Welche Rolle kann Strom bei der Reduktion der CO2-Emmissionen spielen?
Im internationalen Vergleich steht die Schweiz betreffend CO2-Emmissionen pro Kilowattstunde (kWh), die von der Stromindustrie produziert wird, sehr gut da. Grund: Der grösste Anteil des Stromes wird durch Wasserkraft und Kernkraft produziert, also praktisch ohne CO2-Emmissionen.
Einerseits nimmt der Stromverbrauch in der Schweiz stetig zu (Bevölkerungswachstum, Komfortbedarf, Ersatz von fossilen Energieträgern durch Strom), andererseits wird die Stromproduktion künftig abnehmen (Kernkraftwerke gehen vom Netz, Importverträge mit dem Ausland laufen aus). Stromengpässe werden ab dem Winter 2012 erwartet. Um eine sichere Stromversorgung der Schweiz auch in Zukunft zu garantieren, müssen wir uns bereits heute Gedanken machen, und die nötigen Vorbereitungen treffen.
Wie soll diese Zukunft aussehen? Wie sieht der Strommix der Zukunft aus? Was ist machbar, was ist Utopie?


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Markus Alder 30.05.2009
In der Schweiz ist die Stromerzeugung noch weitgehend umweltfreundlich und CO2- frei.
In vielen Wachstumsländern, allen voran in China und Indien wird der Verbrauchszuwachs jedoch häufig mit einfach gebauten Kohlekraftwerken gedeckt, was zur entsprechenden Umweltbelastung führt. Es bleibt die Hoffnung, dass in einigen Jahren jährlich gegen 100 neue KKW weltweit ans Netz gehen werden.
Wenn die Stromversorgung in der Schweiz weiterhin umweltfreundlich bleiben soll, muss schon heute der Bau neuer Kernkraftwerke angepackt werden.
Glaubwürdige und zahlbare Alternativen fehlen bis heute.
Veronika K. 30.05.2009
Leider sind wir heute in der misslichen Lage, dass wir nur zwischen zwei Uebeln waehlen koennen: Klimaerwaermung durch weiteren CO2 Verbrauch und damit die Zerstoerung unseres Lebensraums in kuerzester Frist, oder das Lagern von radioaktiven Abfaellen waehrend mehreren Hundert Jahren... wenn ich entscheiden koennte, wuerde ich die zweite Variante waehlen. Wer heute behauptet, mit Sonne und Wind die Stromversorgung sicherstellen zu koennen ist nicht nur naiv, sondern verbaut auch die Zukunft unserer Kinder, die den Fehlentscheid dann ausbaden koennen.
Markus Alder 01.06.2009
Ich halte die sichere Endlagerung von radioaktiven Abfällen aus Medizin, Industrie und Kernenergie- Nutzung für machbar. Wie die natürlich entstandenen Reaktorzonen in der Oklo- Mine in Gabun bewiesen haben, zerfallen die Spaltstoffe über Jahrmillionen, ohne Schaden zu hinterlassen.
Chemische Abfälle, die ohne Proteste der "Grünen" und anderen "Gutmenschen" endgelagert werden, bleiben auf unabsehbare Zeit giftig.
Insgesamt kann aus heutiger Sicht davon ausgegangen werden, dass die Kernenergie der Menschheit viele Vorteile und nur wenige Nachteile bringt.
Nicht nur die Industrie sondern auch Privatpersonen befürworten die Nutzung der Kernenergie.
B. Villiger 06.06.2009
Ich bin da im Grundsatz der gleichen Meinung wie Sie.- Dennoch ist die Forschung betreffend gewisser Alternativon schon weit fortgeschritten !!
SIEHE ==> www.iter.org <==
Man wird sich vielleicht noch 10 Jahre gedulden müssen bis "FIRST FUSION" erreicht ist. Uebrigens ist da in der Nähe von AIX EN PROVENCE auch ein schöner Teil kulturelles Erbe unserer westschweizer Mitbürger implementiert, Dies trifft zu auf das CERN und ausserdem gewisse Institute der ETH Lausanne.
Ottfried Wechselmann 03.06.2009
Ich halte die Strom rage für grundlegend in der Schweiz. Man sollte die Satzung des Energievorstands des HVF umbeding beachten, damit die ITC nicht überschritten wird. Das wäre fatal für die Schweizersiche Wirtschaft.
