Batterien? Haben die Leute noch nie von den Grenzen des Wachstums gehört? Soll die Zahl der Menschen durch Energiemangel, erschöpften Metallreserven und verbotenen Gen manipulierten Pflanzen wegen Hunger und Kälte auf den hundertsten Teil reduziert werden und der Rest ein Leben wie in der Steinzeit führen?
Für solche Argumente sind Kernenergiegegner wie gesagt taub und blind. Am ehesten kommt man ihnen bei, wenn man auf die wohlige elektrisch erzeugte Wärme hinweist, wenn man darauf hindeutet wie schön es ist eine Birne nach Sonnenuntergang einzuschalten (wenn die Photovoltaik keinen Strom liefert) und auf die Möglichkeit warm zu duschen und zu kochen wenn der Wind gerade still steht. So ähnlich wirbt eine grosse Schweizerische Elektrizitätsgesellschaft. Man muss eben das Gefühl ansprechen und nicht den Verstand. Der ist vielfach nicht vorhanden.
Guntram Rehsche 22.12.2009
Was machen wir denn, wenn die AKW's auch nicht mehr können, wie sie sollten (wie jetzt gerade in Frankreich)? Und schon mal was von der Kombination von verschiedenen Erneuerbaren Energien gehört, die sehr wohl in der Lage ist, zu allen Zeiten genügend Energie zur Verfügung zu stellen? In Deutschland und Österreich finden sich bereits schlagende Beispiele, täglich werden es mehr. Aber wer einmal AKW im Kopf hat, hat offenbar immer AKW im Kopf, auch wenn er nicht mit Blind- und Taubheit geschlagen ist.
H.Burri 23.12.2009
Herr Rehsche
Ist meine Erinnerung richtig, dass Sie Journalist sind ? Falls dem so ist frage ich mich nämlich erst einmal über wieviel technisches Wissen Sie verfügen. Können sie mir sagen warum sich heute so viele bemüssigt fühlen relativ komplexe Aspekte der Energie- und Stromversorgung (erst noch in Kurzbeiträgen) diskutieren zu wollen von denen sie aber in den meisten Fällen praktisch keine Ahnung haben oder aber über völlig falsche Vorstellungen verfügen ? Es sind einfach nur Meinungen.
Energiepolitik ist keine Ersatzreligion, wo jeder seinen eigenen, meist unerfüllbaren, Hoffnungen und Träumen nachhangen kann. Es geht auch um eine Menge technischer Fakten und um unverrückbare Randbedingungen, um die man nicht herum kommt und welche daher berücksichtigt werden müssen.
Von irgendwelchen Kombinationen von verschiedenen erneuerbaren Energien ist leicht zu reden. Werden Sie bitte um einiges deutlicher für die Leser in diesem Forum. Dann könnte man weiter sehen und Ihre Meinung diskutieren .Mit solchen sehr allgemein gehaltenen Aussagen kommt man hier aber nicht weiter. Reden Sie von „smart grids“ ? Sind Sie ein Anhänger der Philosophie „small is beautiful“ ? Wollen wir in jedem Wohnblock ein BHK installieren ?
Es geht auf einer praktischen Ebene nicht um KKWs alleine, wie Sie meinen, sondern um den sinnvollen Einsatz aller verfügbaren bzw. bei uns erprobten Energieträger, wobei immer alle Faktoren eine Rolle spielen, ökologische wie auch ökonomische. Die Verfolgung ausschliesslich grüner Ideologien auf der Basis eines enorm gesteigerten Einsatzes neuer erneuerbarer Energien wird wenig bringen. Schon in erster Linie deshalb nicht weil diese gerade in der Schweiz über ein relativ geringes Substitutionspotenzial beim Strom verfügen, sowohl mengenmässig wie auch mit der Absicht CO2-Emissionen beträchtlich zu reduzieren. So erreichen wir vorgegebene Klimaziele (20/20/20) mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht. Dafür bieten sich in erster Priorität CO2-Reduktionen beim Wärmeverbrauch (Gebäude) und beim Verkehr an. Auch dafür brauchen wir schliesslich wiederum viel Strom.
Vielleicht müsste man Sie auch darüber aufklären, dass es mit Ausnahme von Norwegen kein anderes Land in Europa gibt, welches seit Jahrzehnten über einen derart umweltfreundlichen Strommix verfügt wie die Schweiz. Besser geht es eigentlich gar nicht.
Die CO2-Bilanz unserer Stromproduktion ist so gut, dass sie durch neue erneuerbare Energien - in erster Linie durch PV - praktisch nur verschlechtert werden kann. Dies mag für viele unglaublich tönen, ist aber so. Ich verweise auf die oben stehende Grafik (auf kWh bezogene CO2-Emissionen der wichtigsten Energieträger). Dies ist aus meiner langen Erfahrung mit Sicherheit die am meisten unterdrückte Wahrheit in der Energiediskussion bei uns. Kann sie nicht unterdrückt werden so werden solche Werte eben erfahrungsgemäss masslos manipuliert und für eigene Ziele entsprechend gnadenlos zurecht gebogen. Deren Reihenfolge bezüglich Umweltfreundlichkeit ist aber wissenschaftlich erwiesen und belastbar. Diese Tatsache müsste die Bevölkerung im Rahmen der Klimadiskussionen endlich begreifen.
Fazit: Es besteht ein riesiger Unterschied zwischen der Situation in Deutschland und der in der Schweiz. In Deutschland kann man mit PV die enormen CO2-Emissionen des dortigen Strommix von etwa 650 g/kWh (!) mit dem Einsatz von PV eindeutig reduzieren. Bei uns geht dies bei einem entsprechenden Wert von ca. 19 g/kWh logischerweise eben nicht. Im übrigen hat es Deutschland in etwa 20 Jahren und mit dem Einsatz staatlicher Mittel in der Grössenordnung von etwa 30 Milliarden Euros (!) noch immer nicht geschafft mit PV auch nur 1% des gesamten Strombedarfs zu decken. Soviel zum Mengenpotenzial. Wenn dies kein kolossaler Flop ist. Wollen wir wirklich diesen kapitalen Fehler der Deutschen bei uns wiederholen ?
Warum also will man in Zukunft Unsummen in PV (vor allem durch EFH-Besitzer) und Windkraftanlagen investieren ? Zudem eignen sich beide Energieträger auch aus rein klimatischer Sicht bekanntlich nicht besonders bei uns.
Guntram Rehsche 23.12.2009
Herr Burri
Sehr sehr viele Worte für wenig Gehalt, ausser dass Sie den persönlichen Frontalangriff pflegen.
Auf die AKW-Versorgungsprobleme, jetzt grad aktuell in Frankreich, gehen Sie trotz Ihres langen Geschwurbels mit keinem Wort ein. Da fehlen die Argumente offenbar vollends.
Gemeinden wie Güssing in Österreich und Dardesheim in Deutschland haben innert weniger Jahre den völligen Umstieg auf EE geschafft in einer Kombination von Biomasse, Wind- und Solarkraft. Wir hätten Wasserkraft als hervorragende Voraussetzung für einen solchen Schritt. München ist daran, auch als Grossstadt voll auf EE umzusteigen.
Das von Ihnen angeführte Norwegen finde ich ja ein tolles Beispiel - denn in Norwegen gibt es gar kein AKW! Darüber müsste man wohl Sie mal aufklären. Und dann auch noch darüber, dass Deutschland vor kurzem für die PV-Produktion die 1-Prozent-Schwelle erreicht hat, in Bayern und Baden-Würtemberg sind es bereits zwischen 2 und 4 Prozent. Und so weiter.
Es bedarf weniger Fakten, um Ihr ellenlanges Primborium auf den Boden der Realtiäten runter zu holen, die Ihnen als 30jährigem Experten wohl längst abhanden gekommen ist.
H.Burri 23.12.2009
Herr Rehsche
Ich wusste, dass ich von Ihnen solche Antworten erhalten würde. Daran habe ich mich längst gewöhnt. Auf die von mir erwähnten Fakten sind sie mit keinem Wort eingegangen. Offenbar ist auch Ihnen klar, dass die Schweiz (ganz im Gegensatz zu Deutschland !) mit PV und Wind ihre CO2-Bilanz nur verschlechtern könnte. Dies war eigentlich das vorgegebene Thema, falls Sie richtig hingeschaut haben. Fällt dies bei Ihnen auch noch unter Geschwurbel ??
Wenn ich eine derartige Reaktion erhalte, dann weiss ich, dass ich bestimmt richtig gelegen habe mit meinen Argumenten. Sie fallen halt einfach unter die Kategorie von Leuten wie sie Herr Gaydou hier beschrieben hat..
Ich rede von ganzen Volkswirtschaften, nicht von irgendwelchen Kaffs, welche irgendwelche Steckenpferde mit neuen erneuerbaren Energien reiten.
Habe ich im übrigen mit einem einzigen Wort ein KKW in Norwegen erwähnt ?? Ich sprach vom dortigen hervorragenden Strommix wie ihn auch die Schweiz aufweist. Fast nur Wasserkraft in Norwegen plus ein wenig Oel. Genauer hinschauen müsste man.
Benedikt Jorns 23.12.2009
Lieber Geschwurbel Primborium
Ich schätze Atomkraftwerkgegner sehr. Sie haben nicht nur den Bau von Atomkraftwerken verhindert oder versucht, sie zu verhindern, sie sind auch engagierte Förderer der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Wahrscheinlich wäre ohne sie die Nutzung der Wind- und Solarenergie nicht soweit fortgeschritten. Es werden Minergie-Häuser gebaut und Apparate mit weniger Stromverbrauch propagiert. Auch die Entwickler und die Nutzer der Nuklear-Technologie sind gefordert. Bestehende Kernkraftwerke wurden nachträglich mit zusätzlichen Sicherheitsausrüstungen versehen. Genau definierte Sicherheitskriterien müssen erfüllt sein, damit ein neuer Kernkraftwerk-Typ einer höher bewerteten Generation zugeteilt werden kann. Die Verbreitung von Nuklearwaffen durch die friedliche Nutzung der Kernenergie (= Proliferation) wird dank dem Atomsperrvertrag verhindert und durch die Internationale Energie-Agentur (IEA) nach deren Vorgaben kontrolliert.
Natürlich begegnet man in Diskussionen auch immer wieder Personen, welche ein Erlebnis oder eine Begegnung hatten, das sie zu „Atomkraft? Nein Danke“–Kämpfer gemacht hat. Seither sehen sie unbewusst selektiv nur Argumente gegen AKW. Diese haben sie stets griffbereit und sie versuchen damit, anders Denkende auf ihr gewähltes Thema zu fokussieren. Die tieferen Zusammenhänge erkennen sie zwar nicht, doch wenn sie einmal aufs Glatteis geraten sollten, verstehen sie es ausgezeichnet, die Diskussion wieder in eine andere Richtung zu lenken.
Zum Glück gehören Sie, lieber Geschwurbel Primborium, zur ersten Gruppe. Den andern gelingt es ja offensichtlich nie, jemand anderen als sich selbst zu überzeugen!
Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten.
Peter Bachmann 07.04.2010
Ja, weniger ist mehr! Anstatt grosse Worte sollten Taten folgen, aber das hatten wir ja alles schon. Der künftige Strommix muss alle Produktionsformen enthalten. Wir tun gut daran die Abhängigkeit vom Ausland mit Erneuerbaren zu ersetzen.
Gleichzeitig könnte aber auch auf der Verbraucherseite noch einiges geschehen, vorab in der Bildung. Damit schon Kinder lernen, was es braucht um 1 kWh zu erzeugen. Der gestiegene Strompreis tut sein übriges, dann lohnen sich ein neues Speicherkraftwerk, Wind und PV automatisch.
H.Burri 23.12.2009
Herr Gaydou
Mit über 30 Jahren Erfahrung in der Energiebranche habe ich Ihren Worten nichts beizufügen.
Ich pflichte Ihnen voll bei in Ihren Beurteilungen.
marbea 23.12.2009
herr gaydou und ihren deklarierten anhängern möchte ich antworten:als naturwissenschafter,nicht als politiker,bin ich gegen akw,aber nicht fanatisch,an sich diskussionsbereit. der u.a. mit akw ermöglichte grosse energieverbrauch bringt energie aus der zeit des urknall in die gegenwart und stört nachhaltig die bilanz zwischen erde und weltall,lokale temperaturerhöhungen mit bekannten folgen sind unvermeidbar,wenn diese durchaus auch noch andere ursachen haben mögen.die akw können nur ein behelf für eine zwischenphase sein.woher nehmen sie übrigens übermorgen die benötigten radioaktiven erze? es stellt sich keineswegs nur die bekannte frage der endlagerung,sondern später auch der beschaffung.niemand darf in wirklichkeit ihren optimismus für die kernkraftwerke teilen,wenn sie auch so gut wie kein co2 produzieren.auch das kleinere uebel bleibt ein uebel.intelligentes sparen beim energieverbrauch ohne allzusehr zu leiden durch neue konzepte heisst jetzt die devise.unsere wohlgemeinten investitionen für akw und hochspannungsleitungen werden spätestens unseren ururenkeln nichts mehr nützen,sondern schaden.
Wolf Beat 06.01.2010
Guten Tag Herr Höhner
Nicht gerade zeitgemäss und auch viele falsche Zahlen. Wir sind stolz, unsere Mitarbeiterzahl laufend zu erhöhen. Lokal. Atomkraftwerke bringen uns keine Arbeitsplätze.
Waren Sie schon einmal in Gebieten, in denen Uran abgebaut wurde? Ich schon und bin daher überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein.
Wenn Sie ein Dach haben, schicken Sie mir b,tte die Pläne. Wir werden Ihnen ein schönes Projekt planen. Sie werden Ihre Freude daran haben, dies garantieren wir Ihnen.
www.alectron.ch
H.Burri 06.01.2010
@Beat Wolf
Ich weiss wirklich nicht welche Zahlen von Herr Höhener falsch falsch sein sollten. Dies müssten Sie vielleicht im Detail zu erklären versuchen. Im Gegenteil, die Zahlen sind für PV noch viel zu gut.
Ihre Firma profitiert vielleicht vom herrschenden totalen hype. Ich mag Ihnen und Ihrer Firma dies gönnen. Volkswirtschaftlich fällt dies aber ganz sicher nicht ins Gewicht.
Wenn man nämlich auf unseren Dächern (mehrheitlich durch EFH-Besitzer) nicht grundlastfähige PV-Anlagen im Betrag von total rund 90 Milliarden hinstellen müsste um einmal die gleiche Menge Strom wie beispielsweise im KKW Leibstadt zu erzeugen so kann doch fundamental gesehen etwas überhaupt nicht mehr stimmen. Ich würde sagen, dass sich ein moderner Staat eine solche Situation doch überhaupt nicht leisten kann. Der Konsum der privaten Haushalte würde angesichts solcher Investitionen schlicht darunter leiden und womöglich würden dann pro saldo viel eher Arbeitsplätze vernichtet werden als neue geschaffen. Will man dies wirklich herausfinden ?
Ich gehe jede Wette ein, dass es sich als reine Augenwischerei entpuppen wird wenn der Präsident der SP Schweiz, Herr Levrat, behauptet im Bereich der neuen erneuerbaren Energien rund 100´000 neue Arbeitsplätze bei uns zu schaffen. Merke: im nächsten Jahr sind Parlamentswahlen. Dies ist eindeutig bereits Wahlkampfgefasel. Wer das glaubt ist wirklich selbst schuld.
Zu schlechter letzt: PV im oben erwähnten Ausmass würde die Schweiz nicht nur rund 10 mal mehr kosten, was für sich allein schon katastrophal wäre, sondern würde der Welt auch noch rund 5 mal mehr CO2 bescheren als dies bei einem neuen KKW der Fall wäre.
Wollen wir wirklich den von Deutschland eingeschlagenen falschen Weg bei uns kopieren und enorme Summen sinn- und praktisch wirkungslos verpuffen ? Noch ist es Zeit bei uns solchen totalen Unsinn zu stoppen. Ich gehe davon aus, dass Deutschland dies - wenn auch viel zu spät - auch noch merken wird.
PS. Auch KKWs schaffen lokal und regional neue Arbeitsplätze. Sie müssten sich nur die Mühe machen in deren Umgebung nachzufragen. Erfahrung ist vorhanden. Man sollte endlich aufhören solche nachweislich falschen Aussagen zu machen.
marbea 12.02.2010
ich habe weiter oben dargelegt,dass die zahlen des einsenders hoehener absolut unzulaessig sind.
Urs Felix 10.01.2010
Wir dürfen nicht nur immer auf den CO2-Ausstoss schauen, wenn wir an die Umweltverträglichkeit und die Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen denken.
Wenn wir mehr Atomkraftwerke bauen und betreiben, hinterlassen wir unseren Kindern und Enkeln zwar weniger CO2 in der Atmosphäre, dafür aber viele Tausend Tonnen stark radioaktiven Müll, der für sehr lange Zeut hoch gefährlich ist.
Und selbstverständlich sind Sonne und Wind nahezu CO2-freie Methoden der Stromerzeugung! Übrigens trägt auch der Dampf aus den Kühltürmen der AKWs zum Treibhauseffekt und zur Erderwärmung bei, das wird oft "vergessen".
Dieter Büchle 01.05.2010
Dass Wasserdampf ein "Klimagas" ist, ist zwar einigermassen unbekannt, aber trotzdem richtig. Es ist sogar das mit grösstem Abstand relevanteste Klimagas.
Angesichts der Ozeane (aus Wasser), die 2/3 der Erdoberfläche einnehmen und aus denen jede Stunde Milliarden von Tonnen Wasserdampf in die Atmosphäre verdampfen, sind die Dampffahnen von Kühltürmen nun wirklich Peanuts, die man getrost "vergessen" kann.
Das Argument haut auch nicht besonders gut hin, weil Wasserdampf in der Atmosphäre gelegentlich wieder mal abregnet. Insofern ist der von Menschen erzeugte Wasserdampf völlig irrelevant. Global betrachtet jedenfalls.
Das Kühlturmdampf/Klimaerwärmungs-Argument halte ich, sagen wir mal, nicht für besonders brillant.
Lucas Wyrsch 02.05.2010
Guten Abend Dieter Büchle
Was machen Sie mit dem Schmetterlingseffekt?
Man bezeichnet den Schmetterlingseffekt, als einen, Effekt, der in komplexen, dynamischen Systemen eine große Empfindlichkeit auf kleine Abweichungen in den Anfangsbedingungen besteht.
Geringfügig veränderte Anfangsbedingungen können im langfristigen Verlauf zu einer völlig anderen Entwicklung führen.
Die Bezeichnung Schmetterlingseffekt stammt von einer bildhaften Veranschaulichung dieses Effekts von Edward N. Lorenz am Beispiel des Wetters:
“Predictability: Does the flap of a butterfly's wings in Brazil set off a tornado in Texas?” („Vorhersagbarkeit: Kann der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in Texas auslösen?“)
Gruss
Lucas Wyrsch
marbea 02.05.2010
das aergernis am kühlturm ist für mich nicht der entwichene wasserdampf und der einfluss als solcher aufs klima,diese fahne kann zwar den nachbarn zeitweise schatten auf ihrer liegenschaft bescheren,sondern in der energiebilanz.quizfrage:wieviell energie aus der ursprünglichen kernreaktion kommt schliesslich zum gerät des verbrauchers,wieviel steigt vorher in den himmel als dampf,als wärme aus den uebertragungsleitungen und weiterem dazwischen geschaltetem spielzeug???
marbea 31.05.2010
meine familie ist zwar aktionär bei der alpiq,aber wir leisten uns dennoch eine eigene meinung.die kernenergie hat zwar auch einen miserablen gesamtwirkungsgrad,es geht mehr wärme in die umwelt als energie bis zum letzten stromverbraucher. wenn man beim auto den zündschlüssel dreht,geht mehr energie aus dem kühler und im abgas als wärme in die umwelt als in die räder zum fahren.lernte ich schon vor über 6o jahren in der mittelschule. dennoch dürfen wir den dampf der akw,sofern er nicht die nachbarn im garten beschattet oder den lebensraum der fische et al ungebührlich erwärmt,in der gesamten energiebilanz der klimatologie im verglkeich zur sonneinstrahlung als geringfügig getrost vergessen.
H.Burri 31.05.2010
@Urs Felix
Der Irrglaube, dass Photovoltaik und Windenergie nahezu CO2-frei sind scheint sich in den Köpfen ihrer Befürworter definitiv festgesetzt zu haben und ist trotz aller Aufklärung offenbar nicht mehr aus der Welt zu schaffen.
Der überwiegende Teil der Bevölkerung scheint noch nie etwas von Life Cyle Daten der diversen Energieträger gehört zu haben.
Auch wenn die wissenschaftlichen Daten etwas variieren: Windenergie erzeugt rund 4 mal mehr, Photovoltaik rund 14 mal mehr CO2-Emissionen pro produzierte kWh (g CO2/kWh) als Wasserkraft bzw. Kernenergie.
Noch weniger bekannt ist der enorm viel höhere spezifische Ressourcenverbrauch der neuen erneuerbaren Energien in g/kWh ( für Stahl, Kupfer, etc.) Solche Daten stehen in der Datenbank der Ecoinvent für jedermann zur Verfügung.
Im übrigen ist der vom Gesetz her geforderte Nachweis erbracht worden, dass auch in der Schweiz hochaktive Abfälle sicher endgelagert werden können.
marbea 31.05.2010
Auch wenn die wissenschaftlichen Daten etwas variieren: Windenergie erzeugt rund 4 mal mehr, Photovoltaik rund 14 mal mehr CO2-Emissionen pro produzierte kWh (g CO2/kWh) als Wasserkraft bzw. Kernenergie.die leser würden sich gewiss freuen,diese berechnungen einlässlich und lückenlos vorgelegt zu bekommen.
H.Burri 31.05.2010
@Marbea
Nein, ich glaube überhaupt nicht, dass die Leser sich darüber freuen würden. Es gibt auch heute noch Fakten aus verlässlichen Quellen. Wo käme man denn hin, wenn man jedes Mal alles im Detail ausbreiten müsste.
Die Datenbank der Ecoinvent ist eine der Quellen, ebenso Untersuchungen unseres renommiertesten Forschungsinstituts PSI (S. Hirschberg), Untersuchungen der TH Stuttgart (Voss), etc.
B.Jorns hat sich an dieser Stelle ebenfalls zum Thema Life Cycle Daten im Detail geäussert. Bitte nachlesen !
Wer wirklich und echt an solchen Werten interessiert ist wird dort auch fündig. Man muss sich halt manchmal etwas anstrengen.
Wenn schon so vermisse ich bei Ihren überaus zahlreichen Beiträgen in diesem Forum ebenfalls die exakte Herleitung Ihrer Aussagen.
mcrious 29.07.2010
Aus einer zuverlässigen Quelle weiss ich dass der Abbau und Transport des Uran-das auch nicht so in den Meiler geschoben werden kann wie es im Boden liegt-bis zum AKW viel ,sehr viel Erdöl benötigt.Könnte mir vielleicht jemand die Rechnung oder den Vergleich präsentieren der besagt das Uran CO2 emmisionsfreundlich sein soll?
Aus der Rohstoffecke weiss ich dass das Uran,das bis heute in den AKWs strhlte,aus abgerüsteten ATomsprngköpfen stammt und diese jetzt zur neige gehen.d.h. es muss wieder mehr gefördert werden.
mcrious 29.07.2010
Aus einer zuverlässigen Quelle weiss ich dass der Abbau und Transport des Uran-das auch nicht so in den Meiler geschoben werden kann wie es im Boden liegt-bis zum AKW viel ,sehr viel Erdöl benötigt.Könnte mir vielleicht jemand die Rechnung oder den Vergleich präsentieren der besagt das Uran CO2 emmisionsfreundlich sein soll?
Aus der Rohstoffecke weiss ich dass das Uran,das bis heute in den AKWs strhlte,aus abgerüsteten ATomsprngköpfen stammt und diese jetzt zur neige gehen.d.h. es muss wieder mehr gefördert werden.
Willi Höhener 29.07.2010
Uran erzeugt beim Abbau und Herstellung der Brennstäbe
je nach Gegebenheiten 8 - 90 gr.CO2 per kWh. Fossile Brennstoffe ungefähr 370 gr. per kWh und Fotovoltaik bei 30 jähriger Betriebsdauer ca. 97 gr. per kWh. Strommix Deutschland zur Zeit ca. 570 gr. per kWh.
Diese Zahlen liegen mehrere Studien zu Grunde.
marbea 12.02.2010
Um Stromlücken zu füllen sind Gas- und Kohlenkraftwerke ganz sicher keine Alternative. Solarenergie ist sehr teuer (ca. 4x so teuer wie Atomstrom) und nur an wenigen Std. pro Tag und nicht alle Tage mit einem guten Wirkungsgrad verfügbar. Für ca. 5’000 GWh pro Jahr (1/5 der heutigen KKW) kann der Ausgleich zwischen Solarstrom-Produktion und Verbrauch mit den bestehenden Wasserkraftwerken (Pumpspeicher- und Flusslaufwerke) ausgeglichen werden. Möchten Sie eines der geplanten neuen AKW durch Solarstrom ersetzen benötigen sie Solarinstallationen im Betrag von ca. 30 – 45 Milliarden SF (AKW incl. Entsorgung der Abfälle ca. 8 Milliarden SF.) Zudem benötigen sie noch ca. 6 – 10 Pumpspeicherwerke wie das Grimselwerk für den Ausgleich von der Produktion zum Verbrauch. Die Betriebskosten dieser Speicherwerke belaufen sich auf ca. 60 Rp/kWh. Somit beträgt dann der kWh Preis von Solarstrom ca. Fr. 1.10. Ganz ehrlich, sind die „Grünen“ bereit diesen Preis zu bezahlen. Einspeisevergütungen vermögen die hohen Erzeugungskosten nicht zu reduzieren sie belasten nur die Steuerzahler oder die Wirtschaft mit hohen Abgaben. Wo wollen sie die Pumpspeicherwerke erstellen?
diese zahlen sind absolut irrefuehrend,ein vergleich von aepfeln und birnen,es kommt auf die erfuellung eines wunsches,und nicht auf den vergleich elektrischer oder thermischer leistung an,weil eben verschiedene dispositive zur anwendung kommen..Wir sollten Heizöl einsparen. Wir sollten so viel wie möglich Elektroautos einsetzen. Das gibt einen Mehrbedarf von Elektrizität. Beispiel: Der Ersatz von 50 % Erdöl zu Heizzwecken durch Wärmepumpen benötigt ca. 10 – 12'000 GWh was wiederum der Leistung eines neuen KKW entspricht. diese zahlenvergleiche sind absolut unzulaessig,verwendung von oel- und waermepumpenheizungen haben divergierende wirkungsgrade.
W. Höhener 12.02.2010
@Marbea
Sie bezeichnen meine Angaben als falsch und irreführend.
Liefern sie mir bitte, bitte die richtigen Zahlen.
Aepfel und Birnen vergleichen die Umweltschützer um zu verhindern dass derjenige die Probleme mit den verschiedenen Einheiten haben, Kilo, Mega,. Giga, Tera dann P in kW oder Energie in kWh, die Grössen Joule, Kcal oder einfach Kg. nicht nachvollziehen können, von was sie reden. Ich habe deshalb alle Werte auf die elektrische Grösse von kW, KWh bis GWh umgerechnet. Die dümmste Einheit die wir heute immer wieder hören oder lesen ist der Satz das reicht für xxx Haushalte. Diese Einheit können sie wirklich nirgends finden. Nach meiner Ansicht muss zum Haushalt auch der Verkehr, Lebensmittelherstellung, die Einkaufszentren und die Arbeitsplätze gerechnet werden denn ohne diese Einrichtungen würde es auch die Haushalte nicht brauchen. Das ergibt dann ca. 18'000 kWh pro Haushalt. Nach meinen Recherchen beruhen die Angaben auf ca. 3,5 kWh pro Haushalt. Was ganz bestimmt zu wenig ist.
Also Herr Marbea ich warte auf die richtigen Zahlen.
marbea 12.02.2010
ich habe meine examen in physik an der hochschule genf vor jahrzehnten bestanden und damit viele arten von einheiten der energie im verlaufe der zeit durchgemacht und umgerechnet.wenn ich von aepfeln und birnen spreche,meine ich damit folgendes:es geht letztendlich ja um das warme wohnzimmer,ob mit elektrospeicher, einzelspeichr oder blockspeicher, waermepumpe, infrarotheizung neuester bauart ist eher von sekundaerer bedeutung fuer das wohlbefinden,keineswegs aber fuer die gesamte energiebilanz.bei der warmwasserheizung macht es einen unterschied,ob bodenheizung mit tiefer temperatur oder alte gussradiatoren mit bis zu ueber 50 grad.es geht letztendlich um ja die energiebilanz,die schon wegen der art der bereitstellung in obigem beispiel unterschiedlich ausfaellt,ob ein hoehlenbewohner ein holzfeuer mit einer flamme von mehreren hundert grad entfacht oder ob ein sonnenkollektor oder eine waermepumpe eine temperaturerhoehung von etwa 30 grad erzeugt.es ist somit von der sache her voellig unmoeglich,alles auf eine groesse umzurechnen und so zu vergleichen.dies haben die thermodynamiker schon im 19.jahrhundert gezeigt. lesen sie nach bei carnot und clausius.es entbindet uns nicht von der pflicht zum energiesparen im kleinen wenn es fast schmerzlos moeglich ist,wenn wir fuer grosse beduerfnisse der industrie akw brauchen,aber aus dem gleichen zusammengehaengten versorgungsnetz die kleinverbraucher in administrativen betrieben oder haushalten bedienen,haben wir die thermodynamik und elektrizitaetslehre nicht begriffen und merken nicht einmal,dass sich auch die eisbaeren und pinguine ueber unsere abfaelle nicht mehr freuen.
W. Höhener 13.02.2010
@marbea
Dass sie von Heizung wirklich gar nichts verstehen zeigt die Aussage betr. Bodenheizung. Die notwendige Energie die man benötigt um einen Raum auf der gewünschten Temperatur in Grad C zu halten wird durch die Isolation bestimmt. Das Wohlbefinden wird von den Materialien die für den Raum verwendet werden beeinflusst. So hat Holz eine wärmere Abstrahlung als Mauer, Weichholz ist wärmer als Hartholz. Teppich auf dem Boden ist wärmer als Steinplatten. Dies ergibt dass die Heizung der geografischen Lagen und dem Baumaterial angepasst werden sollte was leider nicht immer geschieht.
Bodenheizung ist in gewissen Gegenden nicht schlecht aber bei uns auf 900 müM. und im Holzhaus ist sie viel zu träge. Nachts -150C am Tag Sonnenstrahlen die das Heizen überflüssig machen. (Leider in diesem Jahr ein bisschen wenig). Wie sie sehen, sind sie auch hier daneben genau wie mit dem Gleichstrom.
Herr Marbea, Sie haben folgenden Satz geschrieben:
ich habe weiter oben dargelegt,dass die zahlen des einsenders hoehener absolut unzulaessig sind.
Meinen sie damit dass man die Wahrheit nicht aussprechen darf? Sie haben mir keine andern Zahlen geliefert obwohl ich sie sehr darum gebeten habe. Dasselbe habe ich erfahren als ich 2 verschiedene Umweltschützer und einen Atomkraftgegner angeschrieben habe. Immer dasselbe: Die Angaben sind falsch!... aber richtige Zahlen kann mir keiner liefern, komisch.
marbea 13.02.2010
danke fuer die blumen.ich habe vorletztes jahr in meinem 4 familienhaus eine neue heizung selber berechnet und eingerichtet,2 systeme mit waermepumpen,eine oelfeuerung und ein solarsystem fuer raumheizung, warmwasser ,schwimmbad,alle meine berechnungen und die steuerung funktiolnieren wie erwartet..Dass sie von Heizung wirklich gar nichts verstehen zeigt die Aussage betr. Bodenheizung. Die notwendige Energie die man benötigt um einen Raum auf der gewünschten Temperatur in Grad C zu halten wird durch die Isolation bestimmt.schoen waere es ja.aber eine bodenheizung mit niedertemperatur braucht in der gesamten energiebilanz weniger als eine alte heizung mit gussheizkoerpern bis auf 50 grad.ich bleibe dabei:ihre vergleichszahlen sind unzulaessig.das ziel bleibt ja ein warmes wohnzimmer und nicht eine bestimnmte anzahl kilowattstunden. ich darf alles aussprechen,aber aepfel und birnen sind ja immer noch nicht dasselbe...
koennte es sein,dass es richtige zahlen gar nicht gibt ?????
marbea 13.02.2010
äxgüsi,ich habe vorerst noch ihren sehr wichtigen seitenhieb über den gleichstrom übersehen.alle ihre und anderswo die eines bachmann argumente dagegen sind mir natürlich schon seit jahrzehnten längst bekannt.sie zeugen heute von einer mangelnden flexibilität und fehlender innovationskraft.man muss tatsächliche und vermeintliche naturgesetze eben auch seinem willen entsprechend zu nutzen wissen,dazu muss man mehr als nur einen stecker einstecken oder eine glühlampe einschrauben können.im mobilhome liess sich mit 24 v gut leben.in einem 24 h rhythmus dürfen sie mir die batterien bei bedarf nachladen,wenn die industrie gerade schläft und sie ihr bändchenenergie noch so gerne loswerden.ich fühle mich mit Einstein ("jüdische Physik") und Solarpionieren in ganz guter Gesellschaft,wenn man uns als Spinner bezeichnet, solche gibt es übrigens auf beiden Seiten der entgegengesetzten Meinungen.
