Dialogforum

Fühlen sich junge Konsumenten von der Zukunft unseres Planeten weniger betroffen?

08.09.2009

10% der Schweizer Stromverbraucher tun überhaupt nichts, um Energie zu sparen – dies belegt die von Alpiq im Frühling durchgeführte Meinungsumfrage „Perspektiven“. Das Motto „Nach mir die Sintflut“ wird ausgerechnet von der altersmässig jüngsten Gruppe gelebt. Also genau von denjenigen Personen, die von den energie- und umweltpolitischen Folgen am meisten betroffen sind.

Wie in anderen Branchen ist es auch in Energiefragen unverzichtbar, über die Ansichten der Bevölkerung Bescheid zu wissen. Aus diesem Grunde hat Alpiq Anfang 2009 ein Meinungsforschungsinstitut mit einer Umfrage über die Anliegen der Schweizer Bevölkerung hinsichtlich Elektrizität beauftragt. Die Umfrage zeigt unter anderem sechs Rasterbilder der Schweizer Stromverbraucher. Ob Macher, Schwätzer, Sparer, Aktivisten, Hedonisten oder eben der Typ „Nach mir die Sintflut“: Nur wenige Konsumenten setzen Energiesparmassnahmen tatsächlich um. Insbesondere die jüngste Gruppe – also genau diejenigen Personen, die von den energie- und umweltpolitischen Folgen am meisten betroffen sind, tun überhaupt nichts, um Energie zu sparen.

Sind die Schweizer Stromverbraucher alles nur Schwätzer, die Wasser predigen und Wein trinken? Welches der sechs Rasterbilder entspricht Ihnen am genauesten? Was müsste passieren, damit Sie Ihr Verhalten ändern?

  • faktorzehn.info 14.09.2009

    Hallo,

    In der Schweiz stammt der Strom mit einem Anteil von etwa 30% aus Atomkraftwerken. Bis heute können und wollen die Kraftwerksbetreiber keine vernünftige und umweltverträgliche Endlösung für die hier entstehenden radioaktiven Abfälle anbieten. Auch der Betrieb solcher Atomkraftwerke birgt enormes Risikopotential.

    Weltweit dagegen - liegt der Beitrag der Atomenergie zur weltweiten Energieversorgung bei nur etwa 2%. Hintergründe und Fakten zur Atomkraft zeigt folgende hochinteressante Broschüre:

    http://energiekreislauf.info/resources/Glaubst_du_das_wirklich.pdf

    Dass gerade junge Menschen nichts dagegen unternehmen liegt an mangelnder Information und dem Verständnis grundlegender Zusammenhänge.

    Die Lösung der Probleme bei unserer künftigen Versorgung mit Energie kann nur mit einer sinnvollen Kombination Energie-einsparender Maßnahmen und Energie-effizienter Technologie zusammen erreicht werden.

    Im Bereich der Gebäudeheizung ist die Schweiz weltweit führend bei der Verwendung besonders effizienter Wärmepumpenheizungen. Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass mit dem Einsatz von nur 1kWh Antriebsenergie durchschnittlich 4 kWh Wärmeleistung zur produziert werden können. Wir sprechen hier von einem Anlagenwirkungsgrad von 400%.

    Wollen wir noch mehr Einsparung durch Verbesserung der Energie-Effizienz erreichen, so kann eine Solaranlage und eine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung diesen Anlagenwirkungsgrad auf 1000% verbessert werden.

    d. h. mit 1 kWh elektrischen Antriebsenergie werden bis zu 10 kWh Wärme umgewandelt. Somit benötigen wir nur 10% Antriebsleistung um 100% Wärmeleistung zu erreichen.

    In gleichem Umfang werden der CO2-Ausstoß und andere Umweltbelastungen entsprechend reduziert.

    Vielleicht hilft diese Information die Zusammenhänge zwischen Ökonomie und Ökologie besser zu verstehen. Vor allem die Leistungsfähigkeit alternativer Energie (Solarenergie) und Anlagen zur Wärmerückgewinnung werden heute noch unterschätzt.

    Nach mir die Sintflut - eine psychologische Betrachtung

    http://energiekreislauf.info/resources/Klimawandel-Psychologie.doc

    zeigt deutlich, dass wir nur dann etwas unternehmen, wenn wir von einem Ereignis unmittelbar betroffen sind, oder daraus einen Vorteil (Nutzen) haben.

    90% weniger Verbrauch an Energie bedeutet automatisch eine erhebliche Reduzierung bei den Energiekosten......, denn mit einem hohem Wirkungsrad lässt sich mehr einsparen als die Investition in eine zukunftsfähige Technologie erfordert.