Sandra 03.06.2009
Herr Wechselmann, was meinen sie mit HVF? ITC?
Fehr 07.06.2009
Nötig sind auf jeden Fall drei neue KKW ab 2020!
So kann CO2- Belastung reduziert werden.
K. Grossbacher 07.06.2009
Unsere Stromsituation ist das Produkt der langjährigen Variabilität des Einflussbereichs der ITC. Daran hätte man schon vor einem Jahrzehnt denken müssen, als die RNS einfach kopiert wurde. Aber jetzt muss man nach vorn schauen und zusehen, dass man das FCE erreicht, sonst hat man keine Zukunft. Ausserdem sollte man meiner Meinung nach den SDF soweit domestizieren, dass er dem Volk nicht zu viel Geld abnimmt.
Tanja von Arb 07.06.2009
@ Grossenbacher: Denken Sie nicht an das Orbitalmodell? Ich denke das widerspricht Ihrer Theorie gänzlich, weil damit die Stöchiometrie ERHÖHT, und nicht gesenkt wird, wie Sie vielleicht meinen. Und das Argument mit der Enthalpie (woran Sie bestimmt gerade gedacht haben) zählt auch nicht, weil die Enthalpie keine Gitterstruktur besitzt, und deshalb daraus auch keine Energie gewonnen wird.
Markus Alder 07.06.2009
Stromerzeugung mittels Theorien aus der Science- Fiction?
Ist interessant "gibbs-energie" "gibbs energy" usw. zu "googeln", verbraucht aber ganz normalen (Atom-) Strom.
Ich bin überzeugt, dass auch in 30 Jahren keine echte Alternative zu den Kernkraftwerken vorhanden sein wird. Die Kernfusion beispielsweise hat wohl ein grosses Potential für die ferne Zukunft, da aber die heute üblichen Kernspaltungsreaktoren laufend perfektioniert werden, sind sie schwer zu verdrängen.
Jonas Katzmann 10.06.2009
Meiner Meinung nach sollte man sich ein Beispiel an China nehmen, und täglich einige Kohlekraftwerke in Betrieb nehmen. Ausserdem sollte man Solarenergie verbieten, weil diese wirtschaftsschädigend ist. Weiterhin sollte man auch möglichst viel Rindsfleisch essen, damit es mehr Kühe gibt, die zwar Methan ausstossen, dafür aber schön aussehen.
Vor allem erachte ich es aber für wichtig, Fahrräder abzuschaffen, da diese sehr gefährlich sind. Dafür kann man das Zulassungsalter zur Autoprüfung auf das 12. Altersjahr herabsenken. Damit hätte niemand mehr ein Problem.
Markus Alder 12.06.2009
Grüne, Obergrüne und Antigrüne sind ähnlich extreme Menschen!
Die Energiepolitik sollte langfristig ausgerichtet sein und ökologische, ökonomische und soziale Anliegen gleichermassen berücksichtigen!
Josefine Hundfrau 11.06.2009
Was soll der Unsinn?
Kernkraftwerke statt Kohlekraftwerke, Tram und Zug statt Autos und Fahrräder!
SVP!
Wir brauchen in der Schweiz alle zehn Jahre ein neues Kernkraftwerk.
Benedikt Jorns 22.06.2009
In einer im ETH Globe Nr. 1 (Feb. 07) wiedergegebenen Diskussion sagt Prof. Prasser: „Nur wenn Kernenergie, regenerative (= erneuerbare) Quellen und effizienter Energieeinsatz gemeinsam eingesetzt werden, gibt es überhaupt eine Chance, die CO2-Emissionen wirksam zu senken.“ Auch grüne Politiker möchten umweltfreundlich sein, doch haben sie das fast nicht lösbare Problem, sich einerseits für eine Reduktion des CO2-Ausstosses einzusetzen und andrerseits misstrauen sie der Sicherheit von Kernkraftwerken sowie der Endlagerung von langfristig radioaktiven Abfällen. Zu ihrem Glück finden sie immer einige „Fachleute“, welche ihnen vorrechnen, dass bei entsprechendem Engagement die Förderung der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien genügen, um innert nützlicher Zeit das CO2-Problem zu lösen und langfristig die fossilen Brennstoffe zu ersetzen. Es gibt jedoch auch eine nicht kleine Zahl von Fachleuten, welche mit seriösen Abschätzungen zu einem ganz anderen Schluss kommen. Sie sind davon überzeugt, dass selbst beim Einsatz von allen möglichen Energiequellen und einer optimalen Energieeffizienz es nicht einfach ist, den CO2-Ausstoss befriedigend zu senken.