Matthias Daprà 07.04.2010
Es ist immer wieder erstaunlich, wie Leute wie Sie, Herr Willi Höhener, "Umweltfreundlichkeit" ohne mit der Wimper zu zucken auf einen einzigen Aspekt reduzieren: den CO2-Ausstoss.
Dies greift aber deutlich zu kurz.
1. Sehr wahrscheinlich argumentieren Sie auf Basis einer sehr geschönten Datengrundlage (nämlich der vom PSI - einem Atomenergie-Forschungsinstitut). Auch die schweizerischen AKW verursachen viel mehr CO2 als das PSI und mit ihm die Atomlobby uns glauben machen will.
2. Was ist mit dem Uranabbau? Berge von Müll, der zwar für nichts zu gebrauchen ist, der aber dennoch strahlt. Dazu diverse radioaktive, unsichtbare und geruchlose Gase und riesige Mengen an auch chemisch hoch problematischen flüssigen Abfällen aus der Uran-Aufbereitung. Gut – dies alles betrifft die Schweiz nicht - hier gibt es weder Uran-Vorkommen noch Anreicherungsanlagen, aber Sie werden mir Recht geben müssen, dass man Umweltverschmutzung global betrachten muss.
3. Es ist ein Skandal, dass AKW seit über einem halben Jahrhundert betrieben werden dürfen, ohne dass bis heute irgend jemand auf der Welt sagen könnte, wo und wie der Atommüll sicher für 1 Mio. Jahre gelagert werden könnte. Von den Kosten dafür ganz zu schweigen. Aber Technik-gläubige Menschen wie Sie neigen wahrscheinlich dazu, dennoch zu glauben, dass sich da schon noch eine Lösung finden wird... Nach über 50 Jahren ist meine Geduld in diesem Punkt leider am Ende.
4. Ein weiteres ungelöstes Problem ist die Sicherheit: der Faktor Mensch ist nach wie vor unkalkulierbar, wer im Falle eines gefährlichen Unfalls für die finanziellen Folgen aufkommt ist höchst unbefriedigend geregelt (es werden wie immer die Steuerzahler sein, statt diejenigen, die den Profit eingestrichen haben).
Viel brisanter jedoch ist die gesellschaftlich noch existenziellere Frage, wer denn in der Schweiz so selbstlos-heldenhaft sein wird, einen GAU-Reaktor - wie in Tschernobyl zwangsweise durch das Militär geschehen - aufzuräumen und zu versiegeln. Fragen Sie sich mal ehrlich: Würden Sie das tun? Ich ganz bestimmt nicht! Und sicher 99,99% der Schweizer auch nicht... Ein Unfall wird also in der Schweiz noch katastrophalere Folgen haben, als in Tschernobyl 1986. Der „Fallout“ wird sich dann über die Luft und die Aare resp. den Rhein in ganz Westeuropa verteilen.
5. Die Haftpflicht-Versicherungssumme für ein AKW entspricht der von etwa 360 durchschnittlichen schweiz. Autos. Angesichts der bei einem GAU zu erwartetenden Schäden in Höhe von 4'300 Milliarden CHF ist das lächerlich und trägt zur weiteren Kostenverzerrung (sprich: indirekten Subvention) des Atomstroms bei.
6. Auch im normalen Betrieb setzen AKW radioaktive Stoffe frei. Diese verursachen nachgewiesenermaßen erhebliche Gesundheitsschäden - z.B. Leukämie bei Kleinkindern.
All dies blenden Sie bei Ihrer Argumentation aus. Sie werden es selbst schon wissen: nur den derzeitigen Atomstrompreis und den CO2-Ausstoss zu betrachten, reicht für die Beurteilung der sog. friedlichen Nutzung der Kernenergie längst nicht aus.
Und dass alternative Energieträger nicht in der Lage sein sollen, eine mögliche Stromlücke zu schließen, liegt vor allem daran, dass die den Strommarkt beherrschenden Firmen sich seit vielen Jahren (Tschernobyl war 1986!) nicht wirklich zu einem Umdenken und schon gar nicht zum Handeln in dieser Richtung genötigt sahen, weil man mit der Atomenergie immer noch sehr viel Geld verdienen kann, auch wenn es in jedem Fall ein kurzfristiger Profit auf Kosten der Allgemeinheit und zu Lasten von vielen kommenden Generationen ist.
Die sog. "Stromlücke" ist die Differenz zwischen
- der heutigen Stromproduktion minus die Leistung derjenigen AKW, die demnächst abgeschaltet werden müssten und
- einer angenommenen weiteren starken Steigerung des Strombedarfs.
Sie führen zwar viele mögliche zukünftige Stromverbraucher auf, aber Ihre Vorschläge sind wiederum sehr einseitig: Wärmepumpen sind z. B. nicht die einzige Möglichkeit, Ölheizungen zu ersetzen, denn gute Isolation, Solarkollektoren und Holzpelletsheizungen gibt es sogar in der Schweiz schon seit Jahrzehnten.
Wir alle – die Verbraucher - sind frei in der Entscheidung, diese Lücke mit Einsparungen durch simple Verhaltensänderungen (siehe Standby), durch Effizienzsteigerungen (beispielsweise durch Altbausanierung) und durch die vielfältige Nutzung diverser kleiner Lösungen aus dem Bereich der sog. erneuerbaren Energien zu schließen: kleine Wasserkraftwerke, Windkraftanlagen (ja: auch in der Schweiz! ja: auch im kleinen Stil), Solarkollektoren, Photovoltaik, Biogas aus Kläranlagen und aus landwirtschaftlichen Abfällen, Holz, Geothermie.
Wenn man das alles natürlich nicht will, weil es angeblich zu teuer ist, wird man wohl oder übel mit den schon oben erwähnten Folgen der Atomenergienutzung inkl. Terrorgefahr, Erdbeben-Unsicherheit, verantwortungslosen AKW-Betreibern, zu laschen Aufsichtsbehörden und nicht zuletzt mit dem wirtschaftlichen Schaden durch technologischen Rückstand leben müssen.
Und selbst wenn es viel teurer wäre: Welchen Preis wollen wir lieber zahlen? Geld oder Leben?
At the end of the day even you will have to face the fact that you can’t eat money...
In diesem Sinne freundliche Grüsse
Matthias Daprà
marbea 08.04.2010
die "Datengrundlagen",die man missbräuchlich noch hochrechnen kann, und die Stromlücke müssen grundsätzlich in Frage gestellt werden..es kommt nämlich zum Beispiel letztendlich darauf an,dass wir Licht haben,nicht um eine bestimmte Kilowattstundenzahl, um mit heutigen Geräten und Stromnetzen Licht zu machen.diese Erkenntnis ist längst noch nicht überall durchgedrungen..
also nicht nur "sparen" und simple Verhaltensänderungen ,sondern auch neue Konzepte notwendig.Was ist mit dem Uranabbau? vielerorts tatsächlich schlicht eine ebenso lebengefärliche Sauerei wie die "Aufarbeitung" und Endlagerung.
die Entwichlungsländer können akw gar nicht bezahlen und wir wollen ihnen auch keine in mehrfacher Hinsicht gefährliche Kenntnisse und Technologien liefern.dte Stromlieferer müssten verpflichtet werden,ihren Saft nur zu liefern,wenn der Verbraucher gleichzeitig bereit ist,seinen Bedarf teilweise auch alternativ zu decken,soweit dies bereits heute sinnvoll möglich ist.
mcrious 29.07.2010
Zu Ihrem Zitat:
"Also, zusammenfassend: Nur wer zu Gutgläubig ist und selber nicht rechnen kann wird gegen die Erneuerung der AKW und damit zum Ausstieg aus der Kernkraft sein."
Leider ist es heute so dass man viele Dinge mit Zahlen und Statistiken beurteilt und nicht mehr in Ihrer Gesamtheit ,Gefühle eingeschlossen.
Wären Sie allen Ernstes bereit mit jemandem in einer Uranmine zu tauschen und Uran abzubauen damit in der Schweiz ein Kraftwerk betrieben werden kann?
Toll Ein Anderer Machts!
Das ist nicht meine Haltung gegenüber Mitmenschen.
Um zu sehen wer die Zeche bezahlt muss man die Augen aufmachen und das Herz und nicht die Statistikordner!
Willi Höhener 30.07.2010
Ich habe selber mit Radioaktivitäten gearbeitet. Habe schon Uran in den Händen gehabt. Der Kontakt mit mit den entsprechenden Lieferanten zeigte mir, dass viel Personen glücklich sind in solchen Minen zu arbeiten. Wenn man es richtig macht besteht keine Gefahr.
Möchten sie unten an einem Speichersee wohnen dessen Staumauer schlecht gebaut wurde? Die Zeche, wie sie es nennen, wird uns mit Solarstrom schneller Ruinieren. ca. 75 Rp. pro kWh das wir übrigens kein Mensch je bezahlen.
Das Beste: Das Eine tun und das Andere nicht lassen. Nur so kommen wir weiter.
Gruppo Locarnese Energia Solare 22.12.2009
Bravo Herr Höhener, meines Erachtens ist es nicht in erster Linie die Frage nach "AKW- Ja oder Nein" sondern wie wir in Zukunft den Strom im eigenen Lande produzieren können. Sind wir bereit - Sie, ich,grüne,alle- zusammen dafür einzustehen, dass jeder der in regenerierbare Energien investieren will, auch die nötige Unterstützung erhält. Die grösste Gefahr ist doch die Abhängigkeit von Oststaaten, von Libyen und Iran die uns alle bereits bei der nächsten Ausschaffung eines Moslems den Hahn abstellen resp. uns erpressen können.
Also sagen wir auch Ja für Windturbinen und Fotovoltaik oder Kleinwasserkraftwerke was immer noch besser ist als sich in Iran verschleiert und unterwürfig für Gaslieferungen buhlen zu müssen. Ich spreche aus Erfahrung. Nur gerade im Locarnese habe ich 6 Fälle von Privaten, die für eine geplante PV-Anlage keine Bewilligung erhalten weil die "Ambientalisti" - das sind die anonymen Neinsager und Umweltschützer - es als störend erachten, wenn auf den Dächern Solarmodule integriert werden, die aber noch nie gegen hässliche Parabolantennen etwas unternommen haben.
Gruss: Arnold Locher
Peter Bachmann 23.12.2009
Chapeau Herr Locher!
Da hatte ich wohl im Emmental mehr Glück mit meiner 3 kW PV-Anlage, welche sich perfekt in die Überbauung einfügt und von den Nachbarn neidisch bewundert wird. Es braucht auch kein Pumpspeicherwerk, denn die BKW regeln den Stromhaushalt intelligent über Netzkommando.
Trotzdem finde ich gut, dass das sicherheitsgeprüfte KKW Mühleberg eine verlängerte Betriebsbewilligung erhielt und unterstütze auch ihre Anstrengungen für das Ersatzkraftwerk. Die teure Infrastruktur ist überall vorhanden: Auf meinem Dach, in den Kabeln und an der Aare...
Ingrid Ullmann-Bammer 19.01.2010
Es ist eine Schande, dass in der "SONNENSTUBE" der Schweiz, wo gebaut und wieder gebaut wird, Solar-Energie vollkommen ignoriert wird.
Es gibt nur eine Zukunftsenergie und das ist die Sonne.
Die Sonnenenergie bringt weder Schäden noch hinterlässt sie solche.
Wir stehen vor dem Überlebensproblem der Menschheit.
Das ist keine Angstmacherei. Das ist leider eine Tatsache.
1984 habe ich mich mit Zukunftsproblemen beschäftigt und nach Lösungen gesucht. Es gibt sie. In meinem Buch ("Ein Vorschuss auf die Glückseligkeit" GRATIS Download) habe ich einen Weg beschrieben.
Die Zeit drängt , deshalb müssen Interessen, politischer und persönlicher Art, ausgeschaltet werden. Gemeinsam. Das Wort der Zukunft. Die Sonne scheint für uns alle und das Tessin könnte ein Schweizer Solarkanton sein. WARUM ist das nicht so?!!!
marbea 22.12.2009
es erstaunt,dass fast nur vom co2 geschrieben wird,obwohl dies nur ein teil des problem der erderwärmung betrifft.jede nutzung von energie führt letztendlich zu einer erwärmung,über diese frage gibt es noch keine volksabstimmung.eine aufgabe lautet: energie sparen und damit die erwärmung bekämpfen,daran führt kein weg vorbei.die erzeugung von strom in grossanlagen und der transport in einem öffentlichen netz ist bilanzmässig ein unsinn,ebenso die vergütung von grossen subventionen an solarerzeuger,die dn strom nicht selber als gleichstrom konsumierenmein wunsch:weg vom traditionnellen wechselstrom,geeignete beleuchtung, tv, audio,pc mindestens tagsüber direkt mit gleichstrom betreiben.
physikus 08.01.2010
Es erstaunt, wie mit physikalischen Fakten umgegangen wird:
1) wir können auf unserer Erde Energie weder vermehren noch vernichten, sondern nur in eine andere Form umwandeln. Die Erderwärmung wird durch die Verhinderung der Ab-(Rück-)strahlung der von der Sonne eingestrahlten Energie verursacht!
2) Die Forderung, Wechselstrom durch Gleichstrom zu ersetzen zeigt, dass bezüglich der Vor- und Nachteile der beiden Stromarten eine enorme Wissenslücke besteht, um nicht deutlicher zu werden. Mit gleichstrom könnten weder TV, Audio-Anlagen, PC betrieben werden. Oder haben Sie schon mal versucht, den PC mit Gleichstom zu betreiben? Diese Geräte mit Gleichstrom zu betreiben, würde bedeuten, die im Gerät benötigten Spannungen (zB 5VDC oder 24VDC von der Netzspannung zB 230VDC mittels Spannungsteiler, dh vorgeschalteten Widerständen, zu erzeugen, was gleichbedeutend mit 'Spannungverheizen' gleichzusetzen ist. Auch die heute viel gelobten Sparlampen können nicht mit Gleichstrombetrieben werden.
3) Die grösseren, unterhalsarmen Motoren (zB in der Waschmaschine, dem Tumbler oder dem Geschirrspühler) können nicht mit Gleichstrom betrieben werden. Dies gilt noch in erheblich grösserem Mass für die in der Industrie benötigten starken Motoren.
Zusammengefasst: Visionen darf und soll man haben, aber man muss diese auch auf ihre Realisierbarkeit überprüfen. Hier happert es sehr oft!
T.M. 13.01.2010
Fast alle Verbraucher in einem Haushalt laufen schlussendlich mit Gleichstrom (PC, TV, Kleingeräte), oder könnten genausogut mit Gleichstrom arbeiten (z.B. der Kochherd). Es werden halt nur alle Geräte für 230 V AC produziert.
Gleichstrom in andere Spannungen zu überführen oder sogar wieder in Wechselstrom (für die angesprochenen Motoren), ist ebenfalls kein Problem mit heutiger Technik.
Ihre Aussage ist deshalb aus technischer Sicht nicht korrekt.
Peter Bachmann 13.01.2010
Das hatten wir doch schon, als man vor hundert Jahren mit DC begann, stellte man plötzlich fest, dass der Strom nicht transformiert werden konnte...
Allein DC Spannungen zu schalten erfordert eine Löscheinrichtung und und und.
Leute bleibt auf dem Boden!
AC hat sich weltweit durchgesetzt. Zwar herrschen noch verschiedene Spannungen, aber diese Infrastruktur hat sich bewährt ENDE!
physikus 17.01.2010
@T.M
Selbstverständlich kann man aus Gleichstrom (besser Gleichspannung) Wechselstrom (Wechselspannung) machen. Aber bekanntlich gibt es bei jeder Umwandlung Verluste. Während ein grosser Transformator mit einem Wirkungsgrad von gegen 100% arbeitet, muss man bei der Umrichtung von DC in AC mit wesentlich kleiner Wirkungsgraden leben (unter 90% über alles gerechnet!).
Zur Erszeugung der diversen internen Spannungen im PC, im TV usw müsste aus dem Gleichstrom zuerst eine Wechselspannung erzeugt werden, welcher dann in die verschiedenen benötigten Wechselspannungen aufgeteilt würde, um dann gleichgerichtet zu werden. Man baut also eine zusötzliche Verlustquelle (den Wechselrichter) ein und verringert damit die Energieeffizienz.
Aber das ist ja unwichtig, Hauptsache man macht gegen alles Bewährte insbesondere gegen AKW mobil!
Da die Leitungsverluste nur vom S t r o m, der in der Leitung fliesst abhängt, müsste, um den Strom und damit klein zu halten, mit einer hohen Gleichspannung gearbeitet werden und in alle Häuser verteilt werden. Dh die Spannung der Hauszuleitung müsste zB 1'000V betragen. Dies wäre mit grossen Gefahren(Personen und Sachen) verbunden.
NB Ein normaler Kochherd wird nicht mit 230V sondern mit 400V betrieben.
Bevor man andere Technologien propagiert, sollte man sich mit den bestehenden Technologien befassen und diese verstehen.
T.M. 17.01.2010
Es ging hier nicht darum, etwas Neues zu propagieren. Nur die technische Feststellung, dass wahrscheinlich über 90% aller Verbraucher in einem Haushalt schlussendlich sowieso Gleichstrom benötigen. Dass man das ganze Wechselstromsystem so beibehält, ist schon rein wirtschaftlich sinnvoll.
@Physikus: ich schreibe es nochmals: in einem PC wird schlussendlich NUR Gleichstrom verwendet. (u.U. dutzende von Spannungen). Vielleicht sollten Sie sich mal damit befassen, wie diese erzeugt werden:
(Dies ist eine grobe Vereinfachung...)
230 V wird Gleichgerichtet, wieder zerhackt, transformiert (bei einer höheren Freuquenz als 50 Hz), und dann 12, 5 und 3.3 Volt Gleichstrom erzeugt. Davon wird aber das wenigste direkt benutzt, sondern z.B. für die CPU nochmals durch einen DC - DC Konverter geschickt, welcher dann z.B. 1.2 Volt erzeugt.
Für Transformatoren welche im Leitungsnetz transformieren, mögen Sie recht haben, diese sind einigermassen effizient. In Endverbrauchern gibt es immer weniger (bis keine mehr) dieser "klassischen" 50 Hz Trafos. Diese sind einfach zu teuer und nicht effizient genug (besonders wenn gar keine Last angeschlossen ist, hat man mit einem Trafo nur Verluste über Blindströme).
Auch so sind die besten PC Netzteile nur 80% effizient. Mit ein Grund: das Wechselstromnetz.
Um nochmals die zwei System zu vergleichen, Wechselstrom hat meines erachtens nur zwei Vorteile (gute Vorteile, aber nur zwei):
-Einfache Transformierung
-Generatoren (Synchronmaschinen) sind effizient und wartungsarm
Es gibt aber auch gravierende Nachteile:
-Transport von Wechselstrom ist ineffizient (Abstrahlung, Wellenlängeneffekte bei weitem Transport, Skin-Effekt, unregelmässiger Strom (Nulldurchgänge, Spitzen) etc.)
-Blindströme, welche schlussendlich auch wieder den Transport ineffizient machen
Ich gebe Ihnen recht, dass eine DC - DC Wandlung weniger effizient ist als ein Transformator, es ist aber bei weitem nicht so schlimm. Ein DC - DC Wandler mit hoher Leistung ist problemlos mit >95% Wirkungsgrad möglich.
Dass ein Kochherd mit 2 oder sogar 3 Phasen auf 400 V betrieben wird, ist mir schon bekannt, dies tut aber nichts zu dieser Diskussion, es ging nur darum, zu zeigen, dass es dem Kochherd eigentlich egal ist, ob er Gleichstrom oder Wechselstrom "verbratet".
marbea 12.02.2010
die debatte wechselstrom/gleichstrom ist noch lange nicht zu ende.ich lebte von 1963/64 in new jersey,neben edison township in den usa und aergerte mich damals zuerst,dass der drehstrom dort so wenig verbreitet war,aber ich lernte damit zu leben.das heisst fuer mich,dass weitverbreitete gewohnheiten letztendlich nicht sankrosankt (nie sogenannt altbewaerht) sind und immer wieder neu hinterfragt werden muessen.die einwaende gegen den gleichstrom zeigen mir,wie sehr die regeln und einrichtungen aus den vergangenen beiden jahrhunderten aus den koepfen schwer zu verdraengen sind.mit der modernen elektronik ist das eben so eine sache..vielleicht studieren sie mal die plaene der modernen hybridautos, dies als denkanstoss aus der praxis.die verluste in der gesamten ergiebilanz haengen nicht nur vom effektiv fliessenden strom,sondern auch von der hoechsten hoehe der spannung in einem dispositiv ab.des weiteren sind heute wandler mit einem wirkungsgrad von 98 % als markenprodukt frei im handel erhaeltlich.der energiegierige kochherd ist nur einer von vielen stromverbrauchern,dies rechtfertigt nicht,deswegen auch alle andern auch so anzudienen.mein wohnwagen befriedigt meine beduernisse mit 24 v,ueberhaupt keine 1000 v gleichstrom noetig. als endverbraucher plaediere ich weltweit fuer 30 v gleichstrom, aufgeteilt in gruppen zu 10-15 amp.der endverstaerker der stereoanlage bekommt zwei gruppen zugeteilt und vermag damit sehr hochwertige lautsprecher zu bedienen.das gleiche gilt fuer eine hochwattplatte,da koennen wir aber noch fremd gehen und erdgas benuetzen oder den anschluss an das feste wechselstromnetz des campingplatzes.meine argumentationen fundieren nicht auf den ergebnissen der experimentalphysik des letzten und vorletzten jahrhunderts, so wie sie und ich vielleicht einmal die examen bestanden haben,man muss bereit sein,auch im alter berufsbegleitend den neuesten stand zu lernen.
marbea@simail.ch,derzeit san francisco
marbea 12.02.2010
die debatte wechselstrom/gleichstrom ist noch lange nicht zu ende.ich lebte von 1963/64 in new jersey,neben edison township in den usa und aergerte mich damals zuerst,dass der drehstrom dort so wenig verbreitet war,aber ich lernte damit zu leben.das heisst fuer mich,dass weitverbreitete gewohnheiten letztendlich nicht sankrosankt (nie sogenannt altbewaerht) sind und immer wieder neu hinterfragt werden muessen.die einwaende gegen den gleichstrom zeigen mir,wie sehr die regeln und einrichtungen aus den vergangenen beiden jahrhunderten aus den koepfen schwer zu verdraengen sind.mit der modernen elektronik ist das eben so eine sache..vielleicht studieren sie mal die plaene der modernen hybridautos, dies als denkanstoss aus der praxis.die verluste in der gesamten ergiebilanz haengen nicht nur vom effektiv fliessenden strom,sondern auch von der hoechsten hoehe der spannung in einem dispositiv ab.des weiteren sind heute wandler mit einem wirkungsgrad von 98 % als markenprodukt frei im handel erhaeltlich.der energiegierige kochherd ist nur einer von vielen stromverbrauchern,dies rechtfertigt nicht,deswegen auch alle andern auch so anzudienen.mein wohnwagen befriedigt meine beduernisse mit 24 v,ueberhaupt keine 1000 v gleichstrom noetig. als endverbraucher plaediere ich weltweit fuer 30 v gleichstrom, aufgeteilt in gruppen zu 10-15 amp.der endverstaerker der stereoanlage bekommt zwei gruppen zugeteilt und vermag damit sehr hochwertige lautsprecher zu bedienen.das gleiche gilt fuer eine hochwattplatte,da koennen wir aber noch fremd gehen und erdgas benuetzen oder den anschluss an das feste wechselstromnetz des campingplatzes.meine argumentationen fundieren nicht auf den ergebnissen der experimentalphysik des letzten und vorletzten jahrhunderts, so wie sie und ich vielleicht einmal die examen bestanden haben,man muss bereit sein,auch im alter berufsbegleitend den neuesten stand zu lernen.
marbea@simail.ch,derzeit san francisco
marbea 14.02.2010
mein lieber physikus: ich habe meinen examen auch in physik,"höherer" Mathematik und Chemie an der hochschule schon vor jahrzehnten bestanden.meine familie ist aktionär einer grossen schweizerischen elektrizitaetsgesellschaft. ein sehr naher verwandter dort leitender angestellter.soviel zu meiner legitimation,über wechselstrom, drehstrom, gleichstrom zu schreiben.alle deine argumente sind mir natürlich schon lange vorbekannt,insbesondere die nachteile des gleichstrom.die technik ist aber seither nicht stehen geblieben,siehe halbleiter etc.. wenn wir alle schweizerischen einfamilienhaeuser mjit thermischen solaranlagen versehen,können wir ihren bedarf an warmwasser von märz bis september decken.einmal in 24 stunden wird schon heute baendchenenergie frei,damit man bei bedarf direkt nachheizen oder batterien nachladen kann.freuen wir uns darüber,was wir haben,und sorgen wir uns weniger darüber,was wir nicht haben..wenn wir photovoltaikmodule aufstellen, können wir sehr viele verschiedene geeignete geraete mit eigenem gleichstrom (siehe camping,dabei nicht nur Beleuchtung für Kaninchenställe wie von bachmann moniert) betreiben,nur dürfen wir dabei nicht den Umweg über ein öffentliches Netz machen wie bei der absoluten absurden Einspeisevergütung vom Amtsschimmel..
mcrious 29.07.2010
es gibt heute "normale Kocherde die mit 230V arbeiten.
gleich GUT !
aber das ist schon lange nicht mehr das eigentliche Thema.
Willi Höhener 29.07.2010
Glaubt doch Einer dass es beim Kochherd auf die Volt ankommt. Der versteht nun wirklich gar nichts von Elektrizität. Massgebend sind rein die Leistung in Watt oder kW. Spannung (Volt) x Stromstärke (Ampère) ergibt die Leistung in Watt.
mcrious 29.07.2010
uberlegen Sie bitte zuerst bevor Sie etwas schreiben,es ging um den Anschluss eines Backofens mit 400v und ich habe erwähnt das es heute auch effizientere Apparate mit 230 Volt anschlussen gibt,von den Amperes war gar nie die rede weil das bei Gleichstrom eine andere Rechnung ergibt wie die meistren hier wissen ohne dass man herablassend kommentiert.
Ich bin seit 1991 Elektromonteur ! Also Praktiker und nicht nur Papiertiger.
war aber immer gegen Atomenergie wiel ich der Meinung bin das es besser ist dezentral Energieversorgung zu betreiben damit auch weniger weit transportiert werden muss was im Endeffekt niemandem nützt ausser den Händlern.
Willi Höhener 30.07.2010
Wenn sie kochen wollen benötigen sie eine gewisse Menge Energie. Die Spannung ist egal, ob Wechselstrom oder Gleichstrom. Alles ist nur Sache der Installation und des Gerätes. Kleinere Spannung > dickere Drähte.
NB. Ich hatte 28 Jahre ein Elektrogeschäft und habe über 20 Lehrlinge mit Erfolg ausgebildet aber mit ihnen hätte ich einwenig Mühe!
marbea 12.02.2010
Es werden halt nur alle Geräte für 230 V AC produziert.
dies muss sich aendern mit einer steigenden nachfrage.(licht,audio,tv,pc) ich besitze ein geraet aus australien fuer computergesteuerte druckluft zur naechtlichen ueberdruckbeatmung mit maske im schlaf:es hat eine steckdose fuer wechselstrom(230 oder 120) in europa und den usa und einen koaxialstecker fuer gleichstrom (im wohnwagen am bordnetz des auto,reicht aber nur fuer wenige stunden)
marbea 13.02.2010
darf ich hinzufügen:es geht hier nicht darum,was technisch überhaupt machbar ist,sondern um die energiebilanzen,die letztendlich den gessamten Energiebedarf bestimmen.natürlich kann man als übles beispiel PV ins öffentliche netz einspeisen,aber die Vergütung dafür,und dass man dies überhaupt tut,ist und bleibt ein absoluter Blödsinn.Wenn schon PV,soll der Strom an Ort und Stelle mit geeigneten Geräten als Gleichstrom konsumiert werden.Das eine tun,und das andere nicht lassen!
marbea 12.02.2010
1) wir können auf unserer Erde Energie weder vermehren noch vernichten, sondern nur in eine andere Form umwandeln. Die Erderwärmung wird durch die Verhinderung der Ab-(Rück-)strahlung der von der Sonne eingestrahlten Energie verursacht!
gratuliere,wenn ihnen diese umwandlung mit saldo null gelingen sollte.schon was von entropie gehoert?clausius u.a. lassen gruessen.ausserdem gehen wir mit der elektrischen und waermeenergie so sorglos um,wie wenn ein kleinkind tomatenspagetti isst und tischtuch und kleider verschmutzt.eisbaeren und pinguine bekommen ihren anteil.2) Die Forderung, Wechselstrom durch Gleichstrom zu ersetzen zeigt, dass bezüglich der Vor- und Nachteile der beiden Stromarten eine enorme Wissenslücke besteht, um nicht deutlicher zu werden. Mit gleichstrom könnten weder TV, Audio-Anlagen, PC betrieben werden. Oder haben Sie schon mal versucht, den PC mit Gleichstom zu betreiben?diese zwei saetze wuerden mich umwerfen,wenn ich es nicht besser wuesste.....wenn fuer einzelne bereiche neue grundlagen gefordert werden,muss das nicht fuer restlos alles,etwa starke motoren auch gelten...
marbea 13.03.2010
zu 1) wir können zwar die gesamtenergie nicht verändern,nur umwandeln,aber das gilt nur in einem theoretischen geschlossenen system,was in unserem umfeld,worauf es letztendlich ankommt,gar nicht der fall ist.ausserdem ist energietransport und verwendung gar kein vollständig reversibler vorgang,was schon den physikussen des 19.jahrhderts bekannt wurde.es entzieht sich meiner kenntnis,wieviel erderwärmung allenfalls auf vorgenannte irreversibiltaet zurückzuführen wäre, höchstwahrscheinlich spielt der über die erde gezogene "pelzmantel" co2 die weit grössere rolle.diese bemerkung nur,weil die physikusse seinerzeit im erstgenannten zusammenhang,gar nicht wegen des co2, einen späteren "waermetod" der erde befürchteten.2) tv,audio,pc können bzw müssen mit gleichstrom betrieben werden,oder hat jemand auf den platinen schon wechselstrom von 110 oder 220 v angetroffen? die lokalen erzeuger alternativen stromes,insbesondere auch kleinkraftwerke,erzeugen mit viel besserem wirkungsgrad gleichstrom,ihre spannungsverheizenden spielereien mit dem wechselstrom entfallen damit in einem modernen dispositiv mit geeigneten geräten im ganzen kreislauf von erzeugung bis zum verbrauch.dies alles schliesst nicht aus,dass wir für die industrie mit ihren starken Motoren weiterhin andere dispositive machen müssen, quasi wie bisher..aber es bleibt ein unfug in der energiebilanz,den verbrauch in den verstreuten privathaushalten auf die gleiche weise mit dem gleichen netz zu befriedigen.ein geeignetes dispositiv ermöglicht auch eine bessere verteilung von spitzen im verbrauch,indem ggf. nachts die batterien der kleinen aufgeladen werden,wenn die grossverbraucher vom netz sind... denken wir auch an die meist näher am aequator gelegenen entwicklungsländer. können sie sich die akw leisten, wollen wir ihnen überhaupt eine technologie überlassen,mit welchen sie gefährliche spiele treiben können?
marbea 13.03.2010
zu 1) wir können zwar die gesamtenergie nicht verändern,nur umwandeln,aber das gilt nur in einem theoretischen geschlossenen system,was in unserem umfeld,worauf es letztendlich ankommt,gar nicht der fall ist.ausserdem ist energietransport und verwendung gar kein vollständig reversibler vorgang,was schon den physikussen des 19.jahrhderts bekannt wurde.es entzieht sich meiner kenntnis,wieviel erderwärmung allenfalls auf vorgenannte irreversibiltaet zurückzuführen wäre, höchstwahrscheinlich spielt der über die erde gezogene "pelzmantel" co2 die weit grössere rolle.diese bemerkung nur,weil die physikusse seinerzeit im erstgenannten zusammenhang,gar nicht wegen des co2, einen späteren "waermetod" der erde befürchteten.2) tv,audio,pc können bzw müssen mit gleichstrom betrieben werden,oder hat jemand auf den platinen schon wechselstrom von 110 oder 220 v angetroffen? die lokalen erzeuger alternativen stromes,insbesondere auch kleinkraftwerke,erzeugen mit viel besserem wirkungsgrad gleichstrom,ihre spannungsverheizenden spielereien mit dem wechselstrom entfallen damit in einem modernen dispositiv mit geeigneten geräten im ganzen kreislauf von erzeugung bis zum verbrauch.dies alles schliesst nicht aus,dass wir für die industrie mit ihren starken Motoren weiterhin andere dispositive machen müssen, quasi wie bisher..aber es bleibt ein unfug in der energiebilanz,den verbrauch in den verstreuten privathaushalten auf die gleiche weise mit dem gleichen netz zu befriedigen.ein geeignetes dispositiv ermöglicht auch eine bessere verteilung von spitzen im verbrauch,indem ggf. nachts die batterien der kleinen aufgeladen werden,wenn die grossverbraucher vom netz sind... denken wir auch an die meist näher am aequator gelegenen entwicklungsländer. können sie sich die akw leisten, wollen wir ihnen überhaupt eine technologie überlassen,mit welchen sie gefährliche spiele treiben können?
marbea 13.03.2010
wenn wir von der solaren konstante ausgehen,können wir etwa zwei drittel der energie als wärme ernten,die hälfte als strom in einem solarthermischen kraftwerk, und leider nur einen drittel als photovoltaik.letzteres "rentiert" aber dennoch ,wenn der strom gleich an ort und stelle ohne wasserspiele und transportverluste verbraucht werden kann, ebenso ersteres wegen des vergleichsweise guten wirkungsgrades.vielleicht wird auch klar,dass es in einem mordernen, energiesparenden alternativen dispositiv keinen platz gibt für thermische mischventile oder transformatoren.
