Elektrizität: ein überzeugender Energieträger der individuellen Mobilität

Die Schweiz möchte bis 2020 ihre Treibhausgas-Emissionen um 20% reduzieren (Referenzjahr: 1990).

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen jene Bereiche verbessert werden, die den höchsten CO2-Ausstoss des Landes aufweisen, nämlich Transport (44%) und Heizung (54%). Um hier anzusetzen, bedarf es eines Wechsels weg von fossilen Brennstoffen hin zur Elektrizität: so sollen Gebäude in Zukunft mit Wärmepumpen geheizt und der Individualverkehr dank Elektrofahrzeugen klimafreundlicher werden.

Doppelte Herausforderung

Unser Land ist derzeit noch stark vom Import fossiler Brennstoffe abhängig. Öl- und Gasimporte machen heute 56% des Primärenergieverbrauchs aus. Damit steht die Schweiz vor einer doppelten Herausforderung: Sie muss einerseits die Risiken einer möglichen Erdölverknappung und den damit verbundenen Preisanstieg minimieren und andererseits mit einer drastischen Reduzierung der Treibhausgase auf die Klimaproblematik reagieren.

Um diese Ziele zu erreichen, muss die Schweiz im Rahmen der Viersäulenstrategie des Bundes die Energieeffizienz verbessern, den Anteil erneuerbarer Energien ausbauen, die internationale Zusammenarbeit stärken und den Bau neuer Grosskraftwerke vorantreiben.

Intelligente Elektrifizierung

Um bei der Energieeffizienz nachhaltige Fortschritte zu erzielen, ist eine intelligente Elektrifizierung der Schweizer Wirtschaft unerlässlich. So könnte beispielsweise der Einsatz von Elektrofahrzeugen, die aus dem öffentlichen Stromnetz gespeist werden, erheblich dazu beitragen, die Zielsetzungen der Klima- und Energiepolitik des Bundes zu erreichen.

Die Schweiz als Förderin der elektrischen Mobilität

Dank der praktisch CO2-freien Produktion in der Schweiz leistet Strom einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der klimapolitischen Ziele unseres Landes, speziell im Transportsektor. Gemäss einer von Alpiq in Auftrag gegebenen Studie würde eine Marktdurchdringung der Elektrofahrzeuge von 15% den gesamten CO2-Ausstoss des Schweizer Individualverkehrs um ca. 10% verringern. Mit ihrer hohen Fahrzeugdichte ist die Schweiz ein idealer Testmarkt für Elektrofahrzeuge in Europa.

Dieses Szenario würde die ganzen durch den Transportsektor verursachten CO2-Emissionen um 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren, was immerhin etwa 10 Prozent der im Jahr 2007 durch Privatfahrzeuge generierten Emissionen entspricht. Diese jährliche Reduktion entspricht ebenfalls 10% des Ziels der Eidgenossenschaft zur Verringerung der Treibhausgase bis 2020[1].

Sollten Elektrofahrzeuge dereinst 15% des Schweizer Fuhrparks ausmachen, müsste die Schweizer Stromproduktion lediglich um 2% erhöht werden. Damit den Elektrofahrzeugen der Durchbruch wirklich gelingt, müssten aber erst einmal günstige Rahmenbedingungen geschaffen werden: die Einrichtung eines flächendeckenden Tankstellen-Netzes, das auf das bestehende Stromnetz zurückgreift, und die Einführung eines geeigneten Anreizsystems sind unerlässliche Voraussetzungen.

CO2-freier Energiemix

Es ist Aufgabe unserer Gesellschaft, die Abgase des Strassenverkehrs zu verringern und damit das Klima zu schützen. Eine Politik der intelligenten Elektrifizierung ist dank unseres praktisch CO2-freien Strommixes aus der erneuerbaren Energie Wasserkraft (55%) und Kernenergie (40%) besonders wünschenswert.

[1] Referenzjahr:1990; Ziel der Eidgenossenschaft: 10,5 Tonnen CO2 eq.; Beitrag der Elektrofahrzeuge: 1,2 Millionen Tonnen

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