Auch wenn viele es gerne anders sehen würden, es braucht alle drei: Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Kernenergie (inkl. Kernfusion).
Markus Alder 22.06.2009
Professor Prasser hat damit bestimmt recht. Er ist nicht einfach ein "Atomlobby- Vertreter", sondern ein wahrer Umweltschützer. Es leben immer mehr Menschen auf der Erde, die auch immer mehr Energie brauchen. Die Kernenergie muss eine tragende Rolle spielen, sie wird aber kaum schnell genug ausgebaut werden können, um riesige Verbräuche abzudecken. Ein momentaner Engpass ist etwa die Verfügbarkeit grosser Schmiedeteile, etwa für Reaktordruckbehälter und Turbinenwellen.
Eine extreme Nutzung der Kernenergie könnte gar zu Problemen mit der Abwärme führen.
perruccio 28.06.2009
atomstrom statt immer teurer Strom!
Alter Sozi 01.11.2009
Das Grosskapital will uns mit teuren Alternativenergien so richtig abzocken. Dazu die ganze Spekulation im liberalsierten Strommarkt. Die wollen uns nur abzocken.
R. Bauer (El. Ing. HTL) 04.07.2009
Toll ihre Stromfrage zum CO2 Ausstoss in der Schweiz und dem Vergleich mit Wasserkraft etc. Dabei unterschlagen sie subtil den gewaltigen Austoss beim Abbau und bei der Anreicherung! Genausogut ist die Aussage zur Sicherheit der CH AKWs: wachsende tiefe Risse in Mühleberg, Leitungen von redundanten Sicherheitssystemen im gleichen Kabelkanal, oder Dampffahne vom Kühlturm nur an max. 52 Tagen sichtbar! ... Dumm oder Lüge?
Georg Von Wattenwyl 07.07.2009
Aldo Stern 24.07.2009
Ja...ein seltsames Forum hier...CO2 und Kernkraft...wirklich etwas Gegensätzliches? - vermeintlich. Schauen wir uns das Ganze etwas genauer an:
1. Das CO2 macht mit ca. 1/2500 der Luft einen Anteil aus, der absolut keinen Einfluss auf das 'Klima' hat...das Ganze wurde bloss erfunden, um gewaltig abzukassieren.
Das Klima auf der Erde resultiert aus der Wechselwirkung der Sonnenaktivität und dem Wasser auf der Planetenoberfläche und in den Pflanzen...daher nicht Regenwälder abholzen!...zur Zeit gibt es eine erhöhte Solaraktivität, welche durch Ladungsträgereintrag Wolkenbildung forciert...und es regnet und regnet...wie auch jeder merkt.
2. Sind AKW's sicher?
Technologisch schon, falls Inspektions- und Wartungsauflagen eingehalten werden...dies ist in der Schweiz vorbildlich...in z.B. Rumänien?
Endlagerung?...kein Kommentar...fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker...
Dr. Konrad Huwyler (Prof. IBWS/ ETHZ) 30.07.2009
Ich setze mich nun seit über 12 Jahren intensiv mit dem Thema der Klimaveränderung und dem Energiebedarf der Menschheit auseinander. Und Leuten, die behaupten, der Klimawandel wäre erfunden, kann ich folgendes sagen: Sie haben grösstenteils recht. Es ist in Wirklichkeit so, dass viele Forscher rund um den Globus erkannt haben, dass es sich besser auszahlt, wenn sie Thesen pro Klimawandel aufstellen. Denn genau diese sind es, die in den Medien und damit den Ohren der Menschen Gehör finden. Ich selbst habe bereits 2 auf verschiedenen Faktoren basierende Langzeituntersuchungen aufgestellt - ohne Ergebnis. Diesen Untersuchungen zufolge existiert kein Klimawandel. Natürlich kann man solche Forschungen auch auf vielen anderen Faktoren aufbauen. Jedoch ergibt sich bei den wenigsten davon ein markantes Ergebnis, das auf einen Klimawandel hindeutet. Allerdings werden genau diese Ergebnisse veröffentlicht, da diese mit dem momentanen Strom der Meinungen schwimmt. Andere, wie z.B. meine, werden bei Zeitschriften und anderen Medien als "rufschädigend" erachtet, und kommen somit nur sehr schwer ans Licht.