Gian Schelling 22.12.2009
Kein Klima ohne Wasser! Wasserverbrauch diverser Energietechnologien:
Atomstrom: 2.3 l / kWh
Kohle: 1.9 l / kWh
Öl: 1.6 l / kWh
CCG: 0.9 l / kWh
Solar: 0.1 l/ kWh
Wind: 0.004 l kWh
(Quelle: Offizielle US-Behörden und Experten, zitiert auch hier: http://www.awea.org/faq/water.html)
Ergo: Atomenergie mit ihrem auch in der Schweiz km-weit am Hyper-Dunst erkennbaren, aus Flüssen entnommenem Trinkwasser ist zumindest global gesehen eine humanitäre Katastrophe. Regenerative Energien wie Solar und Wind werden zur einzigen Alternative - und somit trotz aller kommerzieller Anstrengungen der Atomindustrie die nächste Generation Strom sein. Spannend zu sehen, ob sich auch die Schweiz für die Zukunft entscheidet!
Benedikt Jorns 16.01.2010
&Gian Schelling
Schön wär’s, wenn unsere Kernkraftwerke schon soweit wären, dass sie Wasser „verbrauchen“ würden. Leider gelingt das erst in einigen kleinen Versuchsreaktoren. Die Schweiz besitzt auch einen an der ETH Lausanne. Etwa 2035 soll erstmals ein Prototyp fähig sein, Strom zu erzeugen. Die Forscher können es gar nicht erwarten, endlich nachhaltig ein Kernkraftwerk betreiben zu können. Der Wasserkonsum wird auch dann noch „verkraftbar“ sein. Aus einem Glas Wasser und einem gewöhnlichen faustgrossen Kieselstein lässt sich so für einen Menschen ein Jahr lang genügend Strom produzieren. Als Asche entsteht wertvolles nicht radioaktives Helium. Eine Katastrophe wie wir sie in Tschernobyl erlebt haben, ist dabei unmöglich. Der Reaktor stellt augenblicklich ab, wenn etwas schief läuft. Einzig das aus dem Lithium der Kieselsteine gewonnene Zwischenprodukt Tritium könnte – wenn’s dumm läuft – in die Atmosphäre entweichen und sich sofort weltweit verteilen. Das würde das Risiko für Lungenkrebs während einigen Jahren etwas erhöhen. Solche Risiken sind wir als aktive oder passive Raucher allerdings bereits gewöhnt. Diese Reaktoren nutzen die Kernenergie durch die so genannte Kernfusion. Neben dem nicht mehr grossen und vertretbaren Gefahrenpotential sind der praktisch unbegrenzt vorhandene Brennstoff und der nach heutiger Einschätzung einigermassen günstige Strompreis mitentscheidend, dass wir von „nachhaltiger Energieversorgung“ sprechen können. Wir sind ganz gespannt darauf, ob es den Forschern tatsächlich gelingen wird, ihre optimistische Sicht der Energiezukunft wahr zu machen!
Doch kommen wir zurück zu unseren heutigen Kernkraftwerken mit Kernspaltung. Die Kühltürme in Gösgen und Leibstadt „verschieben“ Wasser aus der Aare in die Erdatmosphäre. Das Meer kriegt dadurch unmerklich weniger Frischwasser, doch darüber sind die Leute in Holland und auf den Malediven nicht unglücklich. Auch nicht die Leute, die sich mehr Feuchtigkeit und damit Wolken in der Atmosphäre wünschen, weil sie unbedingt Regen brauchen. Übrigens befinden sich von den insgesamt 1,38412 Mia. Kubikkilometern Wasser auf der Erde 97,39% in den Meeren, noch gerade 2,01% (Tendenz sinkend) sind Eis und nur 0,001% befindet sich in der Atmosphäre. Immerhin ist die Luftfeuchtigkeit hauptverantwortlich für den Treibhauseffekt.
Die Entnahme von Trinkwasser aus Flüssen durch Kernkraftwerke ist alles andere als eine humanitäre Katastrophe. Ich finde es auch keine Katastrophe, mit ideologisch ausgerichteten „AKW? – Nein danke“-Kämpfern zu chatten. Im Gegenteil – manchmal ist es sogar sehr unterhaltsam!
marbea 23.12.2009
ohne allzu grossen technischen aufwand mache ich im aargau vom märz bis september mein warmwasser fast vollständig mit der sonne.wenn man auf der karte eine linie zieht von los angeles nach washington,können das alle weiter südlich gelegene haushalte in den usa einschliesslich mexico und guatemala sogar ganzjährig tun.das gleiche gilt natürlich auch für asien,australien.neben burgdorf steht ein mehrfamillienhaus welches das allerdings mit grossem aufwand für den riesigen wärmespeicher in einem liftschacht sogar einschliesslich der raumheizung ebenfalls ganzjährig kann.die erzeugung von wechselstrom erfordert 20% mehr energie als die erzeugung eines aequivalentes an gleichstrom.gar nicht zu reden von den transportverlusten.in den erwähnten südlicheren regionen kann der bedarf an elektrischer energie im privathaushalt fast vollständig durch lokal erzeugten (sonne,wind,kleinkraftwerk) gleichstrom gedeckt werden,aber es müssen weltweit neu konzipierte geräte her. der strombedarf darf nicht wie bisher einfach weiter steigen.atomenergie ist nur in einer uebergangsfrist notwendig,aber längerfristig durch grundlegend neue konzepte zu ersetzen. atomenergie erweist sich in allerletzter konsequenz als pakt mit dem teufel für einen vergänglichen vorteil.die terminale umwandlung von energie in wärme ist ein unverändliches naturgesetz. wollen wir alle zuletzt in der hölle schmoren?
marbea 23.12.2009
die klimadebatte dreht sich jetzt fast nur um das co2.andere einflüsse auf das klima,auch gar nicht von der menschheit zu verantwortende, blieben meist unberücksichtigt. vor über 100 jahren sorgte man sich in damals vorerst belächelten theoretischen erwägungen wegen der allmählich erkannten naturgesetze über eine globale erwärmung.der umgang der menschheit mit energie ist im vergleich mit der globalstrahlung der sonne zwar sehr klein,aber dennoch störend im klima beim abfluss der wärme von der erde ins weltall.als schon ende des 18.jahrhunderts die temperatur mit zahlen numerisch definiert wurde,wusste man noch gar nicht, dass vorgänge auf der temperaturskala nicht vollständig reversibel sind.auch viele verantwortliche politiker und medienleute haben das heute noch nicht begriffen oder seit deiner allfälligen matur wieder vergessen. vielleicht würde ein unterricht in grundbegriffen und gesetzen der thermodynamik und elektrizitätslehre helfen,kilowatt und kilowattstunde sind nicht in einem und demselben bericht gleichwertig zu verwenden.
Peter Bachmann 23.12.2009
Für mich ist die Klimadebatte bloss "Viel Lärm um fast nichts!"
Einmal mehr ist Wasserkraft für unser kleines Land die Energie -auch der Zukunft. Kernkraft ist mittelfristig eine Option. Zusammen mit der intelligenten Verwendung von Strom bildet Alternativenergie einen wichtigen Pfeiler in der Autonomie unserer Stromversorgung.
In stationären Anlagen sollten fossile Brennstoffe möglichst durch elektrische Energie ersetzt werden (Wärmepumpen).
Das Elektromobil hingegen wird noch Jahrzehnte auf sich warten lassen. Wichtige Gründe dazu sind die noch unzureichende Speicherungs- und die fehlende Klimatisierungsmöglichkeit. Oder will sich Frau bei minus 20 Grad durch den Schnee treiben lassen?
Benedikt Jorns 23.12.2009
Studien gehen davon aus, dass die Ära des Verbrennungsmotors zu Ende geht und er durch den Elektromotor ersetzt wird. Der Vorstandsvorsitzende von VW Martin Winterkorn sieht im Elektroauto die Zukunft der Automobilindustrie. Teilweise wird schon ein Elektroauto-Boom gesehen. Auch Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber meint, dass der Elektroantrieb die Zukunftstechnologie schlechthin sei. Wie die New York Times Anfang 2009 meldete, hat die chinesische Regierung einen Plan angenommen, der China binnen drei Jahren zum Weltmarktführer in der Produktion von Elektroautos machen soll. Die britische Labour-Regierung verkündet einen Plan, der die Einführung von Elektroautos durch massive staatliche Fördermaßnahmen unterstützen und damit die CO2-Ziele erreichen helfen soll. In Deutschland sollen bis 2020 eine Million Elektroautos fahren (Beschluss der Bundesregierung 2009).
marbea 23.12.2009
Kommentar zu ":In stationären Anlagen sollten fossile Brennstoffe möglichst durch elektrische Energie ersetzt werden (Wärmepumpen)."Ich beschäftige in meinem mehrfamilienhaus zur heizung, warmwasseraufbereitung und fürs aussenschwimmbad: sonnenkollektoren,oelheizung mit modernem brennwertkessel, 2 völlig getrennte systeme mit wärmepumpen und kenne somit die energiebilanzen meiner anwendungen recht genau.leider sind die gaswärmepumpen hier weitgehend vom markt für den privaten kleinanwender verschwunden.die elektrische wärmepumpe ist eine praktisch vertretbare zwischenlösung bei einer sanierung für die nächsten 2 jahrzehnte,verursacht aber durch den verbrauch elektrischer energie die glleichen probleme der erzeugung derselben.Einstein hat für die aufstellung der mathematischen beziehung zwischen solarenergie und strom mit verzögerung den nobelpreis bekommen,daraus geht klar hervor, dass es ein unwirtschaftlicher unfug ist, wärme aus strom zu erzeugen,sofern er nicht aus wasser- oder windkraft stammt..obwohl aus rein praktischen gründen nachvollziehbar der wärmepumpe der vorzug gegeben wird,hat die solartechnik bezüglich verfügbarkeit und klimaschutz längerfristig über die besseren karten,was in der öffentlichen diskussion nicht allgemein bekannt ist.
marbea 23.12.2009
Kommentar zu ":In stationären Anlagen sollten fossile Brennstoffe möglichst durch elektrische Energie ersetzt werden (Wärmepumpen)."Ich beschäftige in meinem mehrfamilienhaus zur heizung, warmwasseraufbereitung und fürs aussenschwimmbad: sonnenkollektoren,oelheizung mit modernem brennwertkessel, 2 völlig getrennte systeme mit wärmepumpen und kenne somit die energiebilanzen meiner anwendungen recht genau.leider sind die gaswärmepumpen hier weitgehend vom markt für den privaten kleinanwender verschwunden.die elektrische wärmepumpe ist eine praktisch vertretbare zwischenlösung bei einer sanierung für die nächsten 2 jahrzehnte,verursacht aber durch den verbrauch elektrischer energie die glleichen probleme der erzeugung derselben.Einstein hat für die aufstellung der mathematischen beziehung zwischen solarenergie und strom mit verzögerung den nobelpreis bekommen,daraus geht klar hervor, dass es ein unwirtschaftlicher unfug ist, wärme aus strom zu erzeugen,sofern er nicht aus wasser- oder windkraft stammt..obwohl aus rein praktischen gründen nachvollziehbar der wärmepumpe der vorzug gegeben wird,hat die solartechnik bezüglich verfügbarkeit und klimaschutz längerfristig über die besseren karten,was in der öffentlichen diskussion nicht allgemein bekannt ist.
Peter Bachmann 23.12.2009
1xgenügt! Wir sind uns soweit einig, als man davon ausgeht, dass Strom nicht verheizt, sondern lediglich für die Aggregate einer Wärmepumpe verwendet wird, wie beim Kühlschrank. Auch ist die Infrastruktur (Stromanschluss) in jedem Haus vorhanden und erübrigt platzraubende Tanks für fossile Brennstoffe, sowie den Zubringerdienst über Weltmeere und verstopfte Strassen.
Umgekehrt eignen sich fossile Brennstoffe als mobile Energiequelle besser als Strom, weil leichter zu transportieren und die Abwärme zur Klimatisierung der Fahrzeuge benützt wird. Mit dem bestehenden Tankstellennetz ist auch diese Infrastruktur weitgehend vorhanden. Also, das Eine tun und das Andere nicht lassen.
Gian Schelling 27.12.2009
Wieder ein AKW-Zwischenfall im Elsass, EDF schaltet ab und zum Glück beschert dies den Elsässern mehr Sicherheit als "Stromlücke": http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,669146,00.html
Willi Höhener 28.12.2009
Werter Herr Schilling,
Diese französischen KKW sind die Ältesten. Ich hoffe dass wir unsere erneuern können bevor sie wegen Störungen abgeschaltet werden müssen. Meine Angst, dass sie mit ihren, an die Kriminalität grenzenden Aktionen, dies nicht verhindern können. Übrigens es hat keine Gefahr für Menschen bestanden. Die grösste Gefahr für die Gesundheit der Menschen ist im Moment ihre Angstmacherei. Auch bei uns werden von Zeit zu zeit AKW für Revisionen abgeschaltet. Es entstehen auch keine Stromlücken da es unsere Elektrizitätswirtschaft versteht, kurzzeitige Unterbrüche mit andern Anlagen zu überbrücken. Sie planen ihre Anlagen langfristig, dass uns nichts passieren kann.
n.b. Wenn meine Solarpannel mit Schnee bedeckt sind liefern sie auch keine Wärme. Ich friere trotzdem nicht.
Thomas Maisch 05.01.2010
Über die wahren CO2 Produktion von Kernenergie werden sehr unterschiedliche Zahlen herumgereicht. Unzählige Studien unterschiedlichster Schattierungen zeigen dies. Falsch ist es jedoch, was uns die grossen EVU's in der CH vorgaukeln wollen mit dem (fast) CO2 freien AKW Strom. Wenn man die Systemgrenze an der Landesgrenze zieht, mag das sein, doch das ist schlicht nicht ehrlich. Der Löwenanteil fällt bei der Gewinnung des Brennstoffs und der Wiederaufbereitung an, und dieser finden bekanntlich im Ausland statt. Die Endlagerung ist auch nicht gerechnet. Wenn man die unterschiedlichen wissenschaftlichen Studien zusammen nimmt, kommt man etwa auf eine CO2 Belastung des AKW Stroms von einem Drittel gegenüber einem konventionellen thermischen Kraftwerks, dies sind deutlich über 100 g/kWh. Und wer für die Zukunft mit neuen AKW's rechnen will, muss diese Zahl nochmal deutlich nach oben korrigieren, da der Abbau von Uran wegen zunehmender Knappheit immer energieintensiver wird. Also: Bitte mehr Ehrlichkeit bei der Diskssion unser zukünftigen Energieversorgung, und zwar von allen Seiten.
H.Burri 05.01.2010
@Thomas Maisch
Ich würde gerne wissen was Sie legitimiert die CO2-Emissionswerte, wie sie in der obigen Grafik als Ausgangspunkt dieser Diskussion gezeigt werden derart in Zweifel zu ziehen. Die Zahlen stammen nicht von den Elektrizitätsgesellschaften oder den Betreibern sondern von renommierten Forschungsinstituten wie dem PSI oder von Ecoinvent.
Die Anteile aus sämtlichen Prozessen des nuklearen Brennstoffkreiskreislaufes sind darin enthalten. Die Zahlen haben rein gar nichts mit In- oder Ausland bzw. mit willkürlich gezogenen Grenzen zu tun. Es liegt ja auf der Hand, dass Emissionen eines Energieträgers ausschliesslich auf globaler Basis betrachtet werden müssen (was dann halt oft zu Ueberraschungen führt).
Bei Wind und PV gelten die gleichen Massstäbe. Natürlich denken in diesem Falle halt viele, dass solche Technologien - wenn sie keinen Kamin sehen - auch kein CO2 emittieren. Wer von den vielen Anhängern von PV denkt denn schon daran, dass der grösste Teil der verwendeten Panels in China produziert wird unter Verwendung von Energie aus Kohlekraftwerken.
Ich betrachte Aussagen wie "deutlich über 100g/kWh" als reine Hüftschüsse. Wissenschaftliche Arbeiten zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sämtliche Referenzen angegeben werden und von jedem interessierten Leser jederzeit auch überprüft werden können.
Die umfangreichen Datenbanken von Ecoinvent sind seit kurzem im Internet für jedermann einsichtbar.
Die Basis für Ihre Aussagen vermisse ich hingegen völlig. Vielleicht liefern Sie diese ja noch nach. Dies wäre jedenfalls für einige Diskussionsteilnehmer hier von grossem Interesse. Dies fällt meiner Meinung ebenfalls unter die von Ihnen angesprochene Ehrlichkeit.
Thomas Maisch 05.01.2010
Es gibt diverse Studien über die CO2 Emmissionen von AKW Strom, leider immer nur von den entsprechenden Interessenvertretern. Meisst werden leider nur die Kraftwerke selbst bilanziert. Die AKW Gegner präsentieren "wissenschaftliche Studien", die die Emmissionen mit konventionellen thermischen Kraftwerken gleichsetzen, AKW Befürworter (und dazu zählen nun mal PSI) bieten die andere Seite des Spektrums. 8 g sind explizit für die CH ausgewiesen, grenzt also das Ausland und den "Rundumprozess" aus. Wer entsprechend googelt, findet eine Vielzahl unterschiedlichster Zahlen. Diese aufzulisten, würden diesen Rahmen sprengen. Man kann bekanntlich mit Statistiken und Studien alles inklusive das Gegenteil beweisen. Die Wahrheit liegt wie meistens irgendwo dazwischen.
H.Burri 05.01.2010
Es lässt sich offenbar einfach nicht aus der Welt schaffen.
Dem PSI hängt man immer dann das Prädikat "KKW-Befürworter" an wenn man nicht mehr weiter weiss. Dies ist wirklich zu einfach.
Sie scheinen noch nie mit Wissenschaftlern wie Hirschberg, Dones, Wokaun, etc. Kontakt gehabt zu haben.
Das PSI ist u.a. in der Energieforschung tätig, aber sicher nicht mit Schwergewicht Kernenergie. Das war vielleicht einmal so zu Zeiten des EIR.
Ecoinvent ist weltweit bekannt und renommiert in der Erforschung von Life Cycle Daten.
Es ist einfach unglaublich mit welchen unsinnigen Aussagen man immer wieder konfrontiert wird. Diese werden durch ständiges Wiederholen auch nicht wahrer.
Sie scheinen unter die Kategorie Menschen zu fallen wie sie oben von Herrn Gaydou beschrieben worden sind. Da kann man halt nichts machen.
Thomas Maisch 05.01.2010
Wie Sie auf meine Beiträge reagieren, staunt mich und wirkt geradezu fanatisch. Ich habe mich nie für oder gegen die Kernkraft gestellt, ich versuche nur, ein etwas differenziertes Bild in die Diskussion zu bringen. Es gibt nicht nur schwarz oder weiss. Ich möchte aber aufzeigen, dass AKW's nicht der einzige Weg in unserer zukünftigen Energieversorgung darstellt, genauso weinig wie die PV Technik. Um sich aber für neue AKW's entscheiden zu können, muss man zukünftige Entwicklungen berücksichtigen, und dabei dienen leider die Daten unserer "alten" AKW's nicht. Weltweit wird wieder massiv in die Kernenergie investiert, dies hat zu einer massiven Nachfragesteigerung für Brennstoff zu führen. Leider wird der Rohstoff aber jetzt schon langsam knapp! Und sind wir ehrlich, unsere direkte Demokratie verunmöglicht eine vernünftige Lösung der Endlagerung. St. Florian lässt grüssen! Die NW'ner sind das Beste Beispiel dafür. Krankenhäuser ja, AKW Strom im Mix des EWN, aber ein Endlager für schwach- & mittelradioktiven Abfall im Wellenberg sicher nicht. Glauben wir im Ernst, wir seien in der CH fähig, irgendwo ein Endlager stark radioaktiver Abfälle demokratisch durch zu bringen, ohne unsere direkte Demokratie und die Bewilligungsverfahren mit Einsprache aller möglichen Interssenverbänden zu berücksichtigen? Und das bei einem linken Energieminister, dem man am Besten eine Modelleisenbahn in den Keller stellt und dort nie mehr raus lässt (ist etwas sarkastisch gemeint). Die Lösung unserer Zukunft heisst nicht entweder-oder, sondern alle und alles miteinander. Es wird auch nötig sein, ganz neue Wege zu gehen und Mut zu haben, wie das unsere Urväter waren. Z.B. entschied des Stadtzürcher Stimmvolk für die Elektrifizierung der Stadt mit KW's in Graubünden und einer Übertragungsleitung zur Stadt, deren technische Machbarkeit von "Experten" stark in Zweifel gezogen wurde, und dies zu Kosten, die ein Mehrfaches einer Gesamtbudget der Stadt entsprachen. Heute traut man sich ja zu nichts mehr, aber klar, so lange die Energie so billig zur Verfügung steht, gibt es auch keinen Bedarf.
Benedikt Jorns 05.01.2010
@Thomas Maisch
Die erneuerbaren Energien und die Kernenergie müssen in nicht allzu ferner Zukunft zusammen unseren gesamten Energiebedarf decken. Davon sind wir heute noch sehr weit entfernt. Einzig die Nutzung von Biomasse kann weltweit einen spürbaren Anteil von 11% leisten. Die Anteile der Kernenergie mit ca. 6.5% und der Wasserkraft mit ca. 2.2% sind eher bescheiden. Die Anteile der Windkraft, der Solarenergie sowie der übrigen erneuerbaren Energien zusammen sind weltweit heute noch im mikroskopischen Bereich von deutlich weniger als 1%.
Und wir diskutieren, welche dieser Energieformen mehr CO2 erzeuge? Da haben wir wohl den zu gehenden Weg etwas aus den Augen verloren! Diese Primärenergien tragen alle dazu bei, dass wir von unserem horrenden CO2-Ausstoss wegkommen. Wenn wir vom CO2-Kreislauf bei der Nutzung von Biomasse absehen, entsteht CO2 nur, wenn bei der Gewinnung, der Aufbereitung und beim Transport dieser Energien heute noch fossile Brennstoffe im Spiel sind.
Zugegeben: Die Quelle „Dones et al. 2004“ scheint mir schon etwas alt zu sein. Zudem sind die speziell für die Schweiz ermittelten Werte in Bereichen wie etwa der Windenergie kaum sehr aussagekräftig. Eine umfassende CO2-Bilanz der verschiedenen Energiequellen zu erstellen, ist sehr anspruchsvoll. Es sind dabei möglichst alle beeinflussenden Faktoren zu berücksichtigen. Je nach angewendeten Verfahren bei der Brennstoffgewinnung und deren Aufbereitung, der Abfallbeseitigung sowie dem Bau der erforderlichen Anlagen sind für jede Energiequelle minimale und maximale CO2-Belastungen möglich. Bewertungen durch Kernkraftwerkbetreiber und deren Gegner sind durchwegs zu wenig objektiv. Die Studien müssen streng wissenschaftlich durchgeführt und in ihrer Entstehung transparent sein. Grundsätzlich müssen sie neutral und daher staatlich finanziert werden. Folgende CO2-Bilanz des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages (Verfasser: Dr. Daniel Lübbert, 2007) erfüllt diese Bedingungen: „CO2-Bilanzen verschiedener Energieträger im Vergleich - Zur Klimafreundlichkeit von fossilen Energien, Kernenergie und erneuerbaren Energien.“ Hier die interessanten Ergebnisse: http://www.happy-working.ch/CO2-Bilanz.pdf sowie der Link zur gesamten Publikation: http://www.bundestag.de/wissen/analysen/2007/CO2-Bilanzen_verschiedener_Energietraeger_im_Vergleich.pdf). Die Studie zeigt, dass Wasser- (4-13g CO2 pro kWh) Wind- (8-16g) und Kernkraft (16-23g) bei der Berücksichtigung aller CO2-verursachenden Aspekte hervorragende CO2-Belastungen aufweisen. Die Photovoltaik (80-160g) weist zur Zeit noch eine grosse Differenz zwischen min. und max. CO2-Belastung auf. Schlecht stehen bekannter weise die fossilen Brennstoffe da (bis über 1’000g). Immerhin sind auch hier beträchtliche Unterschiede zu beobachten. Erdgas verursacht wesentlich weniger CO2 als Stein- und vor allem Braunkohle.
Es gibt wohl kaum Studien über die CO2-Belastungen von Kernkraftwerken, welche die Beschaffung und die Aufbereitung des Urans nicht berücksichtigen. Die diesbezügliche Kritik von Thomas Maisch an der Studie von „Dones et al. 2004“ ist ganz einfach daneben und dient uns nicht. Er vergleicht zudem Studien mit völlig verschiedenartigen Vorgaben. Hier wird dargelegt, wie heute in unseren KKW die CO2-Belastung insgesamt aussieht. Thomas Maisch nennt zwar keine Quellenangabe, doch spiegeln die von ihm angegebenen Werte mir bekannte Studien, welche nicht die heutige Urangewinnung betrachten, sondern hypothetische Annahmen für die Zukunft machen. Dabei wird angenommen, die auszubeutenden Erze hätten nur noch einen sehr kleinem Urangehalt. Zukünftige Reaktoren (etwa ab 2030) werden jedoch vermehrt die Isotope Uran-238 und vor allen Thorium-232 nutzen und dann haben wir eine ganz andere Brennstoffbeschaffung als heute. Experten gehen davon aus, dass die Brennstoffbeschaffung für die Kernspaltung in den nächsten paar tausend Jahren kein grosses Problem sein sollte. Bis dann ist eine Ablösung durch die nochmals wesentlich effizientere Kernfusion wahrscheinlich schon lange vollzogen.
Gian Schelling 15.01.2010
Hat schon irgendwer in diesem Forum von einem Unternehmer gehört, er habe seinen Produktionsstandort nach dem lokalen Strompreis ausgewählt? Ich noch nie, denn die Stromkosten sind in unserer entwickelten Wirtschaft i.d.R. vernachlässigbarer Bruchteil der operativen Kosten eines Unternehmens und somit ist das Wirtschafts-Argument kein Pro-Atom-Argument.
Hat schon irgendwer in diesem Forum von einem Unternehmer gehört, er habe seinen Standort nach grünen Subventionen ausgewählt? Zahlreiche lebende Beispiele dafür gibt die Financial Times in ihrer aktuellen "Green Minds" Serie mit erfolgreichen deutschen Green-Tech Managern: www.ftd.de. Das Wirtschafts-Argument ist in Tat und Wahrheit ein Pro-Erneuerbare und insbesondere ein Pro-Erneurbare-Förderungs-Argument.
Dieter Büchle 08.05.2010
Auch schon mal was von der Schliessung der Kartonfabrik Deisswil gehört?
Benedikt Jorns 16.01.2010
@Gian Schelling
Ob die Förderung der erneuerbaren Energien oder ein tiefer Strompreis mehr Arbeitsplätze bringt, ist diskutierbar. Für die KMU und die Dienstleistungsunternehmen stehen die Strompreise kaum im Vordergrund. Anders sieht es bei der Standortwahl eines grossen Industrieunternehmens aus. Da werden die Argumente für und gegen einen Standort mit viel Fachkenntnis genau unter die Lupe genommen. Welche Gewichtung dabei dem Strompreis unter mehreren andern Faktoren zukommt, ist je nach Branche verschieden.
Die auf uns zukommenden Probleme bei unserem beängstigend grossen Verbrauch der fossilen Brennstoffe sind viel grösser, als allgemein angenommen. Es geht nicht darum, die verschiedenen Möglichkeiten bei der Stromproduktion gegeneinander auszuspielen. Wir sind weit davon entfernt, die fossilen Brennstoffe schrittweise durch andere Primärenergien ersetzen zu können. Wir brauchen dringend alle drei: Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Kernenergie. Gemäss Einschätzung der IEA (Internationale Energieagentur) nimmt in den kommenden Jahrzehnten der weltweite Energieverbrauch weiterhin jährlich um 2 Prozent zu und gleichzeitig erhöht sich der Anteil der fossilen Brennstoffe von 80% auf 85% und mehr. Es ist schon fast pervers, die momentan noch beängstigend kleinen Anteile der nicht fossilen Primärenergien gegeneinander auszuspielen.
D. Matter 08.01.2010
Herr Burri nennt die Deutsch Politik der Unterstützung Photovoltaik-Industrie "einen Flopp und einen Fehler, den wir in der Schweiz nicht machen sollten."
Eine neue Umfrage zeigt jedoch die ungebrochene Unterstützung der Bevölkerung für die Erneuerbaren. "Klare Mehrheit der Deutschen wünscht weiteren starken Ausbau und unverminderte Förderung der Erneuerbaren Energien (EE). Breite Zustimmung für EE zieht sich quer durch alle politischen Lager. Kommunal- und Landespolitiker sollen sich stärker für EE engagieren. Mehrheit fordert zudem, externe Kosten aller Energieträger in der Stromrechnung transparent zu machen." Quelle: http://www.unendlich-viel-energie.de/de/detailansicht/article/4/forsa-umfrage-mehrheit-der-bundesbuerger-ist-fuer-ausbau-erneuerbarer-energien-bei-unverminderter-f.html
Zudem hat die Photovoltaik-Industrie in Deutschland die von Herr Burri erwähnten 30 Milliarden an Anstossfinanzierung vom Staat sicher schon bald wieder eingespielt und die Anstossfinanzierung hat Deutschland als ein weltweit führendes Land in der PV-Industrie positioniert. Zitat: "Der Photovoltaik Branchenumsatz in Deutschland (Industrie und Zulieferer) beträgt im Jahr 2008 rund 8 Mrd. Euro" Quelle: http://www.eubusiness.at/wirtschaft/70-weltweit-boomt-der-photovoltaik-markt-nur-nicht-in-oesterreich
Ein so furchtbarer Flopp kann der deutsch Weg also nicht wirklich sein. Ich stimme Herr Burri jedoch zu, dass die Deutsche Struktur was den CO2-Ausstoss betrifft nicht ganz mit der Schweiz zu vergleichen ist.
Herr Burri schreibt weiter:
"Warum also will man in Zukunft Unsummen in PV (vor allem durch EFH-Besitzer) und Windkraftanlagen investieren?". Persönlich habe ich eine Photovoltaik-Anlage auf meinem Dach, damit ich unabhängig werde. Nach fünfzehn Jahren produziert meine PV-Anlage gratis Strom. Es rechnet sich also sehr wohl auch ökonomisch!
Herr Burri schreibt weiter:
"Zudem eignen sich beide Energieträger auch aus rein klimatischer Sicht bekanntlich nicht besonders bei uns."
Was heisst hier bekanntlich? Nennen sie mir eine Quelle!
Wie falsch diese Aussage doch ist wenn wir von Photovoltaik reden. Die Schweiz hat mehr Sonneneinstrahlung als Deutschland! Dass das Klima hierzulande nicht geeignet ist, ist ein alter Zopf der endlich abgeschnitten gehört.
Und wie falsch diese Aussage für Wind ist. Auch in der Schweiz gibt es geeignete Standorte. Die Bernischen Kraftwerke BKW konnten die Windstrom-Nachfrage nicht mehr decken und bauen nun bis im Sommer 2010 ihren Windpark im Jura aus. www.juvent.ch
Laut www.suisse-eole.ch - der Vereinigung zur Förderung der Windenergie in der Schweiz - können mittelfristig bis 2030 2,5% des heutigen schweizerischen Stromverbrauchs gedeckt werden. Langfristig bis 2050 könnten mit 800 Anlagen à 2,5 MW 6,8% des heutigen schweizerischen Stromverbrauchs (2008), oder bei abnehmendem Verbrauch (Effizienz, Sparanreize) 8% – 10% des Bedarfs gedeckt werden. Diese Werte sich doch nicht vernachlässigbar! Vorausgesetzt, dass wir und die Politik denn nur wollen. Die Kosten würden sich auf 800x6Mio = 4,8 Milliarden belaufen. Könnten wir mit so wenig Geld auch 6,8% des Stromverbrauchs mit neuen Atomkraftwerken decken?
