Der Stromverbrauch steigt weiter an
Industrie und verarbeitendes Gewerbe (33,1 Prozent), Haushalte (30,4 Prozent) und Dienstleistungsunternehmen (26,5 Prozent) sind die drei grössten Stromverbraucher der Schweiz. Der Rest verteilt sich auf Verkehr und Landwirtschaft.
Der Strombedarf steigt konstant
Zwischen 1990 und 2008 ist der Stromverbrauch in der Schweiz um über 20 Prozent von 47 auf rund 58,7 TWh (Terawattstunden) gewachsen. Gründe dafür sind die Bevölkerungsentwicklung, das Wirtschaftswachstum und das zunehmende Bedürfnis nach Mobilität, Komfort und Bequemlichkeit.
Stromverbrauch im Haushalt
Der Verbrauch in den Haushalten macht rund 30 Prozent des heutigen Strombedarfs der Schweiz aus. Ein Haushalt braucht durchschnittlich 5‘500 kWh elektrische Energie – mit steigender Tendenz. Dies bekräftigt eine Studie des VSE (Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen).
Trotz Effizienzverbesserungen bezüglich Verbrauch werden die Geräte grösser und leistungsfähiger. Zudem nimmt ihre Zahl ständig zu. 1991 besassen beispielsweise 31 Prozent der Haushalte einen Wäschetumbler - heute sind es über 60 Prozent.
Aufgrund dieser Entwicklung entwickelte sich z.B. der Stromverbrauch im Haushalt für Haushaltgeräte und Beleuchtung in den Jahren 2000 bis 2006 wie folgt (in PJ*)
Stromverbrauch in Industrie, Gewerbe und Dienstleistung
Mit ihren fast 60 Prozent Anteil am gesamten Stromverbrauch ist die Verbrauchsentwicklung in Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen besonders relevant.
Im Dienstleistungssektor nahm der Stromverbrauch zwischen 2000 und 2006 um knapp 10 Prozent zu. Wachstumstreiber waren die Anwendungen für Klima-, Lüftungs- und Haustechnik. Ebenfalls deutlich wuchs der Anteil der durch Strom generierten Raumwärme.
In der Industrie stieg der Stromverbrauch im gleichen Zeitraum um rund 5 Prozent. Hauptverantwortlich waren die Bereiche Prozesssteuerung, Antrieb und Prozesswärme.
Strommehrbedarf durch neue Anwendungen
Viele Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz werden eine Zunahme des Stromverbrauchs bewirken. Beispiele dafür sind der aktuelle Trend zu Wärmepumpenheizungen (anstelle von Ölheizungen), der Umstieg auf den öffentlichen Verkehr (anstelle von Lastwagen- oder PW-Fahrten) oder der vermehrte Einsatz von IT-Geräten für die Steuerung von Prozessen.
Gemäss den Energieperspektiven des Bundes wird der Stromverbrauch in den nächsten Jahren weiter zunehmen, je nach Szenario in unterschiedlichem Ausmass.
- Strom TV: Stromsparen – ein Trend?
- Bundesamt für Energie: Elektrizitätsstatisik
- VSE: Stromzukunft
- Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE): Stromgrafiken zu Stromproduktion, -verbrauch und -transport
- Bundesamt für Energie: Elektrizitätsstatisik
- Frauen für Energie (FFE): Perspektiven für die sichere Stromversorgung
- swisselectric: Organisation der schweizerischen Stromverbundunternehmen
- AVES: Aktion für vernünftige Energiepolitik Schweiz







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