a 04.08.2009
c
Aldo Stern 09.08.2009
Zur ganzen Klimadebatte müssten erst mal folgende Punkte erwähnt werden:
1. Das immer wieder zitierte IPCC ist kein wissenschaftliches Gremium, sondern eine politisches Beratungsinstrument.
2. Klimatologen bzw. Klimatologie gibt es nicht, da keine bekannte Uni der Welt dies als Studienfach anbietet.
3. Klimasimulationen bzw. Klimamodelle gibt es ebenfalls nicht, weil die anerkannten Anforderungen an ein Modell wie verifizieren und validieren nicht möglich sind, da die Ergebnisse in der Zukunft liegen...es handelt sich daher bestenfalls um Szenarien.
4. Temperaturmessungen?
Was genau wird womit und wo gemessen?
Klar...weltweit durch Messstationen. Mittels Quecksilberthermometern. Und in Celsius-Graden. Im Freifeld...ohne definierte Umgebung. Hier in Basel hat man schon vor etwa 15 Jahren an der Messstation Riehen einen signifikanten Temperaturanstieg festgestellt...allgemeines Erstaunen bei den auswertenden Wissenschaftler. Das Geheimnis hat ein einfacher Gemeindearbeiter gelöst (das zum Thema Gesunder Menschenverstand). Das Wetterhäuschen wurde nämlich neu gestrichen...von vorher schneeweiss auf dunkelbraun...und der 'Proll' wusste, dass die Farbe seiner Karre massgebend für die Erwärmung im Innern ist...und damit auch die Temperatur der Messstation beeinflusst. In meiner Berufspraxis bin ich oft mit Temperaturmessungen konfrontiert. Dabei wurden mir auch schon mal Messreihen mit 'Genauigkeit' auf zwei Kommastellen vorgelegt. Ich habe mir dann einen Laborkittel umgehängt und bin vor dem Prüfobjekt hin und her spaziert. Das Ergebnis: dessen T ist um 0.2- 0.3°C gesunken. Verblüffung...und noch mehr, als ich die Türe rasch auf und zu klappte...fast -1°C durch Konvektion. Dito mit den CO2-Bestimmungen...oder besser: noch komplexer. Die weltweit erste CO2-Messstation wurde Mitte der 30-er auf Hawaii installiert - neben einem noch tätigen Vulkan! Einigermassen genaue Messmethoden existieren erst seit den 70-er, m.E. 80-er (Gaschromatografie).
Fazit:
Die ganze Klima- und CO2-Geschichte hat mit Wissenschaft etwa so viel gemein wie Kaffesatzlesen.
Es werden dabei Messmethoden angewendet, die bestenfalls dazu geeignet sind, die Gartengrillparty am nächsten Wochenende zu planen. Physikalische Einflussgrössen wie Luftfeuchtigkeit, Konvektion, Solaraktivitäten, Präzession der Erdachse, Vegetationsveränderungen und Meeresströmungen werden ignoriert...reine Scharlatanerie!
B. Villiger dipl. Ing. (HTL/STV) 10.08.2009
Die Zeit ist fällig, sich als CH-Bürger zu überlegen was zu machen ist wenn Beznau I "pensioniert" wird. (nominal etwa 0.3 GW).- Ein Kombikraftwerk aus Baden für den Sommerspitzenbedarf würde äusserst passend in die Central-Europäische Landschaft passen. Meiner Meinung nach würde da als Standort neben dem Wallis auch das Tessin oder Norditalien einen Sinn machen.
Aldo Stern 18.08.2009
Ein erheblicher Anteil der produzierten Strommenge geht durch Übertragungsverluste im Verteilnetz verloren. Es wäre daher m.E. sinnvoll, Kraftwerke möglichst nahe am Verbraucher zu platzieren. Aus dieser Sicht sind z.B. Stromerzeugungs-Einrichtungen in der Sahara technisch gesehen Bödsinn - zudem da die Versorgungs-Sicherheit nicht gewährleistet ist.