Und für alle die jetzt schreiben werden – Aber Sonne und Wind produzieren nicht regelmässig und für Herr Burri der schreibt „Von irgendwelchen Kombinationen von verschiedenen erneuerbaren Energien ist leicht zu reden. Werden Sie bitte um einiges deutlicher für die Leser in diesem Forum. Dann könnte man weiter sehen und Ihre Meinung diskutieren. Mit solchen sehr allgemein gehaltenen Aussagen kommt man hier aber nicht weiter.“ - Die Anwort darauf können andere besser geben als ich. Im Wesentlichen handelt sich dabei um zentral geregelte Kombikraftwerke aus Sonne, Wind, Biomasse und Wasser. Bevor wir jedoch diese Kombikraftwerk-Idee umsetzen/bauen werden wir nie wissen ob es funktioniert. Aber lernen wir doch von den Deutschen. Lesen sie dazu die Artikel über Kombikraftwerke auf http://www.unendlich-viel-energie.de/de/strom/kombikraftwerk.html
Ein fundamentales Problem zwischen Atomkraftwerken und erneuerbaren Energien gibt es schon, auch wenn es schön wäre beide zusammen betreiben zu können. Für beide reicht die Finanzierung nicht aus. Oder würde ein neues Atomkraftwerk finanziert, wenn schon die Erneuerbaren (inkl. aller Optionen und Effizienzmassnahmen) den Strombedarf decken? Und umgekehrt? Das ist auch der Grund, weshalb es immer nur Befürworter und Ablehnende für die eine oder andere Richtung gibt.
Benedikt Jorns 08.01.2010
@D. Matter
Ein grosser Teil der weltweit produzierten Photovoltaik-Zellen sind dazu gedacht, in Deutschland Strom zu erzeugen. 2008 schafften sie erstmals 4'000 GWh im Jahr. Das ist beachtlich, mich freut es sehr.
Schauen wir den Photovoltaik-Weltmeister jedoch etwas genauer an: Die Schweiz ist bekanntlich kleiner als Deutschland. Auf unser Land projiziert sind das leider nur noch 375 GWh im Jahr. Ein einziges der in der Schweiz zur Diskussion stehenden neuen Kernkraftwerke leistet jährlich 12'000 GWh oder eben das 32-fache dieser unzähligen und leider nicht ganz billigen Solarstromerzeuger. Deutschland steckt Unsummen von Geld in die Photovoltaik. Nicht nur Subventionen und Abnahmegarantien, auch Steuervorteile machen es den Hausbesitzern leicht, sich für eine Photovoltaik-Anlage auf ihrem Hausdach zu erwärmen. Die „Deckel-weg“-Subventionierung wird allerdings zunehmend kritisiert. Nicht nur immer mehr Politiker, auch Strombezüger sind am hohen Strompreis nicht erfreut. Einerseits bringt zwar die Förderung der Photovoltaik neue Arbeitsplätze, doch andrerseits liebt die Industrie Produktionsstandorte nicht so sehr, wo der Strom ca. doppelt so hoch wie in der Schweiz ist. Sicher gibt es viele Gründe, weshalb die gut ausgebildeten und fleissigen Deutschen ihre liebe Mühe haben, die grosse Arbeitslosigkeit endlich in den Griff zu bekommen. Eine davon ist der hohe Strompreis.
Vielleicht wird sich der Verbrauch von Primärenergie in der Schweiz im Laufe dieses Jahrhunderts stabilisieren. Doch bereits die Aufrechterhaltung unserer phantastischen und täglich sogar noch wachsenden Infrastruktur (im weitesten Sinn) und die Bereitstellung der von uns gefragten Güter brauchen den allergrössten Teil der Primärenergie. Da nützt auch das bischen Stromsparen in unserem Haushalt nur ganz wenig. Dass jedoch der Stromverbrauch in der Schweiz zurückgehen soll, ist reine Fantasie. Die schrittweise Umstellung von den fossilen Brennstoffen auf andere Energieformen lässt unseren Stromverbrauch langfristig stetig wachsen. Einzig die momentane Wirtschaftskrise lässt für vielleicht zwei Jahre die zum Teil nicht voll laufenden Produktionsanlagen den Verbrauch etwas drosseln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass selbst der Bau der geplanten Kernkraftwerke den auf uns zukommenden Strombedarf zusammen mit den vorhandenen Wasserkraftwerken werden abdecken können. Auch die erneuerbaren Energien werden ihren wachsenden Beitrag leisten müssen. Ob die Photovoltaik dabei allenfalls eine starke Konkurrenz von solarthermischen Kraftwerken (z.B. Desertec) erhalten wird, weiss ich zwar nicht, doch kann ich mir dies anhand der gelesenen Informationen sehr gut vorstellen.
Auch wenn viele es gerne anders sehen würden, es braucht alle drei: Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Kernenergie.
Gian Schelling 19.01.2010
Die Fakten:
1. Stromverbrauch CH stagnierend / rückgängig
2. AKW-Ersatz EU durch Wind, Solar & Co. hat bereits erfolgreich begonnen.
Ich schätze Ihren integrativen Ansatz Herr Jorns und symapthiere mit Ihrer rhetorischen Art. Was ich vermisse - und sorry für die klaren Worte - sind Fakten, welche Ihre Rhetorik belegen und Ethik und Anstand, welche die Anstrengungen anderer würdigen.
Zu den Fakten: Wiederholt schreiben Sie, ein sinkender Stromverbrauch in der Schweiz sei "reine Fantasie", ein massiver Anstieg im Stromverbrauch zu erwarten und deshalb müssten neue AKWs gebaut werden. Falsch. Die Zahlen zeigen, dass sowohl Energie- als auch Stromverbrauch bereits VOR der Rezession in der CH teils stagnierend, teils rückgängig waren: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/02/06/ind13.indicator.130601.1322.html Die nächsten Jahre werden nur Rückgang zeigen. Kann sein, dass mit der von uns allen erwünschten Ablösung der Fossil-Ära dereinst wieder mehr Strom verbraucht wird. Und hier sind die Fakten, die zeigen, dass wir in 2008 den Europäischen Energiekapazitätsausbau vorwiegend mit Wind, Gas und Solar und nur zum kleinsten Teil mit Atomkraft bewältigten, also auch eine Ablösung der Atom-Ära möglich ist: http://www.ewea.org/fileadmin/ewea_documents/documents/statistics/2008_wind_map.pdf
Zu Ethik und Anstand: Wir alle bemühen uns im privaten, Strom zu sparen und aus erneuerbaren statt veralteten und riskanten Quellen zu produzieren. Obige Fakten beweisen, dass unser grossartiges (nicht, wie Sie schreiben: "bischen") Stromsparen sogar in Zeiten von Wirtschaftswachstum zu Stagnation und Rückgang im Stromverbrauch geführt hat, also massiv viel nützt (und nicht wie Sie behaupten "nur ganz wenig"). Die obigen Fakten zeigen auch, dass die Ablösung der Atom-Ära durch die Zukunfts-Ära im entwickelten Europa möglich ist, bereits begonnen hat und somit gibt es auch keinen Grund, warum die Schweiz sich in dieser Hinsicht wie eines der wenigen Entwicklungsländer statt als modernes Europa-Land verhalten sollte. Lassen Sie uns die Anstrengungen anderer nicht verbal kleinereden, wenn sie statistisch hervorragend Wirkung zeigen und schon garnicht, wenn sie letztlich auch Ihnen und mir zugute kommen. Ich freue mich auf die weitere, zukunftsgerichtete Diskussion mit Ihnen und scheuen Sie bitte nicht vor fakten-basierter Kritik an Beiträgen wie diesem!
Benedikt Jorns 20.01.2010
@Gian Schelling
Es freut mich sehr, dass Sie hinter meinen Beiträgen einen „integrativen Ansatz“ spüren. Dass Sie bei mir „Anstand vermissen“, hat wahrscheinlich etwas an sich; schon meine Frau sagt mir hin und wieder, ich solle doch bitte meine Füsse vom Tisch nehmen. Dagegen das mit der „fehlenden Ethik“ lasse ich nicht auf mir sitzen. Nach wie vor lautet meine Lebenseinstellung: „Ich will das Lebensglück von uns allen und unseren Nachkommen fördern!“ „Facts und Zahlen“ versuche ich tatsächlich durch etwas Rhetorik „süffiger“ und vor allem verständlicher zu machen.
Klickt man in der von Gian Schelling angegebenen Grafik „Endenergieverbrauch“ vom Bundesamt für Statistik auf die „Quelle: BFE: Schweizerische Gesamtenergiestatistik“ kriegt man unter anderem die Zahlen für den Stromverbrauch in der Schweiz. Füge ich noch den im Beobachter vom 15.04.09 bereits veröffentlichten Wert für 2008 hinzu (+ 2.3%), kann ich folgende Grafik für den Stromverbrauch in der Schweiz von 1980 – 2008 erstellen: www.happy-working.ch/Stromverbrauch Schweiz.pdf Die darin eingepasste Gerade zeigt uns, dass schon über längere Zeit der Stromverbrauch jährlich um die 3 Terajoule (= 0.83 GigaWattStunden) wächst. Bis 2030 fehlen uns so gerechnet jährlich knapp 17 GWh. Bis zu diesem Zeitpunkt werden ganz sicher die KKW Mühleberg und Beznau abgestellt (insgesamt 9 GWh). Die Verträge mit Frankreich für jährlich mehr als 10 GWh zähle ich hier nicht, da noch unsicher ist, ob diese nicht verlängert werden können und weil wir zur Zeit Strom in ähnlichem Umfang an Italien liefern. Das ergibt eine „Stromlücke“ von jährlich 26 GWh. Das ist mehr als die Jahresproduktion von 2 EPR mit je 12 GWh. Wenn alles wie bisher weiterlaufen würde, wäre das die zu erwartende Situation. Das muss natürlich nicht so sein, und hier gehen eben die Meinungen stark auseinander.
Zur Zeit sehe ich folgende Einflussfaktoren auf die Entwicklung des Stromverbrauchs:
1. In den letzten Jahren wurden bei einem grossen Teil der Neubauten Wärmepumpen installiert. Wahrscheinlich werden Neubauten in Zukunft noch zu einem zunehmend höheren Prozentsatz so geheizt. Wärmepumpen verringern zwar unseren Gesamtenergieverbrauch, doch erhöhen sie unseren Stromverbrauch spürbar.
=> ganz leichte Zunahme des Stromverbrauchzuwachses.
2. Bei Heizungs- und Gebäudesanierungen wird in Zukunft wahrscheinlich ein zunehmender Prozentsatz mit Wärmepumpen ausgerüstet, nicht zuletzt, weil vermehrt Subventionen fliessen.
=> ganz leichte Zunahme des Stromverbrauchzuwachses
3. Solarwärmekollektoren für die Warmwasseraufbereitung gehören heute noch nicht zum Standard bei Neubauten. Das dürfte sich in naher Zukunft ändern. Die Anlagen wurden weiterentwickelt und es sind langfristig sogar finanzielle Einsparungen möglich. Sie werden auch bei Sanierungen von Altbauten kostendeckend sein.
=> ganz leichte Zunahme der Stromeinsparung
4. Effizienzsteigerungen bei der Beleuchtung und bei Stromapparaten geschieht schon seit mehreren Jahren und wird noch einige Zeit weitergehen. Dazu gehört auch die weitgehende Vermeidung von Standby-Belastungen und der Verzicht auf unnötigen Einbaus von stromfressenden Akkus für Zahnbürsten, Rasierapparaten, Handstaubsaugern usw.
=> Stromeinsparung geht noch einige Zeit weiter; Maximale Effizienz wird jedoch vor 2030 erreicht
5. Bewusstes Stromsparen der Haushalte z.B. durch das Verzichten auf Tumbler, Abwaschmaschine usw. ist bisher noch nicht zu beobachten.
6. Die Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz bis 2030 kann ich nicht voraussehen. Im Moment haben wir kaum einen Grund anzunehmen, die momentan stattfindende Zuwanderung werde sich abflachen. Auf den langen Zeitraum bis 2030 könnte ich mir dies jedoch gut vorstellen. Gerade in diesem Punkt sind Korrekturen von Voraussagen über den zukünftigen Stromverbrauch jederzeit möglich.
Die bisher erwähnten Punkte dürften nach meiner Einschätzung keine signifikante Veränderung des jährlichen Anstiegs unseres Stromverbrauchs von 3 Terajoule bringen. Doch es folgt noch …
7. Die von verschiedenen Automobilherstellern angekündigten Autos mit Elektroantrieb sollen gemäss Experten bis zum Jahr 2030 den Benzin- und Dieselmotor weitgehend verdrängen. Bei uns Kunden gehen hier die Meinungen dazu noch stark auseinander. Das ist begreiflich. Ich selbst habe die Gewohnheit, den Experten – wenn auch etwas kritisch – vorerst zu glauben. Doch werde ich den Automobilmarkt in den kommenden Jahren aufmerksam verfolgen.
=> Ich rechne damit, dass die jährliche Zunahme des Stromverbrauchs sich in wenigen Jahren von 3 auf 4 Terajoule erhöhen wird.
Und übrigens:
Zu den offensichtlich bewusst irreführenden Darstellungen von EWEA ein andermal, wenn ich mehr Zeit habe.
MARBEA 20.01.2010
. In den letzten Jahren wurden bei einem grossen Teil der Neubauten Wärmepumpen installiert. Wahrscheinlich werden Neubauten in Zukunft noch zu einem zunehmend höheren Prozentsatz so geheizt. Wärmepumpen verringern zwar unseren Gesamtenergieverbrauch, doch erhöhen sie unseren Stromverbrauch spürbar.
DAS IST EIN PRINZIPIELLER FEHLER! MAN ERNTET HEUTE,HUNDERT JAHRE NACH BECQUEREL, DOPPELT SOVIEL WÄRME AUS DER SONNE ALS ELEKTRISCHE ENERGIE. ICH PERSÖNLICH BENUTZE FÜR MEIN MEHRFAMILIENHAUS ZWEI VERSCHIEDENE WP BEI GEEIGNETEN TEMPERATUREN ALS LÜCKENBÜSSER FÜR WARMWASSER UND HEIZUNG.
. Bei Heizungs- und Gebäudesanierungen wird in Zukunft wahrscheinlich ein zunehmender Prozentsatz mit Wärmepumpen ausgerüstet, nicht zuletzt, weil vermehrt Subventionen fliessen.
AUCH HIER SIND SOLARANLAGEN,SOWEIT BAULICH MEIST AUS PLATZ-UND KOSTENGRÜNDEN ÜBERHAUPT MÖGLICH, DER WÄRMEPUMPE VORZUZIEHEN.
STROMSPAREN IM HAUSHALT UND GEWERBE NICHT NUR DURCH EFFIZIENTERE GERÄTE, SONDERN AUCH DURCH GRUNDSÄTZLICHE TIEFER GREIFENDE VERÄNDERUNGEN IN PRODUKTION UND VERTEILUNG DER ELEKTRISCHEN ENERGIE.
Gian Schelling 20.01.2010
Danke Herr Jorns!
Eine schöne Grafik haben Sie gezeichnet! Lassen Sie uns nicht in Details verstricken, denn die offiziellen Zahlen des Bundesamts für Energie (und etwas weniger klar auch Ihre eigenen) zeigen, dass wir im Stromverbrauch begonnen haben, die Zeichen auf Effizienz, also Zukunft zu stellen. Ein Problem hat Ihre eigene Grafik im Gegensatz zu den offiziellen Zahlen aber: Sie setzen die heutigen Durchschnittswachstumsraten gleich mit jenen aus den 80-er Jahren, als ob sich seither die Welt nicht verändert hätte. Hoffentlich tun sie dies nicht um "bewusst irrezuführen" - denn Sie erwecken den Anschein, als lebten wir heute genauso verschwenderisch wie noch vor 30 Jahren. Fairerweise müssten Sie dann auch z.B. eine Grafik mit dem durchschnittlichen Jahres-Anzahl an Tschernobyl-Gaus und anderen Atomunfällen zwischen 1980 und 2009 als Problem im hier und jetzt präsentieren :-(.
Ihre weiteren wieder wageren Ausführungen zum Stromverbrauch zeigen, wie schwierig es ist, die Zukunft vorherzusagen. Einfacher ist es, die Zukunft zu gestalten und da darf ich Ihnen als kleines Beispiel nennen, dass nicht nur meine Familie "bewusst strom spart" (Ihr P.5) - was Sie durchaus in den offiziellen Statistiken "beobachten" können. Andere Forums-Teilnehmer berichten enthusiastisch von ihren Solaranlagen oder anderen Anstrengungen, uns von ausländischem Öl und Uran sowie den massiven, bereits erlebten Risiken des Atomstroms zu befreien. Nachahmung für beides empfohlen, sie dient ganz offensichtlich Ihrem "glücklichen Leben", was man von unseren bisherigen Atomkraft-Erlebnissen wohl nicht durchwegs sagen kann.
Was meinen die anderen zu diesem Appell, den eingeschlagenen Weg in punkto Energieeffizienz und Energiequellen mutig und verstärkt voranzuschreiten statt in die Schweiz der 80-er Jahre zurückzufallen?
H.Burri 22.01.2010
@ Gian Schelling
Sie fragen nach Meinungen.
Ich frage mich was Sie denn für spezielle "Atomkraft-Erlebnisse" in der Schweiz schon hatten. Kernenergie ist vielmehr ein ganz wesentlicher Teil unseres umweltfreundlichen, wirtschaftlichen und seit Jahrzehnten bewährten Strommix. Die meisten Länder beneiden uns darum. Erlebnisse hätten Sie vermutlich dann, wenn dieser Teil - aus was für Gründen auch immer - einmal wegfallen würde. Dies ist ein Risiko der anderen Art.
Sie wollen mit Solaranlagen (ich nehme an PV) und "anderen" Anstrengungen von ausländischem Oel und Uran wegkommen, sich befreien (!). Die beiden Energieträger bezüglich Abhängigkeit in den "gleichen Topf zu werfen" macht allerdings überhaupt keinen Sinn.
Denken Sie an an Fahrzeuge mit PV-Panels auf dem Dach ? Wohl kaum. Der einmal notwendige Strom für die Batterien müsste auch erst einmal produziert werden, aber kaum auf dem eigenen Dach. Damit sind wir wieder bei unserem über Jahre "gewachsenen" Stromerzeugungssystem.
Nur: Gerade diesem können Sie die tatsächlich existierende allgemeine Abhängigkeit vom Oel (und auch die vom Erdgas) eben in keiner Weise verringern, weil es sie schlicht nicht gibt.
Die Abhängigkeit vom Uran ist - im Vergleich mit jener von Oel und Gas - eine sehr viel geringere und von ganz anderer Art. Uran gibt es auf der Welt noch für lange Zeit, und - im Gegensatz zu Oel und Gas - erst noch in politisch viel stabileren Regionen dieser Welt. Uran kann zudem für gar nichts anderes verwendet werden als für die Energieproduktion in Reaktoren. Diesen wichtigen Aspekt lässt man stets ausser Acht. In einer späteren Phase wird man auch noch auf Thorium zurückgreifen können, von welchem es ebenfalls genügend gibt..
Die Abhängigkeit in der Schweiz vom Oel könnte man längerfristig praktisch nur im Wärmemarkt und im Verkehr massiv verringern. Kommt noch hinzu, dass Substituierung von Oel primär durch Strom erfolgen wird.
Man wird aber nicht einmal Zusatzbedarf beim Strom durch neue erneuerbare Energien, im speziellen durch PV, decken können, geschweige denn die heutige Basisproduktion. Wäre dies dann das "glückliche Leben" von dem Sie reden ?
Gian Schelling 22.01.2010
@ H. Burri
Sie fragen nach dem "glücklichen Leben".
Tatsächlich ist es meine Auffassung, dass weniger oft mehr bedeutet. Schauen Sie sich Schokolade an: Je weniger Sie davon haben, desto besser schmeckt jedes einzelne Stück. Essen Sie zuviel davon, werden Sie sogar krank. Mit dem Strom ist es bei uns zuhause ähnlich: Wir benutzen ausschliesslich Energiesparlampen, kochen auf kleinstmöglicher Platte, kennen keinen Standby-Betrieb und reduzieren unsere Bahn-Reisen auf das Maximum, d.h. dass jede Reise zum Hochgenuss wird. Werden wir alle davon noch mehr tun und sagen wir bloss 1/5 des Gesamtstromverbrauchs sparen (dazu sind wir auf gutem Wege) sowie 1/5 zusätzlich aus inländischem und Europäischem Erneuerbarem Strom beziehen (womit z.B. die EWZ durch Windpark-Akquisitionen ja bereits begonnen haben) werden wir nicht nur mehr Genuss und mehr Geld für anderes haben, sondern auch die heutigen 2/5 AKW-Strom sparen, die AKW-Risiken endlich abschalten und Nachts ruhig schlafen, da Wind und Sonne unendlich sind (während Uran übrigens je nach Schätzung noch 50-200 Jahre verfügbar ist). Dies ist das "glückliche Leben" von dem ich rede - sicherlich ein neues Leben aber auch nicht derart neu, dass es Sie fürchten müsste.
Peter Bachmann 22.01.2010
In meinem Haushalt brennen keine Sondermüllampen, dafür LED-Zeilen, gekocht und geheizt wird mit gesundem Verstand, der Kaffeeautomat läuft durch, aber der Mischhahn steht nicht elegant in der Mitte. Ich habe PV-Verträge mit der Sonnenstadt Burgdorf und benütze das geeignete Verkehrsmittel. So setzt jeder seine Prioritäten und lebt hoffentlich auch glücklich.
Willi Höhener 21.01.2010
An: Benedikt Jorns
Sehr guter Beschrieb der wahren Fakten. Leider ist Ihnen ein Fehler bei den Einheiten unterlaufen. Ihre Zahlen müssten mit 1000 multipliziert oder anstelle von GWh die Bezeichnung TWh = Terawattstunden verwendet werden. Zudem haben Sie die Energie der beiden KKW zu niedrig angesetzt. Die abgegebene Energie der beiden beträgt zurzeit ca. 11’000 GWh im Jahr.
Was mich interessieren würde ist: Wie viele der AKW Gegner sind bereit > Fr. --.80 pro kWh Strom zu bezahlen. Das heisst die Einspeisegebühr würde sofort abgeschafft. Nehmen diese auch in Kauf dass das Stromnetz stundenweise abgeschaltet wird da der Himmel bedeckt ist und keine Sonne scheint. Im Winter hat man den Vorteil dass man auch die Heizungen abschalten kann. Das machen die Russen auch und nur wenige Menschen sterben dabei.
Anmerkung: Mein Sonnenkollektor gibt seit ca. 2 Monaten praktisch 0 Energie ab. Der Speicher ist kalt, zu wenig Sonne, dafür Schnee und Kälte.
marbea 21.01.2010
Was mich interessieren würde ist: Wie viele der AKW Gegner sind bereit > Fr. --.80 pro kWh Strom zu bezahlen. die frage ist längerfristig nicht:"bereit sein",sondern MUESSEN! dafür werden intelligente installationen und sparsamere geräte viel weniger strom brauchen.ein intelligentes dispositiv wird erlauben,bei schlechtem wetter zeitweise die speicher aus dem netz nachzuladen.es ist ein unsinn,wenn man glaubt, jederzeit grosse strommengen abzapfen können zu müssen, anderswo auf der welt gibt es tagsüber nicht durchgehend strom für alle, die menschen sind deswegen nicht weniger glücklich (!) und es sind noch nicht alle gestorben..auch das heisswasser a discretion im mehrfamilienhaus gehört dem ueberflusszeitalter und damit der vergangenheit an. alle verbrauchshochrechnungen müssen durch neue konzepte in der elektrizitaetsbewirtschaftung neu geschätzt werden."Anmerkung: Mein Sonnenkollektor gibt seit ca. 2 Monaten praktisch 0 Energie ab. Der Speicher ist kalt, zu wenig Sonne, dafür Schnee und Kälte".wenn sie mir ihre adresse angeben,statte ich ihrer anlage gerne einen besuch ab.ich habe von mitte februar bis ende september für 4 familien das warmwasser nur vom dach,dazu in den eigentlichen sommermonaten ein aussenschwimmbad auf 28-30 grad..nur im dezember/januar beträgt die sonneninstrahlung auf unserer geographischen breite noch 10% des Wertes vom Juni/Juli .ich bin optimist und beschreibe, was man gratis bezieht,und nicht was einem hier kurze zeit fehlt.südlich einer linie von washington nach los angeles kann ein einfachstes und billiges dispositiv ganzjährig warmwasser bereitstellen.ich bin absolut kein sturer akw gegner,als uebergangslörung,diese anpassung dabei kann jahrzehnte dauern,sind sie vielleicht nötig....
weinachten/neujahr verbringen wir häufig bei den schwiegereltern des sohnes in mexico,das ermöglicht mir, die dortigen messungen ganz konkret mit denen aus dem breitengrad der schweiz zu vergleichen,auch hier fällt uns nämlich noch viel vom sonnenkönig der azteken ab, wenn man zu ernten versteht.
marbea@simail.ch
Benedikt Jorns 21.01.2010
@Willi Höhener
Danke für den Hinweis! Erinnert mich an den bekannten Silvester-Sketch „Dinner for one“. Butler James stolpert regelmässig über das Tigerfell, obschon er die Gefahr genau kennt. So etwa geht es mir bei den vielen Nullen rund um die Energieversorgung.
Die beiden Kernkraftwerke Mühleberg und Beznau produzieren gemäss den Angaben von BKW, Axpo und BFE zusammen um die 9 TWh. Wenn Sie andere Angaben haben, nennen Sie mir doch bitte die Quelle.
H.Burri 21.01.2010
@Willi Höhener
Mühleberg und Beznau produzieren im Jahr zusammen netto gut 9 TWh
marbea 21.01.2010
Mühleberg und Beznau produzieren im Jahr zusammen netto gut 9 TWh
da sei die frage erlaubt: wieviel davon eigentlich kommt zum endverbraucher,wird entsprechend dem wunsch gemäss dem beabsichtigten zweck letztendlich auch verwendet? nicht nur die zweistelligen prozentzahlen der verluste gehen auch zum eisbär und den pinguinen,auch die energie für ihren ursprünglichen zweck (z.B. beschleunigung einer eisenbahn) endet letztendlich (über die erwärmung der radbremsen) in der umwelt.mit dem hypothetischen wärmetod meinten die thermodynamiker und elektriker des 19.jahrhunderts nicht einmal diese mit dem gesunden menschenverstand leicht nachvollziehbare banalität. die wärmemenge ist ein vektor,richtungsgebunden, keine bloss zahlenmässige numerische grösse,die wieder durch abkühlen an ihren ursprungsort zurückkehrt..wer widerlegt mich,freue mich auf antworten..
marbea 21.01.2010
Mühleberg und Beznau produzieren im Jahr zusammen netto gut 9 TWh
da sei die frage erlaubt: wieviel davon eigentlich kommt zum endverbraucher,wird entsprechend dem wunsch gemäss dem beabsichtigten zweck letztendlich auch verwendet? nicht nur die zweistelligen prozentzahlen der verluste gehen auch zum eisbär und den pinguinen,auch die energie für ihren ursprünglichen zweck (z.B. beschleunigung einer eisenbahn) endet letztendlich (über die erwärmung der radbremsen) in der umwelt.mit dem hypothetischen wärmetod meinten die thermodynamiker und elektriker des 19.jahrhunderts nicht einmal diese mit dem gesunden menschenverstand leicht nachvollziehbare banalität. die wärmemenge ist ein vektor,richtungsgebunden, keine bloss zahlenmässige numerische grösse,die wieder durch abkühlen an ihren ursprungsort zurückkehrt..wer widerlegt mich,freue mich auf antworten..
Willi Höhener 21.01.2010
Entschuldigung H.Burri,
Da habe ich wirklich 2xBeznau mit Gösgen verwechselt.
Beznau 1 + 2 je ca. 3 TWh, Mühleberg 3,1 TWh. Total ca. 9 TWh. Gösgen prioduzierte 2008 7,96 TWh.
Benedikt Jorns 21.01.2010
@Willi Höhener
Die überarbeitete Fassung finden Sie übrigens unter www.panoramio.com/photo/30989287
Sie wird bei neuen Erkenntnissen jeweils angepasst.
Für Kritik, Verbesserungshinweise, Ergänzungen usw. bin ich Ihnen stets dankbar.
marbea 21.01.2010
ich habe unter dem erwähnten link www.panoramio.com/photo/30989287 auch den hinweis auf albert betz und die windkraft.gelesen.er suggeriert,salopp ausgedrückt, einen schlechten "wirkungsgrad" der windenergie,bestenfalls und vereinfacht 2/3 für den strom,einen drittel als schon nur aus heoretischen gründen unerreichbar für die katz. wenn wir kernkraft und wind vergleichen,müssen wir uns bewusst sein,dass der drittel des windes für die katz ohne menschliche einwirkung schon immer vorhanden war und ist,was man für die kernkraft gar nicht sagen kann.und dann noch etwas anderes :.die zwei drittel können nicht einfach verlustlos in elektrische energie umgewandelt werden,,der verlust ist sogar unterschiedlich,je nachdem wechsel- oder gleichstrom erzeugt wird,letzteres gilt mutatis mutandis auch für die kernkraft..
H.Burri 08.01.2010
@Herr Matter
Sie geben mir mit Ihrer Reaktion Gelegenheit nochmals auf alle meine Argumente detaillierter einzugehen. Damit werde ich leider ziemlich lang.
Warum finde ich die deutsche PV-Politik einen Flop ? In erster Linie wegen des wirklich bemerkenswerten Umstandes, dass auch nach ca. 20 Jahren Subventionen und KEV der Anteil von PV in Deutschland an der gesamten Stromproduktion noch immer unter 1% liegt. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist damit extrem schlecht. Anders kann man das doch gar nicht ausdrücken. Wieviele wissen dies aber bei uns ?
Zur Information: Bei uns beträgt der Anteil von Wind und PV an der Stromproduktion im Moment etwa 0.06%
Grund: Man hat es bei PV einfach mit einer Technologie mit extrem geringer Energiedichte zu tun, welche damit als Folge zu sehr geringer Produktion führt. Gleichzeitig wird PV noch über sehr lange Zeit der teuerste Weg sein Strom zu produzieren. Damit sind natürlich auch die totalen KEV gesamthaft sehr hoch. Der Staat setzt auf diesem Gebiet seine limitierten Mittel meines Erachtens extrem schlecht ein.
Man müsste beim Einsatz von NEE und deren Möglichkeiten schon viel stärker differenzieren und dies wiederum hängt meines Erachtens auch von nationalen Gegebenheiten ab. Windenergie in Deutschland macht - im Gegensatz zur Schweiz - sicher Sinn und diese hat ja dort innerhalb aller NEE auch den mit Abstand grössten Anteil.. Die deutsche Regierung dürfte daher bei Gelegenheit sicher einige Korrekturen an der bisherigen Politik anbringen.
Etwas was Sie nicht erwähnt haben, aber in diesem Zusammenhang auch immer wieder erwähnt wird. Es geht um die angeblich durch den Einsatz von NEE erzeugten Arbeitsplätze, ein wichtiges Argument. Klar entstehen neue Arbeitsplätze, aber es dürfte sehr schwierig sein diese genau zu beziffern. In anderen Sektoren gehen dafür jobs verloren. Für die Volkswirtschaft in erster Linie wesentlich ist doch die unter dem Strich resultierende Zahl, beispielsweise in Form von Arbeitslosen. Obama will beispielsweise in den „green industries“ seit einem Jahr bis zu 3 Millionen jobs schaffen. Tatsache ist aber, dass die Arbeitslosigkeit in den USA noch lange bei hohen 10% verharren dürfte.
Zur ungebrochenen Unterstützung der NEE in Deutschland. Ich weiss nicht ob die Unterstützung für alle NEE mehr oder weniger die gleiche ist. Ich stelle die Frage generell: Könnte es sein, dass die (jetzt auch bei uns) etablierten Finanzierungssysteme als eine Art von willkommener „Geldmaschine“ betrachtet werden ? Warum soll man auch weiter denken, wenn man damit gutes Geld verdienen kann ? Nicht vergessen: Weil PV immer noch extrem teuer produziert so sind dort auch die KEV mit Abstand am höchsten. Dies ist auch bei uns so. Viele möchten daher auch am liebsten überhaupt keinen Deckel bei den Jahresbeiträgen des Bundes. Parallelen zur Landwirtschaft drängen sich direkt auf.
Ich frage ketzerisch: Muss generell eine Entwicklung immer richtig sein und zu den erwünschten Resultaten führen nur weil diese von der Mehrheit aus irgendwelchen (meist schwer nachvollziehbaren Gründen) als richtig und sinnvoll erachtet wird, auch wenn der Grossteil der Bevölkerung kaum Ahnung von wesentlichen Fakten und Zusammenhängen hat ? So entstehen halt einfach hypes aber über die damit verbundenen vielfältigen psychologischen Aspekte kann und will ich mich nicht weiter äussern. Für mich ist die ganze Diskussion, welche ja zudem von den Medien ständig geschürt wird, ein solcher Hype, in erster Linie die PV.
Ich habe mir die deutschen Umfrageergebnisse kurz angesehen. Einiges fällt dabei ganz schnell auf. Beispielsweise: Ein Solarpark ist halt sexy, da gibt es keine auf den ersten Blick feststellbaren Emissionen irgendwelcher Art. Windparks sind schon bedeutend weniger gefragt. Da hat man ja schliesslich mit der Zeit von einigen
Problemen gehört (und auf dem flachen Land in Norddeutschland, also in unmittelbarer Nähe von Windparks, dürfte die Akzeptanz über die Jahre doch ziemlich gesunken sein). Was einen wirklich auch erstaunen muss ist das Ergebnis, dass sogar 13% der Grünen möchte, dass die Förderung der NEE zurückgefahren werden soll ! Wie muss man sich dies erklären ?