    Sonnige Grüße aus Deutschland
    Hermann Groß
    Arbeitskreis Energieeffizienz
    Energie wirtschaftlich nutzen
    www.energiekreislauf.info

    antworten
    • TINA 19.09.2009

      Deutschland will Atomausstieg und bekommt Rekordarbeitslosigkeit, Japan, China und Taiwan wollen mehr Atomkraftwerke!
      www.japannuclear.com

      antworten
      • Markus Alder 20.09.2009

        Auch in Deutschland wissen die Politiker, dass sie mit Alternativenergien nur Kosten generieren.
        Daher wird insgeheim auch an neuen Kernkraftwerken gearbeitet.
        Der Atomausstieg wird schon in wenigen Jahren aufgegeben oder zumindest gelockert, da der Preis zu hoch ist.
        Die Schweden bleiben ihrem Atomausstieg treu, da er wesentlich weniger schlimm ist, und -dank Schutzklauseln für Umwelt und Arbeitsplätze- auch den Bau neuer Kernkraftwerke nicht verunmöglicht.

        In Schweden stammt der Strom zu je fast der Hälfte aus Wasser- und Kernkraftwerken, nur wenige Prozent stammen aus umweltbelastenden Quellen. In Deutschland wird der Strom überwiegend aus Kohle und anderen fossilen Brennstoffen erzeugt, die Kernenergie macht nur etwa 30 % aus, andere umweltfreundliche Quellen nur wenige Prozent.

        antworten
  • h. hoch 18.09.2009

    Die Welt hat sich gewandelt seit dem Bau des Kernkraftwerkes Mühleberg vor ca. 40 Jahren.Erinnert sei nur an das Debakel bei Bau des KKL-Kostenüberschreitung/Terminüberschreitung.
    Noch schlimmer geht es heute beim Bau von Olkiluoto3 zu, an dem wahrscheinlich die AREVA scheitern wird.
    Ich prophezeie, dass der Aktienkurs der BKW über Jahrzehnte ins bodenlose rauscht, wenn sich der Konzern zu diesem Milliardengrab entschliesst.
    Es gibt keinen technischen Nachwuchs mehr-weder beim Betreiber noch bei den Herstellern-, der sich noch der Nukleartechnik zuwendet,weil überholt und nicht zukunftsträchtig. Schauen Sie sich mal die offenen Stellen bei Areva an.
    Die Entsorgungsfrage ist hängig.
    Es trommeln naturgemäss nur noch die betriebsblinden Lobbyisten dafür, die sich verständlicherweise Mut machen müssen.
    Die Axpo baut die Wasserkraft aus (Linthal), das ist der richtige Weg, ferner sollten die anderen Energiegewinnungsarten hier mehr Anklang finden (Geothermie,Sonne)

    antworten
    • Markus Alder 20.09.2009

      Die Schweiz konnte sich vor über einem Vierteljahrhundert die politisch bedingten Bauverzögerungen in Leibstadt noch leisten. Heute, nach bald 20 Jahren Wirtschaftskrise, ist rotgrün zum Luxus geworden, Arbeitsplätze werden nach Japan und China ausgelagert, wo Löhne und Stromkosten tiefer sind, während qualifizierte Schweizer hierzulande gegen jüngere und ebenso qualifizierte Deutsche ausgetauscht werden. Die Liberalisierung hat den Kuschelsozialismus abgelöst.
      Wir Jungen sind dem Standortwettbewerb und dem Verdrängungskampf auf dem Arbeitsmarkt voll ausgesetzt und spüren den globalistischen Druck auf Löhne und Arbeitsbedingungen.
      Das ist einer der Gründe, weshalb wir nichts von der Antikernenergie- Bewegung wissen wollen. Der zweite ist die Tatsache, dass wir mit modernen Technologien aufgewachsen sind und nichts schlechtes daran erkennen!

      antworten
  • TINA 19.09.2009

    Lasst doch die BKW in Ruhe und schickt die Politiker zum Teufel!

    antworten
  • mufti 13.10.2009

    Die heute vorhandenen und die z.T. erforschten und noch zu verbessernden Technologien sollten sich nicht gegenseitig wie Sekten bekämpfen, sondern sich zu einer gemeinsamen Energiestrategie zusammenfinden.
    Ziel ist doch eigentlich einzig: Den stetig steigenden Energiebedarf in allen Belange decken zu können.

    antworten
  • Markus Alder 19.10.2009

    Das geschieht auch weltweit.
    Grosse Länder wie Japan, China, Indien, Brasilien, Russland und die USA setzen (wieder) voll auf die Kernenergie und bauen gegen hundert neue Reaktoren.
    So viele Länder wie noch nie streben die Nutzung der Kernenergie an : Australien, Ägypten, Saudi- Arabien, Nigeria, Indonesien, Polen, der Iran, die Türkei usw.
    In Schweden siegt die Vernunft; der Atomausstieg wird weiter aufgeweicht, um neue Kernkraftwerke zu ermöglichen, bisher wurde nur die Erhöhung der Leistung bisheriger Anlagen toleriert.

    Nur in Deutschland, der Schweiz und Österreich soll die Kernenergie politisch sabotiert werden.

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  • Steuerzahler 29.10.2009

    Mehr KKW, weniger Politiker. Die machen alles kaputt!

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