Eine Entwicklung, die man nicht unbeachtet lassen sollte, sind Thermonukleare Kleinkraftwerke, welche sich u.a. bei General Electric in der Entwicklung befinden. Es sind kompakte Einheiten mit ca. 30 MW Dauerleistung in der Grösse eines EFH's, wobei der Reaktor zur Sicherheit eingegraben wird und Spaltmaterial für eine Betriebsdauer von 10 Jahren enthält. Durch weitgehende Vermeidung von Verteilverlusten arbeiten diese sehr effizient - etwa 50 % günstiger - und bei möglichen Störungen sind die Auswirkungen zumindest lokal begrenzt.
Benny Villigèr 18.08.2009
Man könnte ja nach stadtzürcherischer Denkart zum letzteren Ausfall unserer CFF da in Zütich mal etwas vorbildlich sein. Ab sofort gibt es keine elektrisch grillierte Güggelis zum Znacht. Man könnte ja and der Stelle Salade NICOISE anbieten, mit echt nordatlantischem Thon natürlich!
Seiens Grüesst in der Kulturstadt Zürich
B. Villiger 19.08.2009
Es wird bald eine neuer europäischer Druckwasserreaktor in Betrieb gehen, dies an der französischen Nordwestküste. Nominalleisting 1.6 Gigawatt (Ein richtiges Kraftwerk, kein Spielzeug !). Es ist CO2 ideal. Die Feststellung ist richt, dass an diesem Standort die Uebertragungsverluste in die Schweiz zu gross sind !!
B. Villiger, (dipl. Ing. [CH]) 19.08.2009
Diese Neuen Wasserkleinkraftwerke sind nicht genug wirtschaftlich. Unser schweizerischer Maschinenbau (z. B) die Stahlwerken in Emmen sind auf ein wirtschaftlich funktionierende Stromversorgung angewiesen. Dies wäre meiner meinung nach bald ein EPR Europäischer Druckwasserreaktor möglichst in der Nähe der Schweiz oder sogar in der Schweiz. Ich würde Beznau immer noch als idealen Standort sehen. Eine erforderlich Notkühlung im Terrorfall könnte aus Aare, Rhein und Reuss gewährleistet werden.
Aldo Stern 21.08.2009
Ich bin absolut einverstanden, dass zukünftige Energiewandlungs-Einrichtungen möglichst in der Schweiz selbst errichtet werden müssen, da Energie, Verkehr, Bildung und Sicherheit die Stützpfeiler eines jeden Staates sind (vgl. Situation in Afrika!).
Einige vorallem grün-rot dominierte Kantone haben ein Kernkraftwerk-Moratorium beschlossen.
Früher nicht ganz unberechtigt, da Technologie, Aufbereitungs/Entsorgungs-Konzept und vorallem das Aufsichts- und Kontrollwesen sehr mangelhaft waren.
Zwischenzeitlich hat sich das in Deutschland und natürlich in der Schweiz sehr zum Positven gewandelt und müsste daher neu diskutiert werden.
Die Situation in Frankreich und vorallem im Ostblock ist nach wie vor bedenklich und schürt Ängste.
Konkret:: es werden Sicherheitsauflagen nicht eingehalten und die Operatoren sind unzulänglich ausgebildet...und wer mal eine Ost-Schweissnaht (auf rostfrei) gesehen hat, könnte sich schon in die Hose machen.
M. B. Villiger 21.08.2009
Mesdames, Messieurs
The EPR, (European Pressurized Water Reactor) is the most important project to get a save, economic and relaiable Power Generation on our Continent. Please take direct reference. A
DIRECT partnership, posibly also via SWISSGRID would be the best benefice for Switzerland. Remember our machine industry in the region of BADEN/AG too !!!!
yours sincerely
Aldo Stern 24.08.2009
Dieser EPR ist eine massive Verbesserung der bisherigen Druckwasserreaktor-Technologie, vor allem was den ökonomischen Aspekte betrifft.
Was die Sicherheit betrifft, konnte die Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze (GAU) - Entschuldigung, fachsprachlich: veränderte Geometrieverhältnisse des Kerns - um den Faktor 10 gesenkt werden. Dies ist m.E. auch glaubwürdig und eine erfreuliche Aussage.