Weiter: Fast gleich viele in Deutschland wollen keine KKWs, aber auch keine neuen Kohlekraftwerke. Die EVUs in Deutschland aber planen über 30 grosse Kohlenkraftwerke, weil sie wissen, dass der Industriestandort Deutschland mit seiner gewaltigen Exportindustrie sonst einmal gefährdet sein könnte, wenn sich eine Stromlücke auftun sollte. Die Branche unterliegt also ganz sicher nicht dem allgemeinen hype weil diese Leute eben die entscheidenden Fakten und Zusammenhänge kennen welche andere wiederum nicht wahrhaben wollen oder einfach schlicht ignorieren.
Glauben Sie mir: Die Forderung nach mehr Transparenz bei allen Energieträgern wird immer wieder gestellt. Genau heisst die übrigens „Internalisierung externer Kosten“. Dies ist aber eine äusserst komplexe Angelegenheit und praktisch nicht machbar. Zudem könnte sich so etwas sogar einmal als zweischneidiges Schwert erweisen.
Nur kurz: Kosten von extrem seltenen Unfällen bei der Grosstechnologie sind immer schwer bezifferbar und vor allem liegt das Problem bei den extrem geringen Wahrscheinlichkeiten mit welchen solche Ereignisse passieren. Andererseits würde sich aber beispielsweise die kontinuierliche Emission von Schadstoffen (CO2 und andere) bei einer Internalisierung direkt anbieten. Man müsste beispielsweise Kosten gesundheitlicher Schäden, welche dadurch entstehen (von allfälligen Klimafolgen will ich gar nicht erst sprechen) kostenmässig erfassen. Da müssen wir eigentlich gar nicht weiter diskutieren. Die Politiker würden sich permanent in den Haaren liegen über Berechnungsgrundlagen und anzuwendende Zahlenwerte. Allerdings dürfte aber klar sein, dass CO2-arme Technologien dann grundsätzlich besser abschneiden würden, wenn man solche Kosten auf die Produktionskosten überwälzen würde weil man „transparenter“ werden möchte. Sie sehen, dass man damit wieder Dinge verlangt, welche von den Urhebern vermutlich gar nicht richtig durchdacht worden sind. Diesen wichtigen Aspekt habe ich ja bereits oben erwähnt.
Uebrigens: Kann man wirklich sagen, dass sich Deutschland als ein weltweit führendes Land in der PV-Industrie positioniert hat, wenn doch der grösste Teil der Panels aus China importiert wird, hergestellt mit Energie und Strom grösstenteils aus Kohlekraftwerken und entsprechend mit „grauem“ CO2 angereichert ?
Bezüglich CO2-Emissionen vermuten Sie richtig, dass irgend etwas nicht stimmen kann, bzw. dass die Situation in Deutschland sich ganz fundamental von jener in der Schweiz unterscheidet, was die PV betrifft. Wenn Sie nach all dem oben gesagten noch nicht der Meinung sein sollten, dass PV in Deutschland ein Flop ist, so möchte ich Sie jetzt noch überzeugen, dass dies aber ganz sicher für die Schweiz zutrifft.
Ich kann sogar verstehen, dass jemand dafür ist den Strom nur aus NEE zu erzeugen, wenn er fundamental total gegen den Einsatz von Kernenergie ist. In der Schweiz verfügen wir immerhin über einen Anteil von 60% aus erneuerbarer Wasserkraft. Schön auch, dass dieser Energieträger eigentlich der einzige ist, welcher kaum umstritten ist auch wenn es klar sein dürfte, dass auch hier nur noch sehr wenige Grossprojekte realisierbar sind und auch diese nur gegen massive fundamentale Opposition.
Ich bin seit langem überzeugt, dass die folgende Wahrheit die ist, welche von den Anhängern von PV am meisten unter dem Deckel gehalten wird (auf jeden Fall von jenen welche es aufgrund der Fakten wirklich wissen müssten), weil sie überhaupt nicht zum erwähnten hype passt. Dies sind aber im wesentlichen genau jene (weitgehend ignoranten) Leute, welche glauben für das Klima etwas gutes zu tun.
Es besteht ein riesiger Unterschied zwischen der Situation in Deutschland und der in der Schweiz. Sie sind total voneinander verschieden. In Deutschland kann man mit PV die enormen CO2-Emissionen des dortigen Strommix von etwa 650 g/kWh (!) (weil ja der grösste Teil des Stroms mit fossilen Energieträgern produziert wird) mit dem Einsatz von PV tatsächlich reduzieren. Bei uns geht dies bei einem entsprechenden (um einen Faktor von über 30 !! tieferen) Wert von ca. 19 g/kWh logischerweise eben nicht. Mit anderen Worten: Jede kWh unseres Strommix (Wasserkraft/Kernenergie, kein Einsatz von fossilen Energieträgern), welche durch eine kWh aus PV substituiert wird erhöht grundsätzlich die CO2-Emissionen in der Schweiz, weil PV mit 78 g/kWh zu Buche schlägt. Alle diese Ueberlegungen finden logischerweise immer auf einer globalen Basis statt. Die meisten müssten eigentlich intelligent genug sein diese einfache Geschichte zu verstehen und endlich zu begreifen. Statt dessen wird diese Tatsache von den allermeisten konsequent ausgeblendet. Die obigen Werte werden im übrigen von Ecoinvent bestätigt (eine Organisation, welche sogenannte Life Cycle Daten erforscht). Es dürfte darum auch klar sein, warum die bekanntesten Gegner der Kernenergie, wie beispielsweise NR Rechsteiner. der Kernenergie in aller Oeffentlichkeit Emissionswerte für CO2 von bis zu 160 g/kWh „anhängen“. Dies hat auch gerade wieder die Schweizerische Energiestiftung (SES) in einer Broschüre gemacht, welche überall in den Haushalten verteilt worden ist (ca. 100 g/kWh). Ein perfides Spiel kann man da nur sagen.
Frage: Sind Sie wirklich unabhängig mit Ihrer PV-Anlage auf dem Dach Ihres Hauses ? Das nehme ich Ihnen nicht ab. Auch Sie werden über einen Netzanschluss verfügen, den Sie garantiert regelmässig brauchen, es sei denn, dass Sie sich irgend eine „Speicheranlage“ zusammengebastelt haben. An dieser Stelle frage ich Sie: Waren Sie bis heute wirklich der Ansicht, dass Ihre PV-Anlage CO2-frei produziert ?? Dies interessiert mich echt. Es gilt aber eben global zu denken, das global produzierte CO2 verteilt sich ja schliesslich mit der Zeit einigermassen homogen in unserer Atmosphäre, auch das in China produzierte.
Wenn Sie von „ökonomisch“ sprechen so möchte ich darauf nur erwidern, dass gerade unser Strommix in der Schweiz äusserst ökonomisch produziert wird (mit einem Gestehungspreis von rund 5 Rp/kWh). Schauen Sie sich doch bitte einmal die Strompreise (Verkaufspreise !) an, vor allem in Ländern wie Italien, ein Land welches seit vielen Jahren ein reiner Netto-Importeur von Strom ist. Strompreise sind doch nicht das Problem bei uns, auch wenn man dies immer wieder meint. Zudem gibt es gerade in grünen Städten wie Zürich viele Leute, welche sich darum reissen grössere Zuschläge zu zahlen, nur um sicher zu sein, dass sie reinen Solarstrom erhalten, welchen die Stadt allerdings überall zusammensuchen muss.
Mein Einwand wegen der Eignung von PV und Wind in der Schweiz sollte doch einigermassen klar sein. PV ist rein von der jährlichen Sonnenscheindauer her gesehen sicher in südlichen Ländern geeigneter. Dort dürften es einige Stunden mehr sein als bei uns. Dies müssen Sie selbst ermitteln. In der Schweiz rechnet man mit etwa 880 Volllaststunden pro Jahr. Vielleicht werden Sie noch näher begründen warum in diesem Zusammenhang „ein alter Zopf abzuschneiden“ ist. Diese Bemerkung verstehe ich nicht. Es macht doch überhaupt keinen Sinn darüber zu streiten ob die entsprechenden Grafiken für die Schweiz ein paar Sonnenstunden mehr zeigen als in Deutschland.
Für viele PV-Anhänger scheint dies aber schon ein gewisser Schönheitsfehler zu sein. Sie möchten nämlich im grossen Stil PV-Strom beispielsweise aus Spanien oder aus Griechenland importieren. Zu damit verbundenen Uebertragungs- und Netzproblemen möchte ich mich aber nicht weiter äussern. Dies sei auch all den Leuten gesagt, welche keine Ahnung von solchen „Kleinigkeiten“ haben. Im Grunde genommen ist es nämlich noch viel komplizierter und zeitaufwendiger zusätzliche Leitungskapazitäten zu schaffen als neue Produktionskapazitäten. Die Stadt Zürich hat soeben eine Anzahl von Windkraftanlagen in Deutschland gekauft. Dies stellt im Moment eine reine Finanzbeteiligung dar. Der Strom wird in Deutschland gebraucht. Es wird noch mehrere Jahre dauern, bis dieser Strom in Zürich auch verbraucht werden wird.
An dieser Stelle muss ich sagen, dass auch ich der Meinung bin, dass Solarenergie eine gute Sache sein kann, aber eigentlich nur, wenn man - wie jetzt in Spanien - im grossen Stil thermische Solarkraftwerke bauen will. Dies sind aber völlig andere Prozesse und man kann mit entsprechenden internen Speichersystemen auf völlig andere Betriebszeiten kommen (nahe Grundlastbetrieb). Vergessen wir so etwas ganz schnell für die Schweiz. Dies ist ebenfalls ein Hinweis darauf, wenn ich sage, dass die Schweiz aus klimatischen Gründen nicht unbedingt für PV geeignet sei.
Nun zum Wind. Dort sind die Nachteile bei uns noch offensichtlicher als bei der PV.
Sie sagen, dass mein Einwand wegen ungünstiger klimatischer Bedingungen total falsch sei. Auf dem Mt. Crosin stehen im Moment noch die meisten WKAs. Eine schnelle Auswertung zeigt, dass diese bis jetzt über 10 Jahre auf durchschnittlich etwa 1´100 Volllaststunden gekommen sind, mit erheblichen jährlichen Schwankungen. Dies ist nicht gerade viel. Mit einem neuen Typ will man jetzt mit 10 neuen Anlagen auf rund 2´000 h kommen. Dies wird man erst noch sehen müssen. Genügt Ihnen dies als Entgegnung ? Je weiter man sich gegen Norden bewegt oder gar aufs Meer hinaus (mit off shore Anlagen) desto höher werden natürlich die Volllaststunden (im besten Fall > 3´000 h).
Gegenüber Deutschland bietet daher die Schweiz für Windenergie sicher ganz klar um einiges schlechtere Voraussetzungen als Deutschland, eben aus rein klimatischen, eher topografischen Gründen. Ich denke, dass dies eigentlich unbestritten ist. In der Schweiz werden wir sicher praktisch über fast jede neue WKA eine grosse Diskussion führen. Die Leute haben wenig Ahnung wovon sie reden. Man müsste einfach einmal drei grosse Windparks in Kalifornien gesehen haben, von denen jeder vielleicht 5´000 oder mehr einzelne Windräder umfasst. Klein ist nicht unbedingt beautiful und vor allem schenkt es mengenmässig nicht ein.
Was die BKW betrifft: Wie kann man innerhalb des Netzes von BKW eigentlich praktisch feststellen, dass die Nachfrage nach Windenergie so gross ist ? Klar gibt es bei uns ein paar geeignete Standorte, gerade im Jura. In besiedelten Gebieten des Mittellands dürfte es bereits etwas schwieriger werden. Dies hat nicht zuletzt mit unserer erheblich grösseren Bevölkerungsdichte zu tun. Anlagen gar im Hochgebirge würde ich aus verschiedenen Gründen eher zu den Prestige-Projekten zählen. Wenn ich das richtig sehe so werden sich einige Organisationen sehr schnell quer legen gegen Projekte. Viele potenziell günstige Windgebiete (für Schweizer Verhältnisse) decken sich leider mehr oder weniger mit Gebieten, welche unter Landschaftsschutz stehen (ob offiziell oder nicht weiss ich nicht)
Vorerst die Frage an Sie: Glauben Sie wirklich, dass wir bis 2050 die Schweiz mit rund 800 WKAs richtiggehend „verspargeln“ sollen ? Dies wage ich zu bezweifeln.
Ich möchte jetzt einmal ein paar kleine Rechnungen machen, weil dies offensichtlich den meisten auch nicht unbedingt gelingt. Bei einigermassen normalen wirtschaftlichen Verhältnissen (die hoffentlich wieder kommen werden) wird der Stromverbrauch pro Jahr um etwa 1.5% steigen. Bis heute ist es eigentlich auch noch nie gelungen den Anstieg beim Stromverbrauch vom Wachstum des BIP abzukoppeln. Der Verbrauch wächst jeweils um etwa 1% weniger als das BIP. Dies wären dann fast 35% bis 2030, ein nicht unerheblicher Anstieg wie ich meine (Stand heute rund 60 TWh Produktion im Jahr). In diesem Zusammenhang noch etwas. Sie reden von abnehmendem Verbrauch. Ich denke, dass Sie diese Annahme vergessen sollten. Irgendwelchen, teils völlig überrissenen Effizienzvorstellungen stehen einige Faktoren gegenüber welche klar zu Mehrverbrauch führen, wie Umwelt- und Klimaschutz (generell Substitution von Oel, Gas durch Strom), mehr Einwohner, mehr Verbraucher, Beginn der Elektrifizierung des Verkehrs, steigender Bedarf bei den Bahnen, etc. grössere Wohnfläche pro Person, Verbrauchsanstieg in der Informationstechnologie, etc. Natürlich sind die von Ihnen erwarteten max. 10% welche allein WKAs Ihrer Meinung nach am Verbrauch bis 2050 decken könnten nicht vernachlässigbar, aber sie sind eben mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit überhaupt nicht im entferntesten realisierbar. Dies würde absolut harte staatliche Zwangsmassnahmen aller Art erfordern wie ich meine.
Grosszügig gerechnet (bei 1´500 Volllaststunden im Jahr) wären dies dann 3 TWh Windstrom. Dies sind 5% auf heutiger Basis. und 3.7% im Jahr 2030 (81 TWh). und 2.8% im Jahr (108 TWh). Ich muss allerdings sagen, dass ich es als sinnlos erachte bis 2050 blicken zu wollen.
Nehmen wir als 2030. Zuwachs bis dann, 20 Jahre, 21 TWh. Spätestens jetzt zeigt sich doch (erst noch bei mehr oder weniger gleicher Produktion wie heute aus Wasserkraft und auslaufenden Lieferverträgen mit Frankreich, teilweise ab 2020) ein Manko in der Produktion oder eben „Stromlücke“ genannt von 18 TWh. Woher sollen diese denn Ihrer Meinung nach kommen ? Dies würde mich wirklich brennend interessieren. Sie müssten mir jetzt vermutlich einfach sagen, dass Sie ab sofort auf dem 2´000 W-Pfad marschieren (so wie die Stadt Zürich es sich vorgenommen hat).
Nehmen wir noch die Investitionen von 4.8 Milliarden (heutiger Stand) für eine Produktion von 3 TWh bis 2050. Auf heutigem Stand basierend kann man mit dieser Investition etwa 12.4 TWh bis etwa 2025 zusätzlich mit einem neuen KKW von rund 1´600 MWe Leistung produzieren, wenn man spätestens ca. 2015 einen entsprechenden Grundsatzentscheid fällen würde. Dies wären fast 21% des heutigen Verbrauchs. Bei einem Anstieg von 1.5% würde die Lücke im Jahre 2025 damit nur sehr klein (75 TWh, Verbrauchszuwachs 15 TWh). Die fehlenden 3 - 5 TWh wären mit NEE denkbar. Eine Produktion in dieser Grössenordnung wird auch vom BFE ins Auge gefasst. In diesem Zusammenhang möchte ich auf den Bericht „Energieszenarien 2035“ des BFE hinweisen. Auch wenn darin vier Szenarien detailliert beschrieb werden so stellt der Inhalt des Berichtes (je nach politisch durchsetzbarem Szenario) die Energiepolitik des BFE und damit des Bundesrats dar. Leider hört man nur sehr selten von diesem Bericht und den Erkenntnissen, auch in diesem Forum nicht.
Die Antwort auf Ihre Frage ob man mit 4.8 Milliarden 6.8% des heutigen Verbrauchs mit einem neuen KKW abdecken kann beantworte ich mit einem klaren Ja ! Man kann sogar 3 mal mehr abdecken (und dies erst noch mit minimalem Flächenbedarf).
Noch ein wichtiger Hinweis. Sprechen müssten wir hier auch noch über erforderliche Regelenergie und über intelligente Netze (smartgrids, später allenfalls auch unter Einbezug von Elektromobilen für Speicherzwecke ) und deren Kosten wenn wir über den Einsatz nicht grundlastfähiger PV und Wind im grösseren Stil in der Schweiz sprechen. Ich denke, dass wir diese Dinge im betrachteten Zeitraum bis etwa 2030 vergessen können. Von einer Situation allerdings sollten wir Abstand nehmen, wenn wir in diesen Fragen glaubwürdig bleiben wollen. Wir können nämlich wegen einer sich einmal öffnenden Stromlücke nicht plötzlich alle schönen Grundsätze über Bord werfen und subito den Bau von Gaskombikraftwerken fordern. Ich befürchte allerdings, dass es dennoch einmal soweit kommen könnte und dass die Wahrscheinlichkeit dafür nicht gerade klein ist. Dann aber könnten wir Massnahmen zum Klimaschutz bereits schon heute aufgeben. 20% CO2-Reduktionen lägen dann bis 2020 ganz bestimmt nicht mehr drin.
Ueber Kombikraftwerke mag ich mich jetzt nicht mehr speziell auslassen. Auf dem Papier sieht dies alles schön aus. Ich denke nicht, dass wir diese Idee auf die Schweiz übertragen können und zwar in erster Linie nicht, weil wir eine völlig andere Struktur unserer Stromversorgung haben. Dieses Modell dient in erster Linie dazu alle Elemente der regenerativen Stromversorgung sinnvoll miteinander zu verbinden. Wir verfügen über 60% grundlastfähige Wasserkraft. Diese kann man nicht in ein solches System hineinzwängen. In dieser Beziehung sieht eben bei uns alles ganz anders aus als in Deutschland, welches nur über sehr wenig Wasserkraft verfügt. Man kann eben beim besten Willen nicht alllzu viel von Deutschland lernen. Da liegen aufgrund der eingesetzten Energieträger Welten zwischen den beiden Strom- und Energieerzeugungssystemen.
Auch hier leider meine Bemerkung: Man muss schon ziemlich genau wissen wovon man redet. Nicht alles was an sich als Idee interessant erscheinen mag lässt sich bei Berücksichtigung von spezifisch geltenden (nationalen) Randbedingungen auch verwirklichen. Die Schweiz verfügt dafür über Pumpspeicherwerke und damit lässt sich etwas bewerkstelligen wovon andere nur träumen können. Man kann nämlich Strom „speichern“. Im Konzept des Kombikraftwerks wird diese nicht unwichtige Rolle von den Elektromobilen übernommen (bzw. deren Batterien). Dumm nur, dass man noch sicher 2 Jahrzehnte warten muss bis genügend Elektromobile vorhanden sein werden um alle diese kühnen Ideen zu verwirklichen.
Ihren letzten Sätzen kann ich zustimmen, beispielsweise dort wo Sie sagen, dass es schön wäre KKWs und NEE-Anlagen zusammen bzw. nebeneinander zu betreiben. Ich vertrete immer die Meinung, dass alle bewährten Energieträger ihre Daseinsberechtigung haben und es Koexistenz auf diesem Gebiet geben soll. Man soll damit die nötige Erfahrung sammeln. Es gibt aber leider zu viele Ideologen im Land, welche dies unter gar keinen Umständen wollen, die Kernenergie verdammen und subito alle KKWs abstellen wollen. Hier wollen wir einmal etwas abwarten und schauen wie dies in Deutschland in Zukunft gehandhabt werden wird, wo Frau Merkel (eine Physikerin von Haus aus, welche den nötigen Durblick hat !) die Kernenergie für noch längere Zeit als notwendige Brückentechnologie bezeichnet hat
Ihre Frage ob ein neues KKW finanziert würde wenn bereits die NEE inkl. aller Optionen (welche ?) und Effizienzmassnahmen den Strombedarf decken würde (wann ? ist hier eigentlich völlig unnötig. Dies ist einfach nur extremes Wunschdenken.
T.M. 13.01.2010
Bei zwei Dingen möchte ich hier doch noch meinen Senf dazu geben.
1. Thema PV / CO2 pro kWh in der Schweiz:
Natürlich ist es richtig (unter Annahme, dass die Zahlen auf dieser Seite Stimmen), dass jede PV Anlage die Menge CO2 pro kWh in der Schweiz erhöht. Aber ist dies bei diesen Zahlen relevant? Bringt es denn etwas, wenn man die Schweiz als Insel betrachtet, wenn rundherum Kohlekraftwerke stehen, die 1 kg oder mehr pro kWh CO2 produzieren? Ich denke, alles was unter 100 g / kWh liegt ist wirklich top!
Das PV bis zu einem gewissen Grad ein Flop ist, da stimme ich Ihnen allerdings zu. Es rechnet sich vielleicht einmal bei einer Erhöhung des Strompreises für Endverbraucher, welche ja dann den Endpreis (sprich Hochtarif) durch eigenen Strom teilweise ersetzen. Überhöhte Vergütungen pro kWh (siehe KEV) finde ich allerdings blödsinnig.
Thema 2: Kosten Wind/Kernkraft
Was ich leider dauernd sehe, ist, dass Leute die Kosten von Kernkraft STARK unterschätzen. Sie schreiben von 4.8 Milliarden für ein 1.6 GW KKW. Ich nehme an Schweizer Franken. Dies ist eindeutig zu wenig. Der EPR in Finnland (Olkiluoto 3), scheint bis jetzt schon bei einem Budget von 5.3 Milliarden EURO gelandet zu sein (also ca. 8 Mrd SFr). Und damit ist noch kein Abfall entsorgt. Wieviel die Abfallentsorgung schlussendlich kosten wird, können vielleicht unsere Kinder in ein paar hundert Jahren verlässlich sagen! Ein EPR in der Schweiz wird sicherlich auch nicht günstiger (ich schätze teurer) als in Finnland.
Nehmen wir an, Windkraftwerke können gebaut werden (wieso auch nicht, Staumauern sind auch nicht gerade etwas kleines), KKWs sind auch keine Bereicherung fürs Auge...
Schon jetzt wurden in St. Brais für 11 Miliionen 2x2 MW Windkraft installiert. Also 5.5 Mio für 2 MW.
Das heisst, für die 8 Mrd für das KKW kann man ca. 1500 solcher 2 MW Turbinen aufstellen. Peak Leistung ca. 3 GW.
Wenn ich mir die Produktionsdaten der 2 MW Anlage in Collonges anschaue, erreicht man dort 2100-2400 Vollaststunden bzw. 24-27 % der Peak Leistung im Schnitt. Eine installierte Leistung von 3 GW würde also im Schnitt 750 MW abgeben. Für den Preis eines AKW.
Zugegebenermassen: nur halb so viel wie das AKW, aber ohne Abfall und Risiko, das darf uns auch etwas Wert sein.
Ich weiss, jetzt werden Bemerkungen kommen von wegen unregelmässiger Stromerzeugung.
Aber gerade die Schweiz ist doch in der privilegierten Lage, so viele Speicherkraftwerke zu haben um dies zu kompensieren.
So, mein Teil zur Diskussion... und nein, ich bin kein Grüner, nur Realist und Ingenieur, dem die Glorifizierung der AKWs langsam stinkt.
H.Burri 14.01.2010
Als Ingenieur ist es Ihnen klar, dass bei unserem umweltfreundlichen Strommix (19 gegenüber 650 g CO2/kWh in Deutschland) überhaupt kein Potenzial vorhanden ist bei der Stromerzeugung CO2 einzusparen. Es gibt eben praktisch gar keines. PV zur Stromerzeugung ist bei uns aus diesem einfachen Grund völlig für die Katz. Eine reine Geldverschwendung sowohl auf Seite der Anwender wie auch beim Staat, welcher via KEV unnötigerweise Steuergelder zu deren Unterstützung einsetzt.
Die durch den allgemeinen hype um neue erneuerbare Energien Irregeleiteten machen stets den grundsätzlichen Fehler, dass sie einfach von Energie reden statt grundsätzlich zwischen Strom und Wärme zu unterscheiden. Die CO2-Sparpotenziale in der Schweiz liegen praktisch einzig und allein beim Verkehr und beim Einsatz von Oel und Gas zur Wärmeerzeugung, beispielsweise im Gebäudebereich durch Sanierung von Altbauten bzw. durch den Bau von Minergiehäusern. Daher ist der Weg bis zu einer Reduktion von 20% im Jahre 2020 (neuerdings völlig im eigenen Land) auch nicht unbedingt einfach.
Diese Fakten festzuhalten scheint heutzutage halt einfach bereits „politically incorrect“ zu sein (auch bei denen, die es eigentlich auch wissen müssten).
Was den Bau neuer KKWs betrifft so bin ich mit Ihnen nicht ganz einig. Tatsache ist einfach, dass in Finnland und auch in Frankreich beim Bau des EPR nach den vielen Jahren ziemlich viel knowhow wieder aufgebaut werden muss, vor allem auch bei Lieferanten und Contractors. Man müsste den Finnen eigentlich dankbar sein, dass sie in diesem Sektor eine Vorreiterrolle übernehmen. Im übrigen sind die Probleme offenbar eher Diskussionsstoff ausserhalb von Finnland. Die finnische E-Wirtschaft steht nämlich unmittelbar davor den Bau eines zweiten EPR zu beschliessen.
Ich bin überzeugt dass ein EPR in der Schweiz einmal für 5 Milliarden CHF gebaut werden kann (heutige Kosten). Die massiven Kostenüberschreitungen beim Bau des KKW Leibstadt können als schlechte Erfahrung nicht in die Zukunft übertragen werden. Da ging es um ganz spezifische Gründe, welche sogar zu einem längeren Bauunterbruch führten, welchen aber weder der Lieferant noch der Bauherr zu verantworten hatten.
Noch etwas zur Windkraft. Ich bin selber überrascht, dass die WKA in Collonges seit etwa 3 Jahren auf über 2´000 Volllaststunden kommt. Daraus müsste man ja fast schliessen, dass die vielgepriesenen Jurahöhen für WKAs doch nicht die idealen Standorte in der Schweiz sind. Die bereits bestehenden Anlagen auf dem Mt. Crosin haben im Maximum während 10 Jahren kaum 1´200 Volllaststunden überschritten. Mit den 10 neuen will man auf 2´000 Stunden kommen. Entscheidend ist offenbar eine grössere Nabenhöhe von 90 m.
Vielleicht müsste man halt das Rhonetal total „verspargeln“. Es ist aber meiner Meinung nach eigentlich nicht davon auszugehen, dass einmal (2050 ?) in der Schweiz 1´500 WKAs Strom produzieren (anstelle eines „halben“ EPR). Für die Substitution des heutigen Anteils von Strom aus KKWs von über 25 TWh müsste es allerdings ein mehrfaches von 1´500 Anlagen sein.
marbea 21.01.2010
"Warum finde ich die deutsche PV-Politik einen Flop ? In erster Linie wegen des wirklich bemerkenswerten Umstandes, dass auch nach ca. 20 Jahren Subventionen und KEV der Anteil von PV in Deutschland an der gesamten Stromproduktion noch immer unter 1% liegt. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist damit extrem schlecht. Anders kann man das doch gar nicht ausdrücken."
PV und Kernkraft soll man nicht auf diese weise vergleichen.es geht nicht um die menge des produzierten stromes.die frage muss lauten: wieviele bedürfnisse der menschheit kann solarkraft im vergleich zur kernkraft befriedigen.dazu sind nicht gleiche,sondern bei rationaler disposition der anlagen,unterschiedliche strommengen notwenig.
dann schneidet im vergleich die solarenergie plötzlich gar nicht mehr so schlecht ab.es ist nämlich purer unsinn, pv zu subventionieren,den effekt von becqerel mit der nobelpreisformel von einstein als hochspannung zu transformieren,transportieren und dann wieder treppab als konsument mit geräten zu verbrauchen,die an sich eine geringe energiemenge benötigen.die aktuelle deutsche bundeskanzlerin soll einmal physik studiert haben und wird sich daher wohl ebenso kritisch zu dieser unzweckmässigen subventionierung stellen wie zur these ihres vorgängers,die akw abzustellen.
Peter Bachmann 09.01.2010
@Herr Burri
Darf ich sie schliesslich an die Titelfrage dieses Forums zurückerinnern? Mir ist noch allgegenwärtig, als ich in der Baubewilligung meiner ersten PV-Anlage las: "Das Abwasser ist in die öffentliche Kanalisation abzuleiten." Das war vor 25 Jahren, wo sich noch niemand um CO2 Emmi's kümmerte.
Dafür braucht es inzwischen glücklicherweise auch keine Baubewilligung mehr. Ja, wenn ich auf mein Dach blicke und im Keller den WR summen höre, habe ich wirklich das Gefühl Strom CO2-frei zu erzeugen. Was vorher war interessiert mich nicht mehr. Das ist wohl auch die Meinung der Mehrheit und die Verschleierung bei Grosskraftwerken. Was vor der Erzeugung war wird ignoriert und Kernbrennstoffe werden nach einem Vierteljahrhundert immer noch auf Halde gelegt.
Gian Schelling 19.01.2010
@Peter Bachmann
Wunderbares Beispiel mit dem Abwasser! Genauso absurd wäre es heute, von AKW-Neubauern zu fordern, "Risiken von Terroranschlägen, Super-Gaus etc. sind auszuschliessen oder zu versichern". Geht nicht. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass die Schweiz ein sicheres Land bleibt, mit zukunftsweisenden, nicht veralteten Energiequellen.
Willi Höhener 09.01.2010
@ P. Bachmann
Es stimmt natürlich nicht, dass sich vor 25 Jahren noch niemand um den CO2 Ausstoss gekümmert hat. Wir haben Elektrospeicherheizungen installiert. Damit hätte Öl eingespart und der CO2 Ausstoss stark reduzieren erden können. Wir haben auf das KKW Kaiseraugst gehofft. Nun haben so genannte Umweltschützer mit an die Kriminalität grenzenden Aktionen den Bau verhindert. Damit war Ende mit den Elektroheizungen und somit auch der Möglichkeit jährlich bis zu 1,5 Millionen Tonnen CO2 einzusparen.
T.M. 13.01.2010
Da Kann man ja nur von Glück sprechen, dass dieses AKV nicht gebaut wurde, sonst wären jetzt noch mehr dieser hirnverbrannten Elektroheizungen vorhanden.
Peter Bachmann 17.01.2010
Um dieses schier unendliche Thema endlich abzuschliessen: Es interessiert sich offenbar niemand dafür, welche Energien das Klima wirklich schonen. Weder die 20000 Klimagipfler, noch die Elektrizitätswirtschaft, noch Ottonormalverbraucher. Weder mit Kernkraft, Wind- oder Solarenergie. Ja, vielleicht kommt plötzlich noch jemand auf die Idee, das Netz auf Gleichstrom umzustellen...
Es wird langweilig immer um denselben heissen Brei herumzudiskutieren.
marbea 18.01.2010
jawohl,lokal am ort des verbrauch produzierter gleichstrom im privaten bereich.schon die lokale herstellung von gleichstrom benötigt 20% weniger energie als wechselstrom,welcher seinerseits noch energie durch magnetfelder verliert,ganz zu schweigen von den transportverlusten.ich sehe darin auch die zukunft für entwicklungsländer..zurück zu edison,als die halbleiter ja erst im kommen waren.. gleichstrom vom eigenen dach .neuer weltweiter standard: 30 volt.netz aufgeteilt in gruppen von 300 watt. beleuchtung, computer,radio, fernsehen alles mit gleichstrom,nachts aus der batterie,die nur 10% für sich selber behält und in wärme umwandelt. aus dem öffentlichen netz nur deckung von lücken,zeitlich für möglichst konstanten konsum gestaffelt.seit einem monat benütze ich ein elektrogerät aus australien, welches wahlweise mit wechselstrom 110 oder 230 volt oder mit gleichstrom von 12 v betrieben werden kann.ein solches angebot wünsche ich mir auch für alle oben genannten geräte.die zukunft liegt auch in der disposition des verbrauchs,sind nicht nur in einer stetigen erhöhung der produktion nach vermeintlichen bedürfnissen.
Peter Bachmann 20.01.2010
Werter Kollege. Für eine Kaninchenstallbeleuchtung oder eine einsame Berghütte mit ein paar Bleibatterien mag ja Kleinspannung nochgerade passen.
Wir diskutieren hier aber über die Energieversorgung der Schweiz, welche im internationalen Netzverbund mit Europa ein funktionierendes Höchstspannungsnetz unterhält. In jedem Haushalt sitzt ein Dreiphasenzähler und geregelt wird im Netzverbund.
N.B: Im Vorfeld der Sydney 2000 Olympics hatte ich als Erster in der australischen Hauptstadt PV ins 240V Netz eingespeist.
marbea 20.01.2010
Der Grossverbrauch ,der gesamte Energieverbrauch setzt sich nicht nur aus Grossverbrauchern, sondern auch aus einer Vielzahl von bescheidenen Haushalten und Gewerbebetrieben zusammen.DER DURCHSCHNITTLICHE HAUSHALT IN DER TROPENZONE UND DER GEMÄSSIGTEN KLIMAZONE WO EIN GROSSTEIL DER WELTBEVÖLKERUNG LEBT KANN FAST ALLE SEINE UEBLICHEN BEDÜRFNISSE MIT 30 V GLEICHSTROM AUS DEZENTRALER, LOKALER PRODUKTION IN GRUPPEN ZU 10-15 AMPERE BEFRIEDIGEN: BELEUCHTUNG INFORMATIK,TV, AUDIO.DIE ELEKTROTECHNIK MUSS SICH NUN SCHON NOCH ETWAS ANSTRENGEN FUER EINE ZUKÜNFTIGE PRAXIS.STUDIUM DER ELEKTRIZITÄTSLEHRE UND DER THERMODYNAMIK DES NEUNZEHNTEN (!) JAHRHUNDERTS AN EINER HOCHSCHULE? ICH HABE MICH VOR FAST 5O JAHREN (1963/64) IN DEN USA SEHR GEWUNDERT ÜBER DAS PRAKTISCHE FEHLEN VON DREHSTROM, TROTZDEM LEBTE MAN DORT GUT UND BEFRIEDIGTE DIE ENTSPRECHENDEN BEDÜRFNISSE. Ich besitze jetzt zufällig ein Gerät bestehend aus Luftkompressor und Computer aus Australien, welches zukunftsweisend wahlweise mit Wechselstrom von 240 oder 110 V oder Gleichstrom von 24 V betrieben werden kann.DAS EINSPEISEN VON STROM AUS PHOTOVOLTAIK IN EIN ÖFFENTLICHES NETZ IST AUS DER SICHT DER ENERGIEBILANZ EIN BARER UNSINN,ERST NOCH SUBVENTIONIERT,HAT ABER NACHVOLLZIEHBARE HISTORISCHE REIN PRAKTISCHE GRUENDE, MAN NUTZT EBEN, WAS MAN KENNT UND WOZU INSTALLATIONEN BEREITS KONKRET VORHANDEN SIND.ELEKTRISCHE ENERGIE IST NICHT VERLUSTLOS UNGESTRAFT ZU TRANSFORMIEREN, KONVERTIEREN,TRANSPORTIEREN AUS EINER GROSSANLAGE ZUM VERBRAUCHER.DER INTERNATIONALE NETZVERBUND MIT HOCHSPANNUNG DARF FUER DIE DURCHSCHNITTLICHEN HAUSHALTE UND TEILE DES GEWERBES WIRKLICH NUR NOCH LUECKENBUESSER FUER VERBRAUCHSSPITZEN SEIN, DENN ZUERST MUESSEN WIR IMMER NUTZEN WAS DIE NATUR UNS OHNEHIN SCHENKT.Forschungen im Bereich Supraleitung für grosse Mengen sind das eine,Forschung im Bereich dezentrale Produktion und Verbrauch das andere.Die Summe der gesamten benötigten Energie ist bei dezentraler Produktion am Ort des Verbrauch viel (in Prozenten zweistellig) kleiner als bei zentraler Produktion und dennoch dezentralem, lokalen Verbrauch in Kleinmengen.Das wusste man übrigens schon Jahrzehnte vor Einstein und hat sich seither immer noch nicht geändert.
marbea 20.01.2010
es war und ist natürlich nie meine ansicht,der netzverbund in hochspannung und der transport grosser mengen vorab auch für die industriellen bedürfnisse solle mit gleichspannung bewerkstelligt werden,siehe geschichte der elektrotechnick der letzten 100 jahre..
marbea 20.01.2010
Der Grossverbrauch ,der gesamte Energieverbrauch setzt sich nicht nur aus Grossverbrauchern, sondern auch aus einer Vielzahl von bescheidenen Haushalten und Gewerbebetrieben zusammen.DER DURCHSCHNITTLICHE HAUSHALT IN DER TROPENZONE UND DER GEMÄSSIGTEN KLIMAZONE WO EIN GROSSTEIL DER WELTBEVÖLKERUNG LEBT KANN FAST ALLE SEINE UEBLICHEN BEDÜRFNISSE MIT 30 V GLEICHSTROM AUS DEZENTRALER, LOKALER PRODUKTION IN GRUPPEN ZU 10-15 AMPERE BEFRIEDIGEN: BELEUCHTUNG INFORMATIK,TV, AUDIO.DIE ELEKTROTECHNIK MUSS SICH NUN SCHON NOCH ETWAS ANSTRENGEN FUER EINE ZUKÜNFTIGE PRAXIS.STUDIUM DER ELEKTRIZITÄTSLEHRE UND DER THERMODYNAMIK DES NEUNZEHNTEN (!) JAHRHUNDERTS AN EINER HOCHSCHULE? ICH HABE MICH VOR FAST 5O JAHREN (1963/64) IN DEN USA SEHR GEWUNDERT ÜBER DAS PRAKTISCHE FEHLEN VON DREHSTROM, TROTZDEM LEBTE MAN DORT GUT UND BEFRIEDIGTE DIE ENTSPRECHENDEN BEDÜRFNISSE. Ich besitze jetzt zufällig ein Gerät bestehend aus Luftkompressor und Computer aus Australien, welches zukunftsweisend wahlweise mit Wechselstrom von 240 oder 110 V oder Gleichstrom von 24 V betrieben werden kann.DAS EINSPEISEN VON STROM AUS PHOTOVOLTAIK IN EIN ÖFFENTLICHES NETZ IST AUS DER SICHT DER ENERGIEBILANZ EIN BARER UNSINN,ERST NOCH SUBVENTIONIERT,HAT ABER NACHVOLLZIEHBARE HISTORISCHE REIN PRAKTISCHE GRUENDE, MAN NUTZT EBEN, WAS MAN KENNT UND WOZU INSTALLATIONEN BEREITS KONKRET VORHANDEN SIND.ELEKTRISCHE ENERGIE IST NICHT VERLUSTLOS UNGESTRAFT ZU TRANSFORMIEREN, KONVERTIEREN,TRANSPORTIEREN AUS EINER GROSSANLAGE ZUM VERBRAUCHER.DER INTERNATIONALE NETZVERBUND MIT HOCHSPANNUNG DARF FUER DIE DURCHSCHNITTLICHEN HAUSHALTE UND TEILE DES GEWERBES WIRKLICH NUR NOCH LUECKENBUESSER FUER VERBRAUCHSSPITZEN SEIN, DENN ZUERST MUESSEN WIR IMMER NUTZEN WAS DIE NATUR UNS OHNEHIN SCHENKT.Forschungen im Bereich Supraleitung für grosse Mengen sind das eine,Forschung im Bereich dezentrale Produktion und Verbrauch das andere.Die Summe der gesamten benötigten Energie ist bei dezentraler Produktion am Ort des Verbrauch viel (in Prozenten zweistellig) kleiner als bei zentraler Produktion und dennoch dezentralem, lokalen Verbrauch in Kleinmengen.Das wusste man übrigens schon Jahrzehnte vor Einstein und hat sich seither immer noch nicht geändert.
marbea 20.01.2010
nachtrag: eigentlich erstaunlich:auf amerikanischem Boden hat der Kroate Nikola Tesla,Mitarbeiter vorerst von edison,später westinghouse,die wesentlichen grundlagen für den gebrauch von wechsel-und drehstrom geschaffen, waren es in europa die gebrüder siemens und mitarbeiter ,die der hier üblichen verbreitung des drehstrom vorschub geleistet haben? heute,aus gründen der sparsamen verwendung von energie und des klimaschutzes,muss der gleichstrom an geeigneter stelle renaissance erleben.
marbea 14.02.2010
hier liegt ein prinzipielles problem:grösste und kleinste leistungen werden aus dem gleichen netz,von den gleichen erzeugern angeboten.dies ist rein technisch zwar unschwer möglich,verschleudert aber energie in der gesamtbilanz. lassen sie ein kleinkind mit hündchen unbeaufsichtigt tomatenspagetti mit hackfleisch essen,und sehen sie nachher seine kleider und das tischtuch an.Und was sich eventuell der Hund geholt hat.genau so freizügig gehen wir noch mit der Elektrizität um.
mein lieber physikus: ich habe meine examen auch in physik,"höherer" Mathematik und Chemie an der hochschule schon vor jahrzehnten bestanden.meine familie ist Aktionär einer grossen schweizerischen elektrizitaetsgesellschaft. ein sehr naher verwandter dort leitender angestellter.soviel zu meiner legitimation,über wechselstrom, drehstrom, gleichstrom zu schreiben.alle deine argumente sind mir natürlich schon lange vorbekannt,insbesondere die nachteile des gleichstrom.die technik ist aber seither nicht stehen geblieben,siehe halbleiter etc.. wenn wir alle schweizerischen einfamilienhaeuser mjit thermischen solaranlagen versehen,können wir ihren bedarf an warmwasser von märz bis september decken.einmal in 24 stunden wird schon heute baendchenenergie frei,damit man bei bedarf direkt nachheizen oder batterien nachladen kann.freuen wir uns darüber,was wir haben,und sorgen wir uns weniger darüber,was wir nicht haben..wenn wir photovoltaikmodule aufstellen, können wir sehr viele verschiedene geeignete geraete mit eigenem gleichstrom (siehe camping,dabei nicht nur Beleuchtung für Kaninchenställe wie von bachmann moniert) betreiben,nur dürfen wir dabei nicht den Umweg über ein öffentliches Netz machen wie bei der absoluten absurden Einspeisevergütung vom Amtsschimmel..
marbea 19.01.2010
Es erstaunt tatsächlich , wie mit physikalischen Fakten (welcher epoche?) umgegangen wird:
wir können auf unserer Erde Energie weder vermehren noch vernichten, sondern nur in eine andere Form umwandeln:es stimmt,dass die summe der energie unter gewissen voraussetzungen in einem geschlossenen system als konstant betrachtet werden kann.die umwandlung der energie in wärme auf unserer erdoberfläche dagegen,also kein geschlossenes system!,erfolgt aber nicht wie eine bewegung auf einer leiter nach belieben treppauf,treppab,sie ist als wesentliches nämlich gar nicht vollumfänglich reversibel,das weiss man seit über 100 jahren,u.a. gibt es in zürich heute noch eine clausius strasse und einen clausius steig als erinnerung an einen eminenten forscher.. wer sich mit entropie und energiebilanzen beschäftigt hat, erkennt,dass gerade auch die kernenergie letztendlich wärme (aus der zeit des urknall in die gegenwart gebracht) konzentriert in gewisse regionen einbringt,in welchen wenige grade genügen,um eis in wasser zu verwandeln sowie in letzter konsequenz ganze windsysteme und meeresströmungen zu verändern.. Die Forderung, Wechselstrom durch Gleichstrom zu ersetzen zeigt, dass bezüglich der Vor- und Nachteile der beiden Stromarten eine enorme Wissenslücke besteht, um nicht deutlicher zu werden. Mit gleichstrom könnten weder TV, Audio-Anlagen, PC betrieben werden. Oder haben Sie schon mal versucht, den PC mit Gleichstom zu betreiben? Jawohl.meine vielen verschiedenen laptops laufen hinter dem trafo üblicherweise an gleichstrom tatsächlich ziemlich unterschiedlicher spannung. bekanntlich ist die effizienz der erzeugung aus mechanischer energie wie im wasserkraftwerk von gleichstrom etwa 20% höher als von wechselstrom.dazu: die photovoltaik erzeugt von anfang an gleichstrom,quantitativ siehe die nobelpreisgekrönte gleichung von einstein. !wenn wechselstrom und gleichstrom miteinander verglichen werden,darf man heute nicht mehr mit hundertjährigen verschlafenen argumenten veralteter elektrotechnik kommen,westinghouse in allen ehren,die halbleitertechnik ist aber seither nicht stehen geblieben.wenn weiterhin strom im ueberfluss angeboten wird,verzögern sich dringendst notwendige praktische entwicklungen bezüglich erzeugung, transport,speicherung,verbrauch im interesse unserer energie- und wärmebilanzen.ohne wirtschaftliche zwang läuft bekanntlich leider allenthalben zu wenig.
ich habe meine examen an der uni in elektrizitätslehre und thermodynamik längst bestanden und freue mich auf jede offene und einlässliche antwort,diskussionen sollen uns ja vorwärts bringen..
Peter Bachmann 19.01.2010
Endlich eine vernünftige Frau freute ich mich, doch auch Ingrid Ullmann fantasiert nur, wie all die Ing, Physiker und Fachleute und ein Doktorand schwurbelt über Gleichstrom -oder Spannung? Anstatt mit konstruktiven Ideen das Altbewährte weiterentwickeln, versucht jeder das Rad neu zu erfinden. Alle haben ein bisschen recht, doch in der Kürze liegt die Würze!
marbea 20.01.2010
etwa von mitte februar bis mitte oktober produziere ich mit einer nachträglich installierten,daher nicht vollumfänglich idealen solaranlage das warmwasser für ein vierfamilienhaus,nur selten fremdenergie benötigt. neben burgdorf steht ein mehrfamilienhaus, welches ganzjährig warmwasser und heizung vom solardach bezieht,der wasserspeicher im treppenhaus vom keller bis zum dach ist mit 200 000 l gigantisch..als weiteres beispiel:wenn wir eine linie ziehen von washington d c bis los angeles,also südstaaten der usa,mexico,guatemala und noch mehr, können alle südlicher gelegenen haushalte mit einfachsten anlagen ihr warmwasser nur von der sonne beziehen, aber man zündet dazu meistens immer noch erdgas an, weil es ja sooo billig ist und weil es schon die grosseltern so getan haben.die energieversorgung der erde,man denke auch an die bedürfnisse der entwicklungsländer, braucht revolutionäre ideen,neuerfindungen in der elektrotechnik, neue räder,ein billiger atomstrom ist als reine zwischenlösung wahrscheinlichst nötig.zur vorübergehenden bedarfsdeckung im kampf gegen einen mangel und gegen das co2,ich bekenne mich als grüner naturwissenschafter,nicht grüner politiker, die sind mir manchmal zu fanatisch,also bestreite ich den bau von akw nicht absolut.nur dürfen wir neue notwendige,grundlegende entwicklungen nicht im "altbewährten" verschlafen.paganini hatte für sein revolutionäres geigenspiel in einer volksmeinung angeblich einen pakt mit dem teufel geschlossen, dabei eröffneten vor allem seine langen finger und kenntnisse im guitarrenspiel neue möglichkeiten auf dem anderen instrument.wir zapfen jetzt noch und als scheinbar gute lösung auch prähistorische quellen mit konzentriertester energie (siehe atombombe) an und werden damit viel zu wenig gezwungen,den verbrauch entsprechend neuester erkenntnisse zu optimieren. die experimentalphysiker haben schon vor 100 jahren von einem damals noch hypothetischen "wärmetod" der erde gesprochen,und das überhaupt gar noch nicht im zusammenhang mit co2. der schwund der gletscher hat verschiedene ursachen,zeigt aber auch dem laien die dringlichkeit der angelegenheit. der teufel in der hölle lässt grüssen..
François Gaydou 20.01.2010
@Frau Ingrid Ullmann
Mit Ihrer Liebe zur Photovoltaik bringen Sie die Fachleute aus der Elektrizitätsversorgung zur Verzweiflung. In unseren Breiten liefern die PV-Anlagen im Juni etwa 10 x mehr Strom als im Dezember. Der Grund: Im Sommer scheint die Sonne etwa doppelt solange wie im tiefsten Winter und die Sonnenstrahlen fallen steiler auf die Erdoberfläche. Bei der Stromversorgung einer Berghütte heisst es klar, die Photovoltaik funktioniert im Winter nicht. Nun hat Herr Willi Höhener schon im ersten Beitrag dieser Serie dargelegt: Wir wollen die CO2 Belastung verringern und wo immer möglich das zur Gebäudeheizung verwendete Heizöl durch elektrische Energie substituieren. Dann brauchen wir die Energie im Winter und nicht im Sommer. Nur die Kernenergie ist imstande die benötigten Energiemengen zur richtigen Zeit abzugeben. Wir wollen, dass unsere Kinder und Grosskinder für die dringendsten Bedürfnisse noch ein wenig Erdöl haben, was später droht ist schlimm genug.
Übrigens ich fürchte, dass ein Mangel an fossilen Energieträgern weit schlimmer ist als die drohende Erderwärmung vor allem dann wenn auch die Metalle fehlen.
marbea 20.01.2010
Mit Ihrer Liebe zur Photovoltaik bringen Sie die Fachleute aus der Elektrizitätsversorgung zur Verzweiflung:die Photovoltaik dient berhaupt nicht der heizung.aus der strahlung vom himmel kann derzeit aus rein technischen gründen doppelt soviel wärmeenergie gewonnen werden wie elektrischer strom,der wie das erdoel grundsätzlich viel zu schade zum verheizen ist.die jahreszeitliche schwankung von nur 10% des wertes im dezember/januar wie im juni/Juli trifft auch für die wärmegewinnung zu.die produzenten von strom müssen sich weiterhin abfinden, dass der konsum im winter viel höher ist als im sommer.im privaten bereich kann die schwankung von tag und nacht erfolgreich abgefedert werden mit batterien,noch nicht die jahreszeitliche schwankung.im privaten haushalt sehe ich eine drastische senkung möglich durch technische massnahmen und disziplin,
inselanlage mit zeitlich abgesprochener und organisierter nachladung aus dem netz von aussen.
Ess 21.01.2010
Der grösste Wissenschaftsskandal unserer Zeit.
Dass wir zu unserer Welt, unseren Rohstoffen und unseren Mitmensch sorge tragen müssen ist heute allen bewusst. Piers Corbyn, ein britischer Astrophysiker und Meteorologe hat verschiedenen Nachrichtenargenturen erklärt, dass auch die modernsten Klimamodelle hinfällig seien. Man gibt Daten ein und Müll kommt raus. Es trifft nicht zu, dass Kohlendioxid (CO2)die Temperaturen steuert. Forschungen haben bewiesen, dass es bei Eiszeiten genau umgekehrt gelaufen ist. Zuerst stieg die Temperatur, dann folgte die CO2 Konzentration. Betrachtet man die Schwankungen während einer Eiszeit, sieht man, dass die Temperatur etwa doppelt so schnell und doppelt so häufig an- und absteigt, wie die CO2-Konzentration ab- und zunimmt. Da bedeutet, dass sie beide zumindest die halbe Zeit in gegensätzlicher Richtung und die halbe Zeit in gleicher Richtung bewegen. Offensichtlich besteht zwischen beiden gar keine Verbindung. Es gibt keinen Beweis, dass Kohlendioxid systematisch die Temperatur steuert. Beweis: In den letzten Jahren ist auf der Welt die CO2-Konzentration stark angestiegen, die Temperatur aber ist gesunken. Wir hatten frühe kalte Winter, viel und lange Schnee auch in tiefen Lagen.
Die Waldsterbe Lüge war nur möglich durch das Versagen der populistischen Politiker und schweigender Wissenschaftler. Es erstaunt, dass auch die grössten Lügner für die Falschaussagen nicht zur Verantwortung gezogen wurden, denn die nutzlosen riesigen, fehlinvestierten Geldbeträge und verordnete Gesetzesflut hat der betrogene Steuerzahler bezahlt. Zudem profitierten Linke und Umweltschutz-Parteien mit diesen Lügen.
Im neusten IPCC Bericht sollen die Gletscher im Himalaja bis zum Jahr 2035 geschmolzen sein. Nachforschungen haben aber bewiesen, dass mit dubiosen Zahlen manipuliert worden ist.
Reden im dänischen Parlament von bekannten Klimaforscher sind in Englisch auf der Webseite http://www.danskfolkeparti.eu/ verfügbar.
H.Burri 22.01.2010
Die Vermutung, welche ich kürzlich in diesem Forum geäussert habe ist bereits Realität geworden. Die Einspeisevergütung für Solarstrom wird in Deutschland um 15% gekürzt. Das Vorhaben läuft unter dem Titel einer Reduktion der "Solarstrom-Ueberförderung". Die Förderung hat sich zu einer Ueberförderung entwickelt !!
Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Tatsache, wonach jeder Arbeitsplatz in der Solarindustrie in Deutschland mit gut 150´000 Euro subventioniert wird, doppelt so viel wie im deutschen Steinkohlebergbau. Diese Zahl wurde kürzlich in der Arena vehement bestritten.
Pro memoria: Angesichts eines Anteils von weniger als 1% PV an der gesamten Stromerzeugung habe ich die Situation mit PV in Deutschland in diesem Forum als kolossalen flop bezeichnet und die Frage gestellt, ob wir diese Entwicklung in der Schweiz wiederholen sollen. Jeder kann sich die Antwort selbst geben.
Noch etwas: Im ostdeutschen "Solar-Valley" arbeiten rund 50´000 Beschäftigte in diesem Bereich. Deutschland hat über 80 Mio Einwohner. Die SP Schweiz will 100´000 Arbeitsplätze im Bereich der neuen erneuerbaren Energien schaffen. Der Wahlkampf hat offensichtlich bereits begonnen.
Guntram Rehsche 23.01.2010
Wie stets verdreht H.Burri, der selbst ernannte «Fachmann mit 30jährigem Fachwissen», die Fakten. Richtig ist vielmehr:
- Die Einspeisevergütung soll zwar verkürzt werden, beschlossen ist aber noch nichts - das Geschäft kommt erst im März ins Parlament.
- Die so genannte Überforderung rührt ganz einfach vom Erfolg der Massnahme.
- PV-Strom hat unterdessen einen Anteil von einem ganzen Prozent der Elektrizitätserzeugung in Deutschland, eine Höhe, die zu erreichen früher stets als unmöglich erachtet wurde.
- Die 50'000 Solararbeitsplätze im ostdeutschen Solarvalley sind nicht mit der SP-Forderung zu vergleichen - vielmehr hat Deutschland im Bereich der Erneuerbaren insgesamt 280'000 Arbeitsplätze und strebt deren 500'000 an.
- Die Einschätzung der PV-Industrie in Deutschland gibt wohl am besten das Bundesministerium für Umwelt wieder, welches ja die Kürzung der Einspeisevergütung anstrebt. Es schrieb soeben: «Der dynamische Ausbau der Photovoltaik in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte. Deutschland ist hier technologisch weltweit führend, die Branche hat einen hohen Exportanteil und schafft insbesondere in Ostdeutschland viele hochwertige Arbeitsplätze.» Umfassender unter: http://www.bmu.de/erneuerbare/energien/doc/45543.php
Deutschland ist das beste Beispiel, dass der Photovoltaik in der Energieerzeugung die Zukunft gehört - ganz im Gegenteil zur Atomenergie.
marbea 24.01.2010
die persoenlichen verunglimpfungen sollte man unterlassen ,vielmehr sind einlaessliche argumente gefragt,auch wenn die gegenpartei vielleicht nicht ueberzeugt werden kann.auch wenn ich persoenlich kein freund von kernenergie bin(ich habe die examen auch in kernphysik an der uni bestanden) glaube ich,dass in den naechsten jahrzehnten akw eine zwischenloesung sein koennen.das eine tun,heisst nicht,das andere lassen,damit ist die forschung im bereich alternativenergien und deren verwendung gemeint.das gegenwaerige dispositiv mit der einspeisung von solarstrom in ein oeffentliches netz befriedigt mich aus sicht der energiebilanzen nicht,das steuergeld und die abgaben zur co2 rduktion koennten vielleicht gescheiter eingesetzt werden??
H.Burri 25.01.2010
@ Guntram Rehsche
Fairerweise müssten Sie in diesem Forum Ihre Verbindung zu Solarmedia angeben, eine Organisation, welche sich der solaren Weltwirtschaft widmet. In Leserbriefen sind solche Hinweise üblich.
Ich vertrete meine eigenen Meinungen, so wie vermutlich die meisten hier.
Sie schreiben in erster Linie irgendwelche deutschen (!) Pressemitteilungen ab (Umweltministerium, Bundesverband EE). Was sollen wir mit diesen in der Schweiz, wo wir es mit völlig anderen Randbedingungen zu tun haben ?
Für einen Ingenieur ist 1% nur ganz wenig mehr als nichts oder aber häufig eine geringe Abweichung bei einem grossen Wert, sozusagen ein Streubereich. Ich denke auch nicht, dass es Sinn macht solche Zahlen jetzt beispielsweise bis 2050 hochrechnen zu wollen. Das wäre meines Erachtens total vermessen. Man kennt die Faktoren, welche die Entwicklung der Weltwirtschaft über diese Zeitperiode beeinflussen werden wirklich nur völlig ungenügend um auch nur eine grobe Prognose machen zu können.
Nur auf NEE setzen zu wollen wäre höchst fahrlässig und man sollte sich vor allem aus rein ideologischen Gründen nicht dazu verleiten lassen. Eine Koexistenz von NEE und Kernenergie müsste meiner Meinung nach eigentlich möglich sein und wäre sinnvoll. Finden Sie sich einfach mit der Tatsache ab, dass auch die Kernenergie als Brückentechnologie in vielen Ländern, inkl. der Schweiz, noch eine Zukunft vor sich hat, mindestens bis 2050 oder noch länger.
Journalisten und Ingenieure denken halt sehr unterschiedlich.
Guntram Rehsche 25.01.2010
@ H.Burri
Toll, haben Sie es gemerkt, dass ich «in Verbindung stehe zu Solarmedia, einer Organisation, welche sich der solaren Weltwirtschaft widmet»! Aber irgendwie liegen Sie wieder falsch: Solarmedia ist keine Organisation, sondern schlicht und einfach ein Blog, den ich ganz allein betreibe und zu dem ich selbstverständlich voll und ganz stehe, ist ja mein Ding. Präzision hingegen nicht das Ihre.
Sodann schreibe ich nicht irgendwelche Pressemeldungen ab - auch hier liegen Sie ziemlich daneben. Sondern die Verlautbarung jenes Bundesministeriums, aus dem ja die von Ihnen als Beweis angeführte Reduktion der Einspeisevergütung stammt.
Wenn also der Unterschied zwischen Journalisten und Ingenieuren darin besteht, dass letztere immer unpräziser sind als erstere, dann gute Nacht! Und vor allem habt Acht vor jenen, die AKW's propagieren!
jost philipp 25.01.2010
Vorweg
Ich denke die beste Energie ist die, die wir einsparen.
Weiter oben schreibt jemand, dass der Klimawandel ein Schwindel sei...
Darüber bin ich zimlich empört. In diesem Forum denke ich sollten alle den IPCC Bericht kennen... Wie können heute noch Leute diese Tatsachen in Frage stellen und somit die wissenschaftliche Arbeit, der diesem Bericht vorgeht!
Kernkraft ist im Vergleich zu anderen Primär Energieträgern (nicht nur auf Elektrizität) ebenfalls relativ vernachlässigbar. Ca. 6.0% der Weltweit "erzeugten" Energie nämlich (Quelle; BP Energy Statistik 2006)
Somit ist Global gesehen Kernkraft sicher ein Imitent von CO2 aber bei weitem nicht der wichtigste.
In der Schweiz ist die Kernkraft an zweiter Stelle der Stromproduktion.(ca. 40% variirend)
Darum sind wir noch auf die AKW`s angewiesen. Was aber hoffentlich nicht so bleiben wird. Allerdings Gas- Kombikraftwerke bauen wie es einige Leute wollen bringt uns auch nicht weiter was den CO2 Ausstoss angeht.
Noch ein paar Denkanregungen und Gesprächsstoff:
Wie verschiedens gelesen und gehört, könnten wir wenn wir den Stand Bay reduzieren ein AKW abstellen
( zugegebenermassen, ein relativ kleines)
Dazu bräuchten wir neue Gesetze die das der Gerätendustrie vorschreibt.
Wir sollten versuchen, den Energie hunger zu stabilisiern und in Richtung 2000 Watt Gesellschaft hinziehlen!?!
Grosse Unternehmen die unser Strom produzieren, blockieren mit Grossprojekten die Einspeisevergütung indem sie immer wieder neue Anlagen eingeben die aber nicht gebaut werden. Weil es beim KEV nicht nach Eingabedatum geht sondern nach grösse der Anlagen. Dies verzögert den Bau von vielen kleinen Anlagen die den Grossbetreibern schaden könnten.
Photovoltaik wird günstiger werden. Bis wir netzparität erreichen werden. Dann wird der sich der Strommarkt definitv verändern!
Und zu guter letzt....
Was bringt mehr el. Energie 1g Uran oder 1g Silizium in einer Silizium - Dünnschichtsolarzelle
1g Uran = 250kWh el.???????????????
Betriebsdauer Photovoltaikanlage 25 Jahre
Schichtdicke amorph Silizium ist 0.3um
Dichte Silizium 2.33 g/cm3
Wirkungsgrad 6.5% (Oerlikon)
Anlageertrag typisch in der Schweiz 950kWh / kWp
Ergebnis: 2208.5 kWh/g
allso ca. 8.8 fach besser als Uran und recycling bar!!!
Bei krist. Silizium ca. Faktor 0.2 da dort viel mehr Silizium gebraucht wird.
Viel Spass beim nachrechnen
Peter Bachmann 26.01.2010
Tja, es gibt doch immer wieder Überraschungen;-) Dass Sand eine höhere "Energiedichte" aufweist als Uran wusste ich nicht. Freude herrscht;-)
Dabei finde ich auch, dass diese beiden Erzeuger ganz gut nebeneinander platz haben. Die Kühltürme mit amorphem PV zu belegen ist gar keine schlechte Idee, denn unter dem Nebel scheint ja die Sonne;-)
Auch die Trafostation wäre schon vorhanden und die paar WR hätten sicher in einer Annexe platz neben dem Reaktorgebäude. Ein Ansatz!...
Einstein 26.01.2010
Genau soo!!! Wird beim Betonieren des nächsten KKW beim Kühlturm begonnen, kann der amorphe Strom zum Bau des grossen Restes verwendet werden, bis die Drähte gezogen sind. Da wird die graue Energie wieder hereingeholt, noch bevor der Turm die ersten Luftblasen ablässt; -der Umwelt zuliebe. Denn schliesslich gehts ja ums Klima!
Dieter Büchle 01.05.2010
Coole Idee, aber nicht ganz zu Ende gedacht. Ich würde zuerst eine Erschliessungsstrasse bauen (betonieren natürlich). Mit dem amorphen Strom aus der Zufahrtsstrasse könnten dann bereits die Akkus der Elektro-Betontransporter aufgeladen und die Baumaschinen für den Kühlturmbau betrieben werden.
Benedikt Jorns 26.01.2010
@ Guntram Rehsche
Solarenergie ist eine tolle Sache! Es freut mich, dass Sie sich mit „Solarmedia“ dafür einsetzen. Neugierig und gespannt beobachte ich die Weiterentwicklung und die Verbreitung sowohl der Photovoltaik wie auch der Solarthermie. Optimistisch wenn auch etwas unsicher habe ich grosse Hoffnung, dass die Bedeutung der Solarenergie langfristig stark wachsen wird. Heute deckt z.B. die Photovoltaik weltweit gemäss Wikipedia erst 0.01% des Primärenergiebedarfs ab. Der weltweit mit etwa 2% konstant wachsende Energiebedarf wird gemäss Studien der IEA (Intern. Energieagentur) noch in diesem Jahrhundert auf ein Mehrfaches der heutigen ca. 125 PetaWattStunden anwachsen.
Ihre Aussage: „Und vor allem habt Acht vor jenen, die AKW's propagieren!“ erstaunt mich nicht. Als ideologisch denkender „Atomkraft? – Nein danke“-Kämpfer sind Sie das Ihrem Ego und Ihrem Ruf schuldig. Schon mehr erstaunt mich der Satz von H. Burri: „Finden Sie sich einfach mit der Tatsache ab, dass auch die Kernenergie als Brückentechnologie in vielen Ländern, inkl. der Schweiz, noch eine Zukunft vor sich hat, mindestens bis 2050 oder noch länger.“ Wenn die Nutzung der Kernenergie wirklich nur eine Zwischenlösung zur zukünftigen Energieversorgung wäre, würde ich mich nicht für deren Weiterentwicklung einsetzen. Wer sich für eine nachhaltige Energiepolitik einsetzt, denkt nicht nur an sich, seine Kinder und allenfalls noch an seine Grosskinder. Der Homo Sapiens kann, wenn er Glück hat, noch über 100 Mio. Jahre auf dieser Erde leben. Die Entwicklung der Technik zur Energiegewinnung muss auch dann gefördert werden, wenn sie erst in späteren Generationen zum Tragen kommt. Wer genau hinschaut, erkennt, dass die Gewinnung von nicht fossiler Primärenergie erst in den Kinderschuhen steckt. Sowohl die Nutzung der Neuen Erneuerbaren Energien wie auch der Kernenergie haben in ihrer Entwicklung noch einen langen Weg vor sich. Zum Beispiel nutzen die zur Diskussion stehenden neuen KKW die spaltbaren Rohstoffe erst zu einem ganz kleinen Prozentsatz. Der radioaktive Abfall ist noch viel zu langlebig und könnte auch mengenmässig deutlich reduziert werden. Forschung und Entwicklung der Kernfusion können erst heute nach 50 Jahren als viel versprechend eingeschätzt werden. Zum Tragen kommen Fusionskraftwerke erst ab der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts. Doch auch bei den Neuen Erneuerbaren Energien sind wir in der Entwicklung noch gar nicht weit. So bringen wir z.B. mit der Nutzung der tiefen Geothermie erst ein beängstigendes kleines Erdbeben in Basel zustande. Beim Beginn der Bohrungen neben dem Triemlispital in Zürich schwärmt Bundesrat Moritz Leuenberger schon von 30% Stromerzeugung durch Geothermie bis 2050. Schön wär’s! Unser Energieminister ist sich wohl nicht bewusst, dass erst 0,061% des weltweiten Primärenergieverbrauchs mit Geothermie abgedeckt werden (siehe Wikipedia). Zudem wagt man sich beim Triemlispital nur bis etwa 2'000 Meter Tiefe. Das dort etwa 600 warme Wasser eignet sich nicht zur Stromerzeugung. Dazu sind deutlich höhere Temperaturen als 1000 notwendig. Bei der Nutzung von Solarenergie sind die Probleme ganz andersartig. Hier geht es bekanntlich darum, eine möglichst hohe Nutzungseffizienz zu erreichen. Grosse Hoffnung hat man hier vor allem auf die Solarthermie. Heute blickt man in Richtung Sahara. Plötzlich wird die Wüste zu einem potentiellen Energielieferanten, selbst für uns Europäer. „Desertec“ soll das Unmögliche möglich machen. Wir warten optimistisch gespannt auf die Dinge, die da kommen werden.