Das Konzept eines keramischen Auffangsbecken, als 'Core Catcher' bezeichnet, das die Resultate einer unbeabsichtigten Verlagerung von Kern- und kernnahen Substanzen auffangen sollte und anschliessend diese durch kühlen und bremsen in einen handhabbaren Zustand überzuführen, hört sich unbestritten genial an - für Laien. Ich denke, dass hier gewisse Fachleute hellhörig werden. Alles ist perfekt und glaubwürdig präsentiert, entlarvend aber dieser Lapsus.
Zusammenfassung:
- der EPR hätte zur Zeit schon die besten Chancen, Strom am billigsten zu produzieren.
aber
- Verzicht auf kernschmelzefeste Sicherheitsbehälter zugunsten einer fragwürdigen Auffangvorrichtung ist sicherheitstechnisch ein Rückschritt.
B. Villigèr 25.08.2009
Immer-genug-Strom übermorgen. 1.6 Gigawatt nominal , Vefügbarkkeit 90 pour-cent. Das könnte ein neuer EPR-Reaktor in Besancon sein. Erzeugerpreis 1 - 3 EURO-CENTS pro kWh ? Oder vielleicht auch noch in Beznau ??
TINA 04.09.2009
Der EPR ist eine tolle Sache. Spart Energie und schützt die Umwelt!
Aldo Stern 06.09.2009
Was zum Teufel soll an dem EPR toll sein? Er ist nichts weiter als eine Modifikation des herkömmlichen Druckwasser-Reaktors mit einem geänderten Sicherheitskonzept, das unter Fachleuten mehrheitlich angezweifelt wird. Der ERP kann natürlich etwas günstiger Strom produzieren, da er einerseits einen höheren Wirkungsgrad aufweist (fast 35% gegenüber einem konventiellen DWR/SWR mit etwa 32%) und ein Auffangbecken anstelle eines doppelten Containments besitzt. Ausserdem soll die Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze 10 mal geringer sein. Dies ist aber nicht belegt und das Konzept des 'Core Catcher' weist unbekannte Risiken auf (Wechselwirkung unterschiedlicher Materialien bei Durchbruch).
Gewisse Beiträge hier können wirklich nicht ernst genommen werden, da diese (siehe oben!) geradezu kindisch-naiv sind. Kernkraft ist ein ernsthaftes Thema und wahrscheinlich für die Schweiz mittelfristig notwendig. Sie beinhaltet aber ernsthafte Risiken und auch Entsorgungsprobleme, vor denen wir nicht die Augen verschliessen dürfen. Meiner Meinung nach sollten die Forschungsgelder, welche zur Zeit in Blödsinn wie Solar- und Windenergie gesteckt werden, in die sichere Verwendung von Kernenergie fliessen, welche zur Zeit immer noch fraglich ist.
Peter Bachmann 13.09.2009
Die Klimadebatte ist ebenso sinnlos wie die UNO (United NOthing). Vielmehr sollte der gesunde Menschenverstand eingesetzt werden. In der Energieerzeugung bedeutet dies: Das Eine tun und das Andere nicht lassen. Mittelfristig werden wir um Kernenergie nicht herumkommen, um sie längerfristig durch etwas unbedenklicheres zu ersetzen.
B. Villiger 14.09.2009
Die schweizerische Energiepolitik hat einen grossen Nacholbedarf an europäischer Koordination. Ob Wir hierzulande das kommende Manko von 2 bis 3 Euro-Cents pro Kilowattstunde (Roherzeugung) noch decken werden können, was unsere Wirtschaft benötigt (z. B. Stahlwerke in Emmen) erfordert ein grosses Mass an Goodwille unserer westlichen wie aber auch nördlichen Nachbarn!
Markus Alder 16.09.2009
Im Moment gibt es keine sinnvolle Alternative zu neuen Kernkraftwerken. Leider ist ausgerechnet Energieminister Leuenberger eines der wichtigsten Hindernisse für den raschen Ausbau der Kernenergie. Schon ab 2020 zeichnet sich eine Stromlücke ab, da die ältesten Reaktoren in Beznau und Mühleberg das Ende ihrer Lebensdauer erreichen werden und der Stromverbrauch wegen der nachlassenden Wirtschaftskrise weiter steigt. Ohne die seit 1990 anhaltende "normale Krise" hätten wir schon heute zu wenig Strom- europaweit!