Die Meinungen über den zukünftigen weltweiten Energieverbrauch und über die zu erwartenden Anteile der verschiedenen Energiequellen gehen stark auseinander. Das ist in der heutigen Situation sehr verständlich; es ist alles andere als einfach, Voraussagen zu machen. Hier ist ein Versuch, die Entwicklung des weltweiten Energieverbrauchs http://www.happy-working.ch/Energieverbrauch_weltweit.pdf sowie der Nutzung von erneuerbaren Energien http://www.happy-working.ch/Energieverbrauch_erneuerbare_Energien.pdf und der Kernenergie http://www.happy-working.ch/Energieverbrauch_Kernenergie.pdf bis ins Jahr 2200 grafisch darzustellen. Auch wenn diese Abschätzungen zum heutigen Zeitpunkt nur meine persönliche Sicht wiedergeben und wohl noch weit entfernt von der kommenden Realität sind, können sie im Vergleich zu anderen Voraussagen bei der Diskussion nützlich sein. Es ist anzunehmen, dass während den nächsten Jahren und Jahrzehnten die Sicht in unsere Energie-Zukunft langsam vom heute noch vorhandenen Nebel der Unsicherheit befreit wird. Die hier gezeigten Grafiken werde ich stets an die neusten Erkenntnisse anpassen.
Benedikt Jorns 26.01.2010
Bem:
Die "Grad" wurden mir dummerweise zu "0" umgewandelt. Ganz so heiss wird das Triemlispital nicht geheizt!
Jost Philipp 27.01.2010
Herr Peter Bachmann
Nein logischerweise hat Silizium nicht die bessere Energiedichte als Uran. Silizium ist auch nicht der Energieträger sondern das Licht von der Sonne.
Was ich mit dieser Rechnung sagen wollte:
Mit 1g Uran kann ich 250kWh elektrische Energie erzeugen dann ist es sozusagen "aufgebraucht".
Und es wird irgend wann mal relativ sicher Endgelagert.
Mit der Photovoltaikanlage kann ich über einen längeren Zeitraum mehr elektrische Energie erzeugen.
Wenn dann die Panels irgend wann denn geist aufgeben, kann man sie wieder recyclen und neue Panels bauen.
Auf den rest gebe ich keine Antwort da es nicht konstruktiv ist.
Und zu Schluss ein Zitat:
"Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten." ( US- Senator Patrick Moynihan, 1927-2003)
marbea 12.02.2010
zum vergleich uran/silizium:die erzeugung und der transport des produkt strom ausgehend vom uran verursacht in der gesamten energiebilanz verluste,die weit hoeher sind,als wenn man vom silizium ausgeht.das ist noch das dessert fuer die eisbaeren und die pinguine zur hauptmahlzeit,die wir ihnen schon ohnehin liefern..
marbea 27.01.2010
in der energiefrage kann man silizium von der sache her wirklich nicht mit uran vergleichen.auch die in verschiedenartigsten untersuchungen gewonnenen anderen zahlen duerfen nicht direkt miteinander verglichen werden,sonst entstehen falsche irrmeinungen,es waere ein vergleich von aepfeln mit birnen,doch wird das in diesem diskussionsforum laufend gemacht...die vielen menschen in den sogenannten entwicklungslaendern haben einen steigenden energiebedarf,sie leben meist viel naeher beim aequator und sollen ihre bedarf vor allem mit dezentralen solaranlagen zu decken versuchen,also verwendung ebenso wie erzeugung von strom in geeigneter form,(es lebe der gleichstrom,die halbleiter,die elektronik) denn wer denn sollte ihnen kkw bezahlen??die extrapolation eines bedarfs mit den wuenschen der zivisilierten anspruchs-und verschwendungsgesellschaft auf die entwicklungslaender als berechnungsgrundlage fuer den energiebedarf der gesamten welt in der zukunft wird somit in frage gestellt.wann trennt sich die heutige gewinnorientierte elektrotechnik endlich von ihren kapitalistischen grossvaetern und patenthuetern edison, westinghouse,gebrueder siemens?die einspeisung von subvenhioniertem solarstrom in eine oeffentliches netz ist fuer jeden physiker ,der energfieberechnungen macht,ein absoluter unsinn, erklaert sich aber zwangslos aus der geschichte der elektrotechnik,die sich moeglichst wenig veraendern will und mangelnder flexibilitaet der anwender.
JPK 28.01.2010
Atomstrom muss so schnell wie möglich unnötig werden, dafür müssen möglichst viel Leute die ein Dach auf dem Kopf haben, Solaranlagen installieren, als erstes Warmwasserkollektoren für Heizung und Brauchwasser, danach noch soviel wie möglich Photovoltaik, bis das Dach voll ist, die Installationen können sogar von den Steuern abgezogen werden (ausser im Aargau!?) und sind nach ca. 25 Jahren finanziell amortisiert....
marbea 28.01.2010
mit 24 qm flachkollektor habe ich praktisch alles warmwasser von mitte febr bis anfangs okt vom dach fuer 4 familien.im winter wenigstens vorwaermung kaltes quellwasser fuer den boiler. von mitte mai bis mitte august freibad 4 x 8 x 1.10 auf 28 grad.sonst noch was ?? die photovoltaik wuerde funktionieren im inselsystem mit gleichspannung,unwirtschaftlich eingespeist ins oeffentliche netz aus der sicht der energiebilanz.
Peter Bachmann 28.01.2010
Bei uns (in Malaysia) herrscht das ganze Jahr Bädeliwetter und in unserem Mietshaus hängen 5 Elektroboiler;-( Doch in der Sonnenstadt Burgdorf habe ich PV-Verträge für CHF 1.-/kWh bis 2019;-) Trotzdem kann das Energieproblem mit Sonnenschein nicht gelöst werden, schon gar nicht im Nebel des Aargaus.
marbea 12.02.2010
ziehen sie eine linie auf der erdkugel von los angeles ueber washington dc nach neapel.... alle suedlich davon gelegenen haushalte koennen ihren warmwasserbedarf ganzjaehrig von der sonneneinstrahlung decken lassen und zwar ohne grossen technischen aufwand.die elektroboiler in malaysia betreiben sie vielleicht mit kohlekraftwerken und schon deswegen,nicht nur aus anderen gruenden wuenschen wir diese ins pfefferland.die einspeiseverguetung fuer photovoltaik ist ein obrigkeitlich sanktionierter absoluter unsinn,etwas unwirksameres als strom aus einer photozelle in letzter konsequenz mit einer hochspannungsleitung zu verbinden bringt jeden,der sich mit energiebilanzen beschaeftigt,aus verschiedensten erwaegungen zur weissglut...
Peter Bachmann 28.01.2010
Das stimmt ja eben genau nicht! Am meisten Warmwasser fällt im Sommer an, wenn man es am wenigsten braucht und für den Winter ist Frostschutz -also ein Mehrkreissystem erforderlich.
Als alter PV-Enthusiast musste ich auch da feststellen:
- Die Kosten für PV sind immer noch über CHF 10/Watt.
- Die KEV funktioniert ebenfalls nicht wirklich.
- Die auf einem Süddach produzierte Leistung reicht bei weitem nicht für einen Gesamthaushalt.
- Bleiben Steuern und Subventionen (eben!)
Guntram Rehsche 29.01.2010
Allen Skeptikern der Photovoltaik inkl. Peter Bachmann seien die folgenden Fakten in Erinnerung gebracht:
- Die Kosten für PV sind stark am Sinken und betragen auch in der Schweiz unterdessen nur mehr 6-8 CHF pro Watt.
- Folgerichtig konnte auch das EW Zürich den Verbraucherpreis für reinen Solarstrom von 1.20 vor rund zehn Jahren auf 75 Rp. / kWh senken. Bei neuen Vertragsanlagen vergütet es den Produzenten aktuell noch 58 Rp. / kWh
- Je nach Strompreis steht Solarstrom kurz vor der sog. Grid Parity, wird also konkurrenzfähig (Italien in 2-3, Deutschland in 3-5 Jahren)
- An der KEV hierzulande funktioniert nur die Deckelung nicht, d.h. es wären viel mehr Anlagen einsatzbereit als akzeptiert wurden bei der ersten Vergaberunde
- Bei einem Süddach mit 4 kWp, braucht ca. 30m2 Modulfläche, ergibt sich ein übers Jahr gerechneter Ertrag von rund 3500 kWh - was für den CH-Durchschnittshaushalt ausreicht.
- Nur schon die günstigen Dachflächen hierzulande würde ausreichen, rund einen Drittel des aktuellen CH-Stromverbrauchs photovoltaisch zu erzeugen!
marbea 30.01.2010
dazu kommt noch folgendes:wenn wir den solarstrom lokal erzeugen und auch dort verbrauchen als gleichstrom,sinkt der energiebedarf und der deckungsgrad des solarstrom in der energiebilanz noch sehr stark an!
Gerhard Wesp 10.03.2010
Sehr interessante Grafik.
Mich wuerde die Berechnung der Werte interesseieren. Leider ist die Quellenangabe unvollstaendig, hat jemand
hier die genauere Daten?
Interessant waere auch der Wert fuer Wind UCTE. Wind CH ist aufgrund der geringen installierten Leistung ja nicht wirklich sehr aussagekraeftig.
Und natuerlich neuere Daten, nicht die von vor 6 Jahren, speziell in rasch wachsenden
Bereichen wie Wind.
Beste Gruesse
Gerhard Wesp 10.03.2010
Eine Quelle aus Deutschland berichtet von 40g/kWh fuer Wasser, 23g/kWh fuer Wind und 32g/kWh fuer Atom.
Leider ebenfalls ohne Angaben zur Methodik. Vermutlich
deshalb auch die relativ grossen Unterschiede, vor allem bei Wasser (ich kann mir schwer vorstellen, dass der Unterschied durch die politische Grenze verursacht wird).
http://www.co2-emissionen-vergleichen.de/Stromerzeugung/CO2-Vergleich-Stromerzeugung.html
Benedikt Jorns 10.03.2010
Sie beurteilen diese Statistik gleich wie ich. Zu diesem Thema ein Ausschnitt aus meinem Beitrag weiter oben. Dieser ist nicht mehr so leicht auffindbar.
Die Quelle „Dones et al. 2004“ scheint mir schon etwas alt zu sein. Zudem sind die speziell für die Schweiz ermittelten Werte in Bereichen wie etwa der Windenergie kaum sehr aussagekräftig. Eine umfassende CO2-Bilanz der verschiedenen Energiequellen zu erstellen, ist sehr anspruchsvoll. Es sind dabei möglichst alle beeinflussenden Faktoren zu berücksichtigen. Je nach angewendeten Verfahren bei der Brennstoffgewinnung und deren Aufbereitung, der Abfallbeseitigung sowie dem Bau der erforderlichen Anlagen sind für jede Energiequelle minimale und maximale CO2-Belastungen möglich. Bewertungen durch Kernkraftwerkbetreiber und deren Gegner sind durchwegs zu wenig objektiv. Die Studien müssen streng wissenschaftlich durchgeführt und in ihrer Entstehung transparent sein. Grundsätzlich müssen sie neutral und daher staatlich finanziert werden. Folgende CO2-Bilanz des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages (Verfasser: Dr. Daniel Lübbert, 2007) erfüllt diese Bedingungen: „CO2-Bilanzen verschiedener Energieträger im Vergleich - Zur Klimafreundlichkeit von fossilen Energien, Kernenergie und erneuerbaren Energien.“ Hier die interessanten Ergebnisse: http://www.happy-working.ch/CO2-Bilanz.pdf sowie der Link zur gesamten Publikation: http://www.bundestag.de/wissen/analysen/2007/CO2-Bilanzen_verschiedener_Energietraeger_im_Vergleich.pdf). Die Studie zeigt, dass Wasser- (4-13g CO2 pro kWh) Wind- (8-16g) und Kernkraft (16-23g) bei der Berücksichtigung aller CO2-verursachenden Aspekte hervorragende CO2-Belastungen aufweisen. Die Photovoltaik (80-160g) weist zur Zeit noch eine grosse Differenz zwischen min. und max. CO2-Belastung auf. Schlecht stehen bekannter weise die fossilen Brennstoffe da (bis über 1’000g). Immerhin sind auch hier beträchtliche Unterschiede zu beobachten. Erdgas verursacht wesentlich weniger CO2 als Stein- und vor allem Braunkohle.
Benedikt Jorns 10.03.2010
Der Unterschied bei der Wasserkraft liegt weniger bei der politischen als bei der geografischen Grenze. Wenn Sie die in Google-Earth aufrufbaren Fotos der Schweizer Staudämme betrachten, erahnen Sie leicht, dass die Nutzung der Wasserkraft im Alpenraum sehr effizient ist. Umgekehrt ist die Windkraft-Nutzung in der Schweiz nur in wenigen windexponierten Gebieten wie z.B. dem Jura und dem Unterwallis ergiebig.
Gerhard Wesp 10.03.2010
Danke fuer den Hinweis auf Ihre frueheren Beitraege, ich hatte in der Tat noch nicht alles durchgelesen.
Ist ohnehin egal ob 4, 20 oder sogar 100, was weg muss, sind die Technologien mit 1000g/kWh.
Was Wind betrifft, stimme ich Ihnen zu, dass die Schweiz defnintiv nicht der beste Standort in Europa ist. Wahrscheinlich kenne Sie http://www.wind-data.ch/ .
Andererseits gibt es natuerlich sehr wohl noch
Wachstumspotenzial bei der geringen bisherigen Anlagenanzahl.
Beste Gruesse
Benedikt Jorns 10.03.2010
In beiden von Ihnen erwähnten Punkten sehe ich das genau gleich. Den Link kenne ich, vor allem die Windkarte der Schweiz ist sehr aufschlussreich und nützlich (wenn sie auch wirklich stimmt).
Zur Bedeutung der Windkraft schrieb ich übrigens folgenden Beitrag unter Google-Earth:
http://www.panoramio.com/photo/31200600
Lucas Wyrsch 31.03.2010
Eigentilich ist nichts teurer und gefährlicher als Nuklearenergie, doch ist die Lobby der Kernkraftwerke stark und nicht besonders lernfähig.
Nirgends gibt es soviele Physiker wir beim CERN in Genf und nirgends wurde so viel Steuergelder vernichtet wie beim inzwischen stillgelegten Kernkraftwerk von Creys-Malville, wo sich die Kosten für das Kraftwerk nach einem Bericht des französischen Rechnungshofes (Cour des Comptes) auf umgerechnet 9,1 Milliarden Euro belaufen.
Nichts ist gefährlicher als Kernkraftwerke, wenn wir an die Katastrophe von Tschernobyl denken.
Doch gibt es viele Menschen, die unter Anamnesse leiden und diese Fakten entweder nicht kennen oder ignorieren und verdrängen.
Nichts ist langristig günstiger, nachhaltiger und sinnvoller als die isländische Energieversorgung, welche aus zwei alternativen Energiequellen besteht, Wasser und Geothermie.
Die Geothermie allein könnte den gesamten Weltenergiebedarf lösen, künftige Erdbeben verringern, da durch Bohrungen Spannungen in der Erde entzogen werden.
Leider wurden in der Schweiz bereits zwei Geothermieprojekte abgebrochen, das eine in Basel und das andere in Zürich.
Geothermie ist die verlässlichste aller alternativen Energien.
H.Burri 31.03.2010
@Lucas Wyrsch
1. Ich stimme Ihnen zu. Von allen neuen erneuerbaren Energien halte ich, langfristig gesehen, ebenfalls die Geothermie für den Energieträger mit den mit Abstand besten Zukunftsaussichten. Der grosse Vorteil liegt dabei sicher in der Tatsache, dass sie praktisch als einzige bandenergiefähig ist.
2. Die Entwicklung der Tiefen-Geothermie bis zu ihrem universellen Einsatz (auch aus Sicht der produzierten kWh) wird aber sicher noch einige Jahrzehnte benötigen und wird daher Unsummen verschlingen. Man denke nur an die enorm teuren Bohrungen, welche - wie auch in der Oelbranche - viel öfters zu Misserfolgen als zu Erfolgen führen. Es gibt nur wenige Gebiete auf der Erde wo die Erdwärme bzw. das heisse Wasser einfach zugänglich sind (Island, Neuseeland, gewisse Gebiete in Kalifornien, Italien).
3. In Basel, wo es sich um ein Projekt der Tiefen-Geothermie handelt haben die Politiker leider tatsächlich bereits das Handtuch geworfen. Niemand will Verantwortung übernehmen. Die Kalifornier lassen sich durch ein solches Erdbeben der Stärke von rund 4 kaum aus dem Schlaf reissen.
4. In Zürich hat man lediglich nach heissem Wasser in genügender Menge gebohrt und war mit einer ersten Probebohrung erfolglos. Diese Pilotanlage ist nicht für die Stromversorgung gedacht. Aussage eines Gemeinderats der SP: Man kennt jetzt den Untergrund in Zürich. Welche Anmassung ! Er glaubt, dass man daher bereits mit der nächsten Bohrung erfolgreich sein wird. Mit öffentlichen Geldern könnte es aber wirklich sehr schwer werden die gesteckten Ziele zu erreichen. Ich denke, dass eine paar erfolglose Bohrungen ebenfalls der Tod dieses Projekts sein dürften.
5. Für die Stromversorgung eignet sich eigentlich nur die Tiefen-Geothermie. Dafür muss man aber bis zu 5´000 m tief bohren. Es braucht 2 solche Bohrungen pro Anlage.
6. Theoretisch liesse sich sicher der gesamte Strombedarf der Welt decken. Diese Aussagen tönen zwar gut, aber man kann damit nicht viel anfangen. Eine Kosten-/Nutzenanalyse würde dies sehr schnell zeigen.
7. Es dürfte aber mit der Zeit klar werden, dass sich die Stromerzeugung mittels Tiefen-Geothermie gegenüber beispielsweise der Photovoltaik als wirtschaftlich weitaus überlegener erweisen wird.
Nachstehend noch ein sehr guter link zum Thema
http://joomla.sns-online.ch/cms/images/stories/sgk_seminar/sgk_seminar_200920091123_3_geothermie.pdf
Gerhard Wesp 31.03.2010
Ja, die Nuklearlobby ist stark, und ja, ich stimme zu, dass die Risiken der Kernkraft schwer abzuschaetzen sind. Man hat es dabei mit sehr seltenen Einzelereignissen, die jedoch potenziell sehr viel Schaden anrichten koennen, zu tun, wobei die Abschaetzung der Eintretenswahrscheinlichkeit sehr schwierig ist. Auch ist die Frage der Endlagerung der Abfaelle offenbar noch nicht geklaert.
Aber was ist Anamnesse?
Bitte um Referenzen fuer die Behauptung, Geothermie verringere die Wahrscheinlichkeit fuer Erdbeben.
Geothermie ist noch im Forschungsstadium, die Technologie ist noch nicht ausgereift bzw. felderprobt. Ich bin jederzeit dafuer, in neue Technologien Forschung(-sgelder) zu investieren, inkl. Geothermie.
marbea 31.03.2010
anstatt anamnesse ist wohl amnesie= vergessen gemeint.
den begriff nuklearlobby wollen wir etwas weiter fassen: lobby der fabrikanten von hauptsächlich nicht erneuerbaren strom,der stromerzeuger im allgemeinen.sie alle haben kapitalistische wurzeln:schon die gebrüder siemens,edison et al. wollten strom erzeugen und verkaufen und damit geld verdienen.soweit gut,soweit recht.aber das kapitalistische prinzip sagt: je mehr desto besser.und hier liegt der prinzipielle fehler:es geht damit nicht nur um erzeugte energie,sondern parallel dazu auch um den gewinn,ohne welchen es sich nicht leben lässt.heute werden die stromerzeuger, die eben ja auch viele denkende akademiker und naturwissenschafter beschäftigen, langsam etwas gescheiter und fragen sogar,wenn sie sich zu stromlieferungen verpflichten,den häuslebauer manchmal auch: hast du auch noch einen holzofen oder sonnenkollektoren in deinem ganzen konzept vorgesehen?
Gerhard Wesp 31.03.2010
Grundsaetzlich halte ich ja recht viel vom kapitalistischen
System, aber es funktioniert halt nur dann, wenn es
ein 'level playing field' gibt. Und das heisst einfach,
dass niemand subventioniert werden darf, z.B. indem man ihm erlaubt, massiv und gratis CO2 in die Atmosphaere zu pumpen.
H.Burri 31.03.2010
@Gerhard Wesp
Mit Ihrer grundsätzlichen Feststellung bin ich völlig einverstanden. Sie bringt hier aber leider nicht viel.
Daher möchte ich jetzt noch gerne von Ihnen explizite wissen, auf welche Technologie denn Ihrer Meinung nach zutrifft, dass sie
a) im grossen Stil subventioniert wird und gleichzeitig
b) gratis CO2 in die Atmosphäre abgibt
Gerhard Wesp 01.04.2010
Wenn man davon ausgeht, dass zuviel CO2 in
der Atmosphaere schaedlich ist, dann ist heute
*jeder* Ausstoss von CO2 subventioniert, und zwar
indirekt, indem die Verursacher nicht fuer die Schaeden
aufkommen.
In einem marktwirtschaftlichen System muesste jedoch
der Grundsatz gelten, dass jeder fuer die von ihm verursachten Schaeden aufkommt.
Falls der Schaden nicht genau bekannt ist, kann man ueber Haftpflichtversicherungsloesungen nachdenken.
In diesem Sinne wird uebrigens auch die Nuklearenergie indirekt subventioniert, indem sie von der allgemeinen Haftpflichtversicherung befreit ist und
die Allgemeinheit diese (dann versteckten) Versicherungskosten traegt.
Es waere interessant, von einem grossen Versicherer ein Angebot einzuholen, dass die potentiellen Schaeden von CO2-Ausstoss abdeckt. Die Praemie waere ein Indikator fuer die indirekten Subventionen.
marbea 01.04.2010
"Daher möchte ich jetzt noch gerne von Ihnen explizite wissen, auf welche Technologie denn Ihrer Meinung nach zutrifft, dass sie
a) im grossen Stil subventioniert wird und gleichzeitig
b) gratis CO2 in die Atmosphäre abgibt:"
könnten da biogastechnologien gemeint sein ??
ein "kapitalistisches System" bringt historisch gesehen die grössten technischen Fortschritte,nicht die Planwirtschaften der Sozialisten ujnd Kommunisten. Leider aber auch immer noch und weiterhin grösste Schäden, siehe Bankenexcesse, auch dort besteht handlungsbedarf! der "elektrizitätslobby" müssen wir daher stets auf die Finger schauen,damit sie in der effizienteren Stromnutzung und anzustrebenden kleineren oder sogar negativen Zuwachsraten nicht eine eigene Existenzbedrohung sieht."Der grosse Vorteil liegt dabei sicher in der Tatsache, dass sie praktisch als einzige bandenergiefähig ist." warum? der Verbrauch ist letztendlich alles andere als bandförmig.der strom wird in einem 24 rhythmus für bestimmte zwecke schon heute einer bestimmten tageszeit zugeteilt,z.b. speicherladung nachts,sperre für waschmaschinen über die mittagszeit.
H.Burri 01.04.2010
@marbea
Ich möchte die Antwort auf meine Frage von Gerhard Wesp hören.
Lucas Wyrsch 01.04.2010
Guten Tag Gerhard Wesp,
In der Tat meinte ich Amnesie, vielen Dank an marbea für die Berichtigung.
Der Einsatz von Geothermie wird im Süden der Schweiz, d.h. in Larderello, Italien, seit 1904 erfolgreich eingesetzt und ist in Italien ein grosser Stromlieferant.
Die Stromgewinnung über Erdwärme läuft seit 1913, und lange Zeit hatte Italien Alleinstellung in dieser Technologie.
Ab 1931 wurden Dampfbrunnen zur zusätzlichen Energiegewinnung gebohrt, die ab 1937 die ersten Kühltürme notwendig machten. Schrittweise ließ die Enel SpA, die das Kraftwerk seit 1962 betreibt, eine Anlage bauen, die den Dampf direkt in Turbinen leitet und heute noch immer zu den weltgrößten Erdwärmekraftwerken gehört.
Die von der Enel gebauten, geothermischen Kraftwerke in Larderello, Travale und am Monte Amiata erzeugen damit etwa 1,5% der insgesamt in Italien produzierten Elektrizität. In der Toskana beträgt der Nutzungsanteil 45 %.
Kommen wir zu den Erdbeben und deren Risikominimierung dank Geothermie.
Eines der schrecklichsten Erdbeben in den USA war das Erdbeben von 1906 in San Francisco.
Es erstreckte sich von San Juan Bautista bis Eureka und hatte eine Stärke von 7,8 auf der Richterskala.
Als Folge von Bränden und Sprengungen wurden dabei rund 3'000 Menschen getötet und drei Viertel von San Francisco zerstört bzw. erheblich beschädigt.
Man befürchtet, dass es in dieser Region seit langem wieder zu einem Monstererdbeben kommen könnte.
Warum wird gerade nirgendwo in der Welt Geothermie so aktiv gefördert, wie in Kalifornien, The Geysers?
The Geysers ist ein Komplex von 22 geothermischen Kraftwerken, welche Strom aus über 350 Quellen in den Bergen von Mayacamas, 116 km nördlich von San Francisco, Kalifornien, erzeugen.
The Geysire ist das größte Geothermiewerk der Welt, mit einer Kapazität von 1517 MW der aktiven installierten Kapazität und einer durchschnittlichen Produktionsfaktor von 63% oder 955 MW.
Calpine Corporation betreibt und besitzt 19 der 22 aktiven Geothermie Werke und ist derzeit in den Vereinigten Staaten der größte Produzent von geothermischer Energie.
Zwei weitere Anlagen gehören gemeinsam der Northern California Power Agency und der Stadt Santa Clara Communal Electric Utility (jetzt Silicon Valley Power).
Ich schätze mal, dass es in der Region von Sillicon Valley gute, erfahrene Ingenieure wissen, warum sie in einem der erdbebenreichsten Teile der USA auch die grösste Energieerzeugung aus Geothermie generieren.
Etwas simplifizierend sei hier die Akkupunktur als Heilmittel beim menschlichen Körper angeführt.
Dem menschlichen Körper wird zur Heilung über Nadeln Energien entzogen.
Ähnlich dürfte es sich mit der Geothermie verhalten, wo dem Boden, durch Tiefenbohrungen Energien entzogen werden, welche dann kleine und kleinst Erdbeben auslösen, aber grössere Erdbeben verhindern.
Obschon San Franzisko seit dem Jahr 1906 auf ein noch grösseres Erdbeben wartet, kam es bishier nicht dazu! Viel mehr scheinen sich die grossen Erdbeben Amerikas in den Süden, beispielsweise nach Chile, verlagerert zu haben, wo Geothermie noch kaum genutzt wird.
Ist Geothermie die Akkupunktur unseres Planeten?
Könten wir gerade durch Geothermie die Erdbebenrisiken minimieren, indem wir künstlch kleine und kleinste Erdbeben provozieren und auslösen?
Ich denke ja!
Freundliche Grüsse
Lucas Wyrsch
Georg Hammeier 10.04.2010
Die Erdbeben werden weltweit zunehmen, da der Erdmantel,durch die menschgemachte beschleunigte Abkühlung des Erdmantels, schneller schrumpft, als das Innere. Auf Dauer wird dies zum Abrutschen einzelner Kontinentalplatten führen.
Fazit:
Wenn mann das willkürliche Reinbohren von strukturverändernden Injektionsnaden in den Leib von Mutter Erde als AkkuPunktur bezeichnet, steckt bestimmt Mammon dahinter.
Peter Bachmann 21.04.2010
Danke für Ihre sehr interessanten Ausführungen. Trotzdem finde ich es ziemlich arrogant, anzunehmen, dass der Mensch einen bedeutenden Einfluss auf das Klima, oder gar die interne Stabilität der Erde nehmen könnte. Die Natur regelt sich grösstenteils selber. Das beweist der Vulkan auf Island gerade: Die Erde hatte einen kleinen Furz abgelassen und schon geht nichts mehr im Europäischen Luftraum...
georg hammeyer 10.04.2010
Hat der Schweizer es erst einmal geschafft, die vielen unnötigen Haushaltsgeräte und Kaffeemaschinen zu beseitigen und zahlreiche Glüh-Lampen in Energiesparlampen umzutauschen; dürften keine Atomkraftwerke mehr benötigt werden.
Statt dessen könnte sich die Schweiz ( mit ihren stillgelegten Bunkeranlagen, Tunneln und Bergwerken )
Gedanken über die Druckluftspeicherung von Windernergie und Wasserkraft machen.
Meine Meinung: Atomenergie sollte ausschliesslich im Weltraum genutzt werden... .
Peter Bachmann 21.04.2010
Nachdem ich mir ob Ihrem Wunschdenken erst einmal einen Schranz in den Bauch gelacht hatte, liess ich mir von meinem Vollautomaten ein Käfeli zubereiten und freue mich, dass in unserem Haus keine Sondermüllampen zum Einsatz kommen.
Als erfolgreicher PV-Stromproduzent finde ich auch gut, dass die BKW in Mühleberg ein Ersatzkraftwerk erstellt und Sie haben recht, die Wasserkraft dürfte noch etwas ausgebaut werden. Man kann also durchaus noch einige Phantasien entwickeln. Dem Vulkan in Island könnte man doch gleich ein geothermisches Grosskraftwerk aufpfropfen und den Strom nach Tesla auf Europa rüberbeamen.
Lucas Wyrsch 22.04.2010
Sehr geehrter Peter Bachmann,
Auf Wasserkraft sollte man nicht zuviel setzten, denn die Schweizer Gletscher schmelzen und somit wird auch weniger Wasserstromproduktion in Zukunft möglich sein.
Island hat Pläne, mehr Elektrizität über Geothermie zu produzieren und Europa damit zu versorgen.
Gruss
Lucas Wyrsch
Peter Bachmann 22.04.2010
Gutgut, Pläne gibt es noch viele. In der Schweiz haben sich m.E. keine Kraftwerke besser bewährt als Hydro. Jedoch können Gletscher allenfalls zur Speicherung von Wasser dienen, aber zur eigentlichen Stromproduktion haben wir genug Niederschläge.
Lucas Wyrsch 23.04.2010
Sehr geehrter Peter Bachman,
Es gab einen Artikel in der NZZ betreffend der Gletscherschmelze und dem Einfluss auf die Stromerzeugung in der Schweiz.
A propos Geotherie Anlagen wäre Calpine (NYSE: CPN) zu erwähnen, dessen Aktien in den letzten 12 Monaten 34% gestiegen ist.
Quelle: http://www.google.com/finance?q=NYSE%3ACPN
Gruss
Lucas Wyrsch
marbea 23.04.2010
als börsianer halte ich gar nichts von calpine,die sind wenigstens mir viel zu riskant,und als umweltschützer wünschte ich,dass auch hier die notwendigen diskussionen über die energieeffizienz den boden der realität nicht allzu häufig verlassen würden...
Lucas Wyrsch 24.04.2010
@marbea
Welche Risiken meinen Sie bei Calpine?
Ich habe gerade ein sehr interessantes tweet des IFRC gelesen, das ich hier mit Quellenangabe posten möchte!
(Press release) 24 years after the #Chernobyl disaster, people are still suffering from the fallout. #redcross #redcrescent #nuclear (http://twitter.com/Federation/status/12750852843)
Ich denke, dass wir zwei völlig verlässliche, alternative Energiequellen haben, Wasser und Geothermie, die sich beide seit Jahrzehnten bewährt haben.
Freundliche Grüsse
Lucas Wyrsch
http://twitter.com/futurePowerGen
marbea 24.04.2010
der wert einer aktie und der verlauf hängt nicht nur vom wert und besonders hier ganz unbestrittenen sinn der gesellschaft ab,sondern entwickelt auf der börse häufig eine irrationale eigendynamik, gerüchte etc spielen eine rolle..
marbea 24.04.2010
ich möchte meine aussage etwas abschwächen.wenn sie risikofreudig sind,kaufen sie! aber wenn sie eher vorsichtig sind,müssern sie wissen,dass die meisten aktien von "grün" und "alternativ" meist grossen scxhwankungen unterworfen sind,es gibt ja nicht nur den weg aufwärts,sondern auch den sturz abwärts.
marbea 24.04.2010
ich möchte meine aussage etwas abschwächen.wenn sie risikofreudig sind,kaufen sie! aber wenn sie eher vorsichtig sind,müssern sie wissen,dass die meisten aktien von "grün" und "alternativ" meist grossen scxhwankungen unterworfen sind,es gibt ja nicht nur den weg aufwärts,sondern auch den sturz abwärts.
marbea 24.04.2010
ich möchte meine aussage etwas abschwächen.wenn sie risikofreudig sind,kaufen sie! aber wenn sie eher vorsichtig sind,müssern sie wissen,dass die meisten aktien von "grün" und "alternativ" meist grossen scxhwankungen unterworfen sind,es gibt ja nicht nur den weg aufwärts,sondern auch den sturz abwärts.
lucas Wyrsch 11.05.2010
Google.org meint, dass EGS oder Enhanced Geothermal Systems die wichtigste und beste alternative Energieform der Zukunft sein wird: http://www.google.org/egs/
Hier ist ein interessantes Video von Google.org über EGS, das aufzeigt, welch gigantisches Reservoir wir durch Erdwärme besitzen!
http://www.youtube.com/watch?v=O6r_3AgI49Y
Dr. Jefferson Tester erklärt in diesem Google.org EGS Video, dass Geothermie emissionsfrei und carbon neutral sei!
Die USA brauche pro Jahr 100 Exjoules, um den gesamten Energiebedarf abzudecken, doch Geothermie könnte die USA mit 14'000'000 Exajoules versehen, also 140'000 Mal mehr, als der gesamte Jahresbedarf an Energie!
http://www.facebook.com/FuturePowerGeneration
H.Burri 11.05.2010
@Lucas Wyrsch
Ich weiss Sie sind ein glühender Anhänger der Tiefen-geothermie. Ich kann Ihnen dabei im Prinzip nur zustimmen. Von allen neuen erneuerbaren Energien ist sie jene, welche langfristig zweifellos das mit Abstand grösste Potenzial aufweist. Aus Sicht von rein technischen Aspekten ist diese Meinung bei Experten praktisch nicht umstritten.
Tiefen-Geothermie hat aus rein technischer Sicht den enormen Vorteil, dass sie grundlastfähig, praktisch unerschöpflich und erst noch weitestgehend CO2-frei ist. Was will man mehr ? Da werden keine komplizierten "Krüppel-Lösungen" nötig wie dies mit Photovoltaik und Windkraft ganz klar der Fall werden dürfte.
Um die drohende Stromlücke zu schliessen taugt sie aber leider nicht. Ich bin da total realistisch. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass sie vor 2040 bei uns weiträumig verfügbar sein wird (und teuer dürfte sie leider auch werden).
Es ist mir daher völlig schleierhaft wer als Trägerorganisation die Entwicklung dieses Energieträgers so schnell als möglich an die Hand nehmen soll und vor allem auch wer sich um die Finanzierung und Einführung dieser äusserst aussichtsreichen Energiequelle in der Schweiz kümmern soll. Man hat es ja bereits im kleinen Massstab gesehen wie gross die Risiken dabei sein können (auch die politischen). Es soll mir jetzt nur niemand kommen und diese Aufgaben angesichts der enormen benötigten Mittel dem Staat zuteilen zu wollen. Der wird sich darauf nicht einlassen und über die notwendigen finanziellen Mittel verfügt er schon gar nicht. Energie- und Stromversorgung gehören ja bekanntlich auch nicht zu den Aufgaben des Staates.
Zu diesem enorm wichtigen letzten Punkt würde ich gerne Ihre Meinung kennen Herr Wyrsch.
Lucas Wyrsch 12.05.2010
Sehr geehrter H. Burri,
Vielen Dank für Ihr interessantes Feedback.
Wir sollten mehr Expertenwissen, unter anderem vom größten italienische Stromversorger, ENEL (Ente nazionale per l'energia elettrica) einholen, der seit 1904 erfolgreich Geothermie nutzt < http://www.enelgreenpower.com/en/energie_rinnovabili/geotermico/ > und sich an Geothermieprojekten weltweit beteiligt.
ENEL könnte auch in der Schweiz mehr in Geothermieprojekte eingebunden werden, denn ENEL wäre in der Lage, solche Projekte zu finanzieren, zu bauen und zu betreiben.
ENEL ist an der italienischen Börse kotiert und erreichte eine Jahresperformance von 3.4% (nach Börseneinsturz von über 20% auf Grund der Europrobleme mit Griechenland)
Auch Calpine, an der die Schweizer Elektrowatt beteiligt ist, könnte in der Schweiz Geothermieprojekte finanzieren, bauen und betreiben. http://www.calpine.com/products/re_benefits.asp Capine ist der grösste Geothermieproduzent von Nord Amerika.
Die Schweizer Energiewirtschaft ist durch das Erdbeben von Basel verunsichert.
Meiner Minung nach arbeitete man in der Schweiz nicht mit wirklich erfahrenen Geothermieexperten, übergab die Aufgabe an geothermieunerfahrene Generalunternehmer und generierte Probleme vor allem mangels richtigem Fachwissen.
Die Probleme mit Basel führten dann zu politischen und juristischen Problemen.
Die Schweiz wird im Jahr 2040 weiterhin mit 60% durch Wasserkraft versorgt werden und andere alternative Energieprojekte werden parallel vorangetrieben.
Teuer bei Geothermie sind die Bohrungen.
Um eine Wärme von 120 Grad Celsius zu erreichen, muss man im Durchschnitt rund 4'000 Meter tief bohren.
Die Bohrturmkapazitäten wäre in der Tat ein Problem, da momentan zu wenig Bohrtürme vorhanden wären.
Gruss
Lucas Wyrsch
Dieter Büchle 14.05.2010
Sehr geehrter Herr Wyrsch
Wasser weist bei 120°C einen Dampfdruck von knapp 2 bar (abs.) auf, was gegenüber 1 bar Atmosphärendruck ein Überdruck von knapp 1 bar bedeutet. Zum Heizen kann man zwar ein Temperaturniveau von 120°C sehr gut und vorteilhaft verwenden. 1 bar-Dampf ist hingegen zum wirtschaftlichen Betreiben einer Turbine viel zu wenig leistungsfähig. Bei 200°C (ca. 16 bar-Dampf) würde es dann schon wieder ganz anders aussehen. Soviel nur spasseshalber zum Thema.
Abgesehen von Heiz-Geothermie (wozu in weiterem Sinn auch Erdsonden/Wärmepumpenheizungen zählen), sind nur ausgewählte Standorte zur "Dampfturbinen-Geothermie" geeignet. In den USA zum Beispiel die Yellowstone-Region.
Lucas Wyrsch 15.05.2010
Sehr geehrter Herr Büchle,
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Nach meinem Wissensstand betreibt das Geothermiewerk von Unterhaching in Bayern bei 122 Grand Celsius neben Fernwärme auch elektrischer Strom. http://bit.ly/aMhiYh
"Das ca. 122 ° C heiße Thermalwasser wird an die Oberfläche gefördert, die Wärme in das Fernwärmenetz eingespeist und Ihnen direkt ins Haus geliefert. "
Soweit zur Fernwärme und weiter zur Gewinnung elektrischen Stromes: http://bit.ly/c6KGgC
"Stromerzeugung (Kalina-Technologie): 21.500 Megawattstunden pro Jahr.
Gesamtleistung Wärmeversorgung (im Endausbau geplant): ca. 70 Megawatt thermisch
1. Bohrung (2004): Teufe 3.350 m, 122° Grad Celsius Wassertemperatur, Schüttung von bis zu 150 Litern pro Sekunde Wassermenge
2. Bohrung (2007): Teufe 3.580 m, 133° Grad Celsius Wassertemperatur, Schüttung von bis zu 150 Litern pro Sekunde Wassermenge"
Das Kalinaverfahren soll die Erzeugung von elektrischem Strom mit Temperaturen von ca 120 Grad Celsium ermöglichen.
Freundliche Grüsse
Lucas Wyrsch
Dieter Büchle 17.05.2010
Hallo Herr Wyrsch
Beim Kalina-Verfahren wird die Turbine mit einem Tiefsieder (im konketen Fall Ammoniak aus einer wässrigen Ammoniaklösung) angetrieben. Dies bedingt einen getrennten, geschlossenen Kreislauf, und die Turbine kann über ein wesentich höheres Druckgefälle betrieben werden (höherer Wirkungsgrad, viel kleinere Turbinendimensionierung möglich).
Wie gerade auch diese Anlage zeigt, wird trotzdem vor allem Wärmenergie gewonnen. (70 MW) und nur wenig Elektrizität (3.36 MW).
Was die "elektrischen" 3.36 MW betrifft, gibts noch eine kitzekleine Ungereimtheit: Produziert werden nämlich 21500 MWh/Jahr. Auf eine Stunde umgerechnet sind dies 2.45 MW. Woher die deutlich höheren 3.36 MW herstammen, ist mir schleierhaft. Ich finde es immer wieder höchst bedauerlich und absolut kontraproduktiv für die "alternativen Energien", wenn mit "hochgestapelten" Zahlen operiert wird.
Ich habe schon x mal (wobei x eine relativ hohe Zahl ist) solche Anlagen durchgerechnet. In der überwiegenden Mehrheit bin ich auf zu hohe Leistungsangaben gestossen, kein einziges mal auf zu tiefe Angaben, und bei Photovoltaik fast jedes mal auf extrem zu hohe.
Im übrigen wäre die Elektrizität aus dieser Anlage (kostenmässig) nicht konkurrenzfähig, wenn nicht die Allgemeinheit (über Steuern/Abgaben) ganz massgeblich mitfinanziert hätte.
mfG, Dieter Büchle
Lucas. Wyrsch 17.05.2010
Guten Tag Herr Büchle,
Vielen Dank für Ihr Feedback.
In der Physik geht man immer von zwei Daten aus, den theoretischen und den durch die Praxis verifizierten, die fast immer von den theoretischen Zahlen abweichen.
Womöglich wurde die Jahresleistung, das Werk in Unterhaching ist erst seit sehr kurzer Zeit in Betrieb, theoretisch etwas zu optimal berechnet,
Bohrungen sind teuer.
Auf lange Zeiträume, beispielsweise auf 100 Jahre, ist Geothermie eine der günstigsten Energiequellen, da nur einmal gebohrt werden muss und danach nur noch relativ tiefe Unterhaltskosten entstehen.
Geothermie ist unabhängig, da sie 24 Stunden pro Tag und 7 Tage pro Woche voll nutzbar ist, was sie zu einer der verlässlichsten Energiequellen macht.
Ich denke, dass das Kalinaverfahren auch in der Schweiz zum Einsatz kommen könnte.
Freundliche Grüsse
Lucas Wyrsch
Dieter Büchle 17.05.2010
Hallo Herr Wyrsch
Sorry, aber das müsste zum Verhältnis Theorie/Praxis schon gesagt werden: wenn ich die Grundgrösse 150 L Wasser einer bestimmten Tempertur pro Sekunde als Grundlage habe, rechne ich Ihnen wesentlich exakter aus, wieviel Energie aus der Turbine kommt (auch mit dem Kalina-Verfahren).
Dann gibt's noch folgende Tatsache: Gestein ist ein schlechter Wärmeleiter. Die Anlage wird vermutlich schon deutlich vor den hundert Jahren mehr oder weniger "schlapp machen", nämlich dann, wenn die Wärmenergie dem zugänglichen heissen Gestein entzogen ist. Aus diesem Grund eignet sich Geothermie auch nicht für Anlagen mit grosser Leistung (weil das heisse Gestein dann blitzartig abgekühlt ist). Ich werde die 100 Jahre mit Sicherheit nicht erleben, aber die erwähnte Anlage wird mit Sicherheit schon deutlich früher nicht mehr in Betrieb sein. Tatsache ist: bis zur Abkühung des zugänglichen heissen Gesteins wird die Anlage rund um die Uhr in Betrieb sein. Da haben Sie sicher recht.
Was mich einigermassen beruhigt ist, dass die Störfallverordnung in der Schweiz in jedem Fall eine Risikoanalyse bei der Verwendung der relativ grossen Ammoniakmenge zwingend vorschreibt. Ein entsprechender Ammoniakausbruch in einem besiedelten Gebiet wäre ja auch nicht ganz ohne.
Nebenbei bemerkt hat mich extrem befremdet, dass das Basler Geothermieprojekt ohne jede Risikoanalyse gestartet werden konnte, währenddem ich als Produktionschemiker für jeden Klacks eine Risikoanalyse im Team durchgeführt habe.
Freundliche Grüsse
Dieter Büchle
Ulrich Meyer 17.05.2010
Hallo Herr Büchle,
die Betreiber der Anlage in Unterhaching sind wohl auch keine Laien:
Die Wärme wird dort nicht direkt dem Gestein entnommen, sondern einem Aquifer, d.h. einer tiefen Schicht, die heisses Thermalwasser führt. Der Aquifer ist so gross und wird vom riesigen Wärmereservoir im Erdinneren ständig nachgeheizt, dass ein Temperaturrückgang nicht zu erwarten ist, ebenso wie bei natürlichen Thermalquellen (z.B. in Bad Zurzach).
Mit freundlichen Grüssen,
Ulrich Meyer
marbea 18.05.2010
quantitativ wieviel wärme entzogen werden kann,hängt wahrscheinlich stark von jeder einzelnen anlage ab:es gibt mit wp verbundene erdsonden und vor allem erdregister,die schon nach dem ersten winter einen leistungsabfall zeigen.geniale betreiber senden im sommer wärme hinunter und verwundern sich,wenn sich die wärmeführende erdschicht zurückzieht,ein zwischenraum zur sonde entsteht und die wärmeübertragung weiter zurückgeht.dann braucht es nicht einmal "genaue berechnungen",um festzustellen,dass es noch immer unsicherheitsfaktoren gibt.
Dieter Büchle 18.05.2010
Hallo Herr Meyer
Danke für den Hinweis. Dann siehts natürlich anders aus. Und die Basler Geothermiker waren wohl Laien....
Ich frage mich natürlich im Zusammenhang mit der Anlage Unterhachig und der Unerschöpflichkeit des Aquifers auch folgendes: Warum hat man die Anlage nicht deutlich grösser dimensioniert?
Hinweis spasseshalber: etwa 700 mal grösser hätte man immerhin die elektrische Leistung eines Kohlekraftwerks oder AKW's erreicht.
mfG, Dieter Büchle
Lucas Wyrsch 18.05.2010
Sehr geehrter Herr Büchle,
Ich denke auch, dass es in Basel an erfahrenem Expertenwissen gemangelt hatte und dass eine kompetente Risikoanalyse zwingend notwendig gewesen wäre.
Die Antwort auf Ihre Frage "warum man die Anlage nicht deutlich grösser dimensioniert hat" liegt im deutschen EEG oder Erneuerbaren Energien Gesetz, das gewisse Subventionen nur für Anlagen bis 10 MWel für die Wärmenutzung (Wärmenutzungs-Bonus) in Höhe von 3 Cent/kWh bzw. bei Anlagen mit petrothermaler Technik (Hot-Dry-Rock-Verfahren) in Höhe von 4 Cent/kWh vorsieht.
Um das Finanzrisiko tief zu halten, um einen höher subventionierten Geothermiestrompreis zu erhalten, durfe man Anlagen nur unter 10 MWel bauen.
Vielleicht etwas sonderbar, aber deutsches Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien für Geothermie . < http://bit.ly/bB9QrH >.
Das älteste Geothermiewerk der Welt existiert seit 1904 in Larderello, Provinz Pisa, in der Toscana. Das Geothermiewerk ist seit 106 Jahren in Betrieb und wird von ENEL geführt.
Freundliche Grüsse
Lucas Wyrsch
H.Burri 12.05.2010
@Lucas Wyrsch
Bezüglich geothermieunerfahrenen Leuten in Basel dürften Sie vermutlich recht haben obwohl der Projektleiter für die Bohrung (Name der Bohr-Firma habe ich vergessen) offenbar sehr viel Erfahrung mit solchen Bohrungen im Ausland hatte. Er war bekanntlich der, welcher vor Gericht wegen Auslösung eines Erdbebens (ein Straftatbestand !) antraben musste. Er wurde freigesprochen. Im Prinzip hat in erster Linie die baselstädtische Baudirektorin kalte Füsse bekommen. Aber das ganze Projekt (in meinen Augen war das aber nicht einmal eine kleine Pilotanlage sondern in erster Linie eine reine Versuchsbohrung zur Ueberprüfung des Konzepts) wurde sicher falsch aufgezogen und die Bevölkerung war nicht (genügend ?) auf ein solches Ereignis vorbereitet. Es hätte allerdings meines Erachtens auch kaum viel gebracht wenn man ihnen dieses realistische Szenario vorher bekannt gegeben hätte.
Ich sagte in diesem Forum bereits früher, dass sich aus meiner Erfahrung andererseits die Leute in Kalifornien bei einem Erdbeben der eingetretenen Stärke höchstens im Bett gedreht hätten. Die örtlichen Gegebenheiten fallen halt enorm ins Gewicht. Es ist vermutlich schon ein nicht geringer Nachteil, dass man solche Anlagen in der Nähe von Bevölkerungszentren bauen müsste.
Schlimmer finde ich, dass NR Rechsteiner, der ja ein totaler Verfechter in erster Linie von PV und Windenergie ist als Basler sich praktisch überhaupt nicht für eine Fortsetzung der Arbeiten eingesetzt hat. Ueber seine Gründe kann man nur spekulieren.
Ich denke, dass ENEL Erfahrungen auf dem Gebiet hat, obwohl viele geothermische Anlagen auf der Welt aus lokalen Gründen nicht sehr tief bohren mussten. Ich denke, nicht dass man sie als gute Referenzen für tiefengeothermische Anlagen halten kann. Ich müsste auch zuerst recherchieren wieviele es auf der Welt überhaupt gibt, welche diese Bezeichnung überhaupt verdienen ENEL wendet sich in Italien (mit Hilfe der Franzosen) wieder der Kernenergie zu.
Die offizielle Haltung der grossen Elektrizitätsgesellschaften in diesem Land, in erster Linie Alpiq, AXPO und BKW zur Entwicklung von Tiefen-Geothermie ist mir nicht bekannt, wäre aber sicher höchst interessant.
Im übrigen: Calpine wurde von der früheren Elektrowatt
schon vor vielen Jahren verkauft und die Elektrowatt gibt es leider schon seit etwa 10 Jahren nicht mehr (Nachfolgegesellschaften waren die NOK im Strombereich und die Siemens Building Technologies im Industriebereich).
H.Burri 08.06.2010
An dieser Stelle möchte ich gerne einmal den deutschen Oekonomen H.W.Sinn zitieren, der in seinem Buch "Das grüne Paradoxon" im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien und mit der KEV für Deutschland folgendes gesagt hat (was aber generell Gültigkeit haben dürfte):
"Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Unterschiedlichkeit der KEV letztlich nur dazu dient, den zentralplanerischen Gestaltungswillen grün denkender Politiker zu befriedigen. Irgend jemand hat sich halt in den Kopf gesetzt, Strom müsse nach einer bestimmten Methode produziert werden, weil es die technische Möglichkeit dazu gibt, und schon wird die KEV so gewählt, dass diese Methode sich lohnt und eine entsprechende Produktion zustande kommt."
marbea 29.07.2010
spannung mal strom gleich leistung auch für den kochherd.lasst uns nicht streiten über strom oder spannung.wenn wir heute richtige umfassende energiebilanzen machen wollen,dürfen wir nicht vergessen,dass vor 50 jahren einstein und anhänger dinge formuliert haben,die die gebrüder siemens noch gar nicht kannten,aber ein clausius schon ahntedaher ist die debatte über "richtige" spannung und "richtigen" strom und richtige stromart noch lange nicht vom tisch, wer an den alten gleichungen und dem permanent steigenden energiebedarf,zu decken mit akw`s festhält,endet in den kommenden jahrzehnten in einer sackgasse.....
marbea 29.07.2010
""Diese Zahlen liegen mehrere Studien zu Grunde.""
ich warte schon lange auf eine komplette und einlässliche darlegung der berechnungen,auf welche weise und wieviel co2 die einzelnen arten von stromerzeugung erzeugen.
marbea 30.07.2010
die berechnungen von herrn höhener bezüglich energie nach klassischer früherer experimentalphysik mit spüannung und strom stimmen schon für den beschränkten täglichen bereich,in welchem elektroinstallateure tätig sind. wenn es aber um weltweite energiebilanzen und grosse zahlen in zukunft geht,ist manchmal etwas mehr wissen gefragt, ich verweise auf meinen hochschulabfluss in physik vor 50 jahren,gerade als einstein gestorben war.darauf habe ich in medizin promoviert über strahlenschäden von radioaktiven elementen.bin jetzt im alter wieder in energiebilanzen in physik tätig,was für die zukunft der menschheit mit der bevorstehenden energieknappheit sehr wesentlich ist.ich glaube nicht,dass wir beim kaffee miteinander mühe hätten, aber sie sind immer noch innerhalb ihres gartenzaun geblieben.
Willi Höhener 30.07.2010
Herr Marbea,
Es werden auch heute noch viele an der Hochschule ausgebildet die nachher in der Arbeitswelt nicht brauchbar sind weil sie in Wolken schweben und an der Realität vorbeisehen. Energie bleibt Energie und für einen Liter Wasser zu kochen benötigen wir bei gleicher Umgebungstemperatur und gleicher Meereshöhe immer noch die gleiche Menge Energie wie vor 100 Jahren.
Radioaktiv bestrahlt wurde ich in meiner Tätigkeit mehrere Male. Das hat sich ohne bleibende Schäden abgebaut. Ich bin 73 und gesund.
marbea 30.07.2010
"wolken schweben und realität" stimmt nicht immer!
auch die kernphysiker leben in einer realität.
das ergebnis meiner untersuchungen vor 50 jahren war übrigens,das mir das element radium nachher auf grund realer befunde viel weniger gefährlich erschien als vorher!
marbea 30.07.2010
Der gartenzaun und das gärtlein:der alte,klassische experimentalphysiker bedient sich der eigenen sinnlichen erkenntnisse und formeln der naturwissenschafter des 19.jahrhunderts.diese sind in die praxis als richtlinien eingegangen in die gehirne etwa der heizungsplaner und elektrotechniker.in den gärten gleiten engelein gratis auf den regenbögen hinauf und hinunter,regenbögen sind die temperaturskalen und die elektrischen spannungen.der deutsche physiker clausius,in der mitte des 19.jahrhunderts an der eth im bereich thermodynamik in zürich tätig,wo man ihm bis heute einen strassennamen gewidmet hat, bemerkte, dass in den energiebilanzen etwas nicht stimmt mit den englein auf den regenbögen.wenn wir uns mit der energiefrage der zukunft beschäftigen,müssen wir endlich unseren gartenzaun überspringen oder das brett vor dem kopf entfernen, sonst heizt uns der teufel mit kernenergie im eigenen haus die hölle ein.spannung mal strom gleich leistung gilt ebenso wie die unvernichtbarkeit oder unmachbarkeit von energie oder die konstanz der benötigten energie,um einen liter wasser um ein grad zu erwärmen,nur im engen,beschränkten bereich des eigenen gartens.so gesehen ist die forderung,man müsse den entwicklungsländern akw bauen,damit sie billigen strom bekämen,das absurdeste,was ich mir vorstellen kann,nämlich sowohl aus praktischen als auch aus theoretischen,naturwissenschaftlichen erwägungen. das eine tun,das andere nicht lassen!
mcrious 30.07.2010
Hab nur mal so im Wikipedia gestöbert ,wirklich interessante Dinge sind hier unter Atommüll aufgelistet.
HättenLagerung unter freiem Himmel
Im Oktober 2009 wurde durch die Berichterstattung um den Film Albtraum Atommüll öffentlich bekannt, dass Frankreich seit den 90er-Jahren heimlich einen nicht unerheblichen Teil seines Atommülls nach Sibirien transportiert. In der Stadt Sewersk, in der mehr als 100.000 Menschen leben, lagern knapp 13 Prozent des französischen radioaktiven Abfalls in Containern unter freiem Himmel auf einem Parkplatz.[11] Zudem wurde öffentlich, dass Deutschland sogar in noch größerem Maße radioaktiven Abfall nach Russland exportiert.[12]
Die Lagerung wird vom zuständigen Sicherheitsbeamten dort unkritisch gesehen. Er gestand in einem Interview jedoch ein, dass im Falle eines Flugzeugabsturzes oder eines ähnlichen Unfalles in der Nähe der Container ein Problem bestünde.
Die kirgisische Stadt Mailuussuu ist umgeben von 36 nicht gesicherten Lagern von Uranabfällen und zählt zu den zehn am schlimmsten verseuchten Gegenden der Erde. Seit mindestens 2009 droht der Abrutsch von 180.000 Kubikmetern Uranschlamm in einen Fluss, wodurch das Trinkwasser in Kirgisistan und Usbekistan radioaktiv verseucht würde.[13]
Illegale Entsorgung
Im September 2009 wurde 28 Kilometer vor der Küste Süditaliens das Wrack eines 110 Meter langen Frachters mit 120 Behältern Atommüll an Bord entdeckt. Damit wurde der seit Jahrzehnten bestehende Verdacht bestätigt, dass die italienische Mafia Giftmüll im Mittelmeer entsorgt.[14] Mindestens 32 Schiffe mit Gift- und Atommüll sollen auf diese Weise in der Adria, dem Tyrrhenischen Meer und vor den Küsten Afrikas versenkt worden sein. Die Herkunft des radioaktiven Materials ist bislang nicht geklärt.[15]
Im Jahr 1990 ist das Schiff 'Jolly Rosso' an der Küste Kalabriens gestrandet. Die Ladung wurde nie identifiziert, jedoch vermutlich in der Nähe der Gemeinde Amantea illegal vergraben. Nachdem sich in den Folgejahren die Krebsfälle in der Region häuften, fanden Techniker in der Nähe die vermeintliche Schiffsladung und stellten dort erhöhte Radioaktivität und eine Erwärmung des Erdreichs um sechs Grad fest.[15]
In der Ostsee wurden zwischen 1991 und 1994 radioaktive und chemische Altwaffen aus sowjetischen Beständen illegal versenkt.[16]
Entsorgung ohne genauen Nachweis
Im Dezember 2009 wurde der Öffentlichkeit bekannt, dass bei der Erdöl- und Erdgasförderung jährlich Millionen Tonnen radioaktiv verseuchter Rückstände anfallen, für dessen Entsorgung größtenteils der Nachweis fehlt.[17] Im Rahmen der Förderung an die Erdoberfläche gepumpte Schlämme und Abwässer enthalten NORM-Stoffe (Naturally occurring radioactive material), u. a. das hochgiftige und extrem langlebige Radium 226 sowie Polonium 210. Die spezifische Aktivität der Abfälle beträgt zwischen 0,1 und 15.000 Becquerel (Bq) pro Gramm. In Deutschland, wo etwa 1.000 bis 2.000 Tonnen Trockenmasse im Jahr anfallen, ist das Material laut der Strahlenschutzverordnung von 2001 bereits ab einem Bq pro Gramm überwachungsbedürftig und müsste gesondert entsorgt werden. Die Umsetzung dieser Verordnung wurde der Eigenverantwortung der Industrie überlassen, wodurch die Abfälle letztlich über Jahrzehnte hinweg sorglos und unsachgemäß beseitigt wurden. Es sind Fälle dokumentiert, in welchen Abfälle mit durchschnittlich 40 Bq/g ohne jede Kennzeichnung auf einem Betriebsgelände gelagert wurden und auch nicht für den Transport besonders gekennzeichnet werden sollten.[18]
In Ländern mit größeren geförderten Mengen von Öl oder Gas entstehen deutlich mehr Abfälle als in Deutschland, jedoch existiert in keinem Land eine unabhängige, kontinuierliche und lückenlose Erfassung und Überwachung der kontaminierten Rückstände aus der Öl- und Gasproduktion. Die Industrie geht mit dem Material unterschiedlich um: In Kasachstan sind weite Landstriche durch diese Abfälle verseucht, in Großbritannien werden die radioaktiven Rückstände in die Nordsee geleitet.[17][18] In den Vereinigten Staaten gibt es in fast allen Bundesstaaten aufgrund der radioaktiven Altlasten aus der Erdölförderung zunehmend Probleme. In Martha, einer Gemeinde in Kentucky, hat das Unternehmen Ashland Inc. tausende kontaminierte Förderrohre an Farmer, Kindergärten und Schulen verkauft, ohne diese über die Kontamination zu informieren. Es wurden bis zu 1.100 Mikroröntgen pro Stunde gemessen, so dass die Grundschule und einige Wohnhäuser nach Entdeckung der Strahlung sofort geräumt werden mussten.[19] Sies gewusst?
und DAS auch noch ganz am Anfang des Artikels mit dem Titel"radioaktiver Abfall"
Entstehung
Entstehung der radioaktiven Abfälle der Nuklear-Industrie:
Der mengenmäßig überwiegende Teil der Abfälle entsteht durch die Uranwirtschaft: Der größte Teil mit rund 80 % der radioaktiven Abfälle stammt aus dem Uranabbau (Abraum und Tailings) und wird in der Nähe des jeweiligen Uranbergwerks gelagert. Weitere Teile stammen aus Kernkraftwerken (rund 12.000 t pro Jahr[1]), aus Kernforschungszentren, aus der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente und in Kernwaffenstaaten aus militärischen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Herstellung von Atomwaffen. Ein mengenmäßig geringer Anteil hat seinen Ursprung in der Anwendung radioaktiver Substanzen in Medizin, Industrie und Forschung.
marbea 31.07.2010
Wenn man aus -bildlich gesprochen- ein kilogramm elektrische energie aus kernenergie erzeugt,mit der man radio,fernseher,beleuchtung,computer betreiben will,erreicht weniger als 100 g den endverbraucher,der grössere anteil ging schon vorher zu den eisbären und pinguinen und endet nachher im weltall.auch die kernenergie war mindestens vor jahren nur mit einem sehr schlechten gesamtwirkungsgrad verwertbar.das interesse liegt an der ungeheuer grossen menge,die verluste scheinbar nebensächlich und erträglich macht.aber der erhoffte "billige" atomstrom erwies sich bisher schlicht als eine lüge.wenn man mit photovoltaik oder einem windrad strom in ein öffentliches netz einspeist zur versorgung von grossverbrauchern,etwa lokomotiven, ist das resultat vergleichbar schlecht.daraus entsteht die forderung,dass die elektrizität an ort und stelle erzeugt und verbraucht werden müsse,wobei auch allfällig für den nachtbetrieb notwendige batterien die zu treuen handen übergebene energie nur zu 90% zurückgeben.und dazu die forderung nach neuen konzepten der verteilung und einer neukonstruktion der endverbraucher.wechselstrom ade! daher sind auch hochrechnungen bis zu zwei stellen nach dem komma,wieviele quadratmeter solarzellen ein akw ersetzen können,ein absoluter unsinn,den auch politiker nicht ausschlachten sollten,um sich in dieser sache nicht selber gleich zu disqualifizieren.schliesst entsteht die unsympathische,aber nicht vermeidbare konsequenz,dass elektrische energie nicht zu allen tageszeiten in gleicher menge aus einem öffentlichen netz bezogen werden kann und mehr kosten wird als heute,wenn man es gescheit anstellt,verbraucht man davon aber weniger.
marbea 31.07.2010
Wenn man aus -bildlich gesprochen- ein kilogramm elektrische energie aus kernenergie erzeugt,mit der man radio,fernseher,beleuchtung,computer betreiben will,erreicht weniger als 100 g den endverbraucher,der grössere anteil ging schon vorher zu den eisbären und pinguinen und endet nachher im weltall.auch die kernenergie war mindestens vor jahren nur mit einem sehr schlechten gesamtwirkungsgrad verwertbar.das interesse liegt an der ungeheuer grossen menge,die verluste scheinbar nebensächlich und erträglich macht.aber der erhoffte "billige" atomstrom erwies sich bisher schlicht als eine lüge.wenn man mit photovoltaik oder einem windrad strom in ein öffentliches netz einspeist zur versorgung von grossverbrauchern,etwa lokomotiven, ist das resultat vergleichbar schlecht.daraus entsteht die forderung,dass die elektrizität an ort und stelle erzeugt und verbraucht werden müsse,wobei auch allfällig für den nachtbetrieb notwendige batterien die zu treuen handen übergebene energie nur zu 90% zurückgeben.und dazu die forderung nach neuen konzepten der verteilung und einer neukonstruktion der endverbraucher.wechselstrom ade! daher sind auch hochrechnungen bis zu zwei stellen nach dem komma,wieviele quadratmeter solarzellen ein akw ersetzen können,ein absoluter unsinn,den auch politiker nicht ausschlachten sollten,um sich in dieser sache nicht selber gleich zu disqualifizieren.schliesst entsteht die unsympathische,aber nicht vermeidbare konsequenz,dass elektrische energie nicht zu allen tageszeiten in gleicher menge aus einem öffentlichen netz bezogen werden kann und mehr kosten wird als heute,wenn man es gescheit anstellt,verbraucht man davon aber